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Samstag, November 02, 2024

Geysirnebel von Clara Schönberg

Mit dem Herzen

Die Hamburgerin Lia eigentlich Cecilia Leonore kämpft mit ihrem Liebesleben. Sie führt eine Fernbeziehung mit Per, einem Vulkanologen, dessen Heimat Island ist. Zwischen Salsanächten mit ihren Freunden, ihrer anspruchsvollen Blankeneser Familie und dem Ärger mit ihrer chaotischen Mitbewohnerin Maite, schmachtet Lia dem jeweils nächsten Wiedersehen mit Per entgegen. Sie weiß, sie wird in nächster Zukunft für ihn nach Island auswandern müssen oder ihn verlieren. Da ihre beste Freundin Anna bereits auf Island lebt, zieht es Lia mehr und mehr nach Island. Die PR-Agentur, für die Lia arbeitet, lässt sie immer nur für eine Woche in den Urlaub. Irgendwie zerrt jeder an Lia herum, doch was will ihr Herz?

Im Jahe 1771 hat Alva ganz andere Sorgen. Ihr Vater will sie mit Ólafur verheiraten. Eine arrangierte Hochzeit aus finanziellen Gründen ohne Liebe. Die freiheitsliebende und eigensinnige Alva ersehnt sich ein anderes Leben, doch das Wohl der Familie hat Vorrang und dem Wort des Vaters muss sie folgen. Kann sie ihrem Schicksal noch entrinnen?

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut und sie kann mich sofort mitnehmen. Ihre Sprache ist harmonisch und sanft. Das Buch lässt sich fließend lesen und ich folge den Figuren freudig durch die Geschichte. Diese ist zweigeteilt und wird wunderbar auf zwei Ebenen erzählt. Die Charaktere sind intensiv, echt und glaubwürdig. Die Gefühle kommen gut hervor und ich kann mich in dem Roman fühlen. Die Geschichte ist lebendig und die Emotionen herrschen vor. Ein Herzensbuch, das mich hervorragend unterhält. Die Landschaft und die Atmosphäre auf Island sind eindringlich und prächtig geschildert. Die Naturgewalten und deren Beeinflussung der dort lebenden Menschen ist wunderschön heraus gearbeitet.

Von Herzen gerne vergebe ich dem Roman seine wohlverdienten fünf Sterne von fünf möglichen Sternen und spreche ihm meine bedingungslose Leseempfehlung aus. Ein Buch, das sich hervorragend als Wochenendlektüre  anbietet - auf dem Sofa schmökern! 

 

Über die Autorin:

Clara Schönberg lebt an der holsteinischen Ostseeküste. Ihre Inspiration sind ihre Reisen, ganz besonders hat es ihr die vielschichtige Natur Islands angetan. Wenn sie nicht an einem Manuskript schreibt, genießt sie auch in Norddeutschland das Leben am Meer, zu Fuß und auf dem Pferderücken. (Quelle: Harper Collins)

Original-Klappentext:

Zwei große Liebesgeschichten, verbunden durch ein Tagebuch und das Schicksal der ersten Rentiere Islands

2024: Für die Liebe verlässt Lia ihre Heimat Hamburg und wagt einen Neuanfang auf Island. Sie muss für ihren neuen Job im Museum auf die Rentierfarm von Pers Familie ziehen. Das Landleben in dem kleinen Künstlerort Seyðisfjörður bringt seine Schwierigkeiten mit sich, und Per verhält sich zudem sonderbar. Als ein Vulkanausbruch die Existenz des Dorfes und der Rentierfarm bedroht und Per plötzlich verschwunden ist, setzt Lia alles daran, ihre Liebe zu retten, und gerät in einen Strudel, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart begegnen.

1771: Die junge Alva lebt mit ihrer Familie auf einer Farm im Süden Islands. Als die dänische Krone einen Rentiertransport auf die Insel schickt, um die hungernden Isländer zu unterstützen, begegnet Alva dem samischen Rentierhirten Máhttu, und eine verbotene Liebe entbrennt zwischen ihnen. Doch nichts kommt, wie es kommen soll und es scheint, als wäre Alva meilenweit von ihrem Happy End entfernt

 

 

 

 

Herzlichen Dank an netgalley DE und Harper Collins für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplares!

 

 

 

 

Mittwoch, Oktober 16, 2024

Wattlichter von Katharina Mosel

 

Veränderungen

Nele, Erzieherin in einem Kindergarten, ist gestresst und nahezu ausgebrannt. Die Arbeit erfüllt sie nicht mehr, ist nur mehr Belastung und Pflicht für sie. Wie gut, dass eine Ferienwoche bevorsteht. Doch es gibt gewisse Anlaufschwierigkeiten, denn Emma, eines der Kita-Kinder wird nicht abgeholt. Und Nele wird immer tiefer in die Geschichte gezogen - warum kann sie aber auch nicht 'nein' sagen? Nele wird klar, dass sie eine Auszeit braucht. Auch von ihrem Gatten Bert bekommt sie gerade nicht die nötige motivierende Unterstützung, denn er ist beruflich in ein Projekt eingebunden. Also macht sich Nele allein auf den Weg nach Sylt, um an der Nordsee ihre Gedanken frei pusten zu lassen und über ihr Leben im Ganzen nachzudenken.

Bereits nach den ersten gelesenen Seiten kann ich mich gut in die Protagonistin Nele hinein versetzen und mit ihr mit fühlen. Der Schreibstil macht süchtig, absolut authentisch und dabei vollkommen einfühlsam. Mir persönlich gefällt ein Buch, wenn mich die Geschichte mitnehmen kann und ich komplett in sie eintauchen kann, wenn dann noch die Charaktere den Weg in mein Herz finden, ist alles perfekt. Und genau dies ist hier der Fall, ich fiebere und empfinde mit Nele mit und begleite sie gerne durch die Story. Die Sprache, die die Autorin verwendet, ist angenehm und wunderbar fließend, da kann ich schön durch das Buch gleiten. Ihre Dialoge sprühen vor Lebendigkeit und reißen mich mit. Die Autorin schreibt gerne über Protagonistinnen Ü50 und das finde ich grandios. Sie ist dabei realistisch und hat den Finger stets am Puls der Zeit. Außerdem schafft Katharina Mosel es, mich zum Schmunzeln zu bringen. Die Lektüre ist mehr als unterhaltsam und erfrischend abweichend von 08/15-Lektüren und Chick-Lit.

Sehr gerne vergebe ich dem Roman seine wohlverdienten fünf Sterne von fünf möglichen Sternen und spreche ihm meine bedingungslose Leseempfehlung aus. Schon allein wegen des Traum-Schauplatzes Sylt ein absolutes Must- Read im Leseherbst 2024!

Kurzmeinung:

Unglaublich unterhaltsame und niveauvolle Geschichte

 

Über die Autorin:

Katharina Mosel ist eine echte Hamburger Deern. Aufgewachsen in Schleswig-Holstein, lebt und arbeitet sie heute in Köln.

In ihren Wohlfühlromanen nimmt sie ihre Leserschaft mit in ihre Heimat Norddeutschland, am liebsten auf ihre Lieblingsinsel Sylt.

Mut zur Veränderung ist das Thema, das die Autorin und ihre Figuren im besten Alter bewegt. Natürlich darf dabei die Liebe nicht zu kurz kommen.

Begleitet wird Katharina Mosel von einer pinkfarbenen Ente, die mittlerweile zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Sie erinnert die Autorin und ihre Figuren stets daran, dass es nie zu spät ist, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen.

Mehr Informationen zu Katharina Mosel finden Sie auf ihrer Webseite und in ihrem Newsletter, der Entenpost.(Quelle: amazon)

Homepage der Autorin

Original-Klappentext:

Sie ist Ehefrau, Mutter und Erzieherin. Aber was ist sie noch?

Die fünfundfünfzigjährige Nele ist nicht mehr glücklich. Sie fühlt sich ausgelaugt, jedweder Spaß in ihrem Leben scheint hinter ihr zu liegen. Ihr Mann Bert schlägt ihr eine Reise allein an die Nordsee vor und Nele entscheidet sich für Sylt. Sie verliebt sich in die Insel und möchte kurzerhand dableiben, ihrem Alltag entfliehen.

Bert fürchtet um seine Ehe und setzt Nele unter Druck. Sie lernt den Lebenskünstler Uwe kennen, der eine Hundeschule in Morsum betreibt. Er ermutigt sie, ihre Träume zu verfolgen: Hamburg den Rücken zu kehren und auf Sylt neu anzufangen. Doch dann will Bert plötzlich ebenfalls sein Leben auf den Kopf stellen ...

Eine Geschichte über den Mut, mitten im Leben den eigenen Weg zu verändern.

Katharina Mosel schreibt sich mit diesem Roman erneut auf ihre Lieblingsinsel Sylt, nimmt ihre Protagonisten und ihre Leserschaft mit auf eine spannende Reise mit viel Insel-Flair.

 

 

 

 

 

Herzlichen Dank an netgalley DE und Katharina Mosel für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplares!

 

 

 

 




Montag, Oktober 07, 2024

Tee auf Windsor Castle von Claire Parker

 


Betty und Kate

Kate wird von ihrer Freundin Zaira dazu überredet, Windsor Castle zu besuchen. Mehr widerwillig tut Kate der Freundin den Gefallen. Für den ganzen royalen Tamtam hat sie so gar nichts übrig und sieht den Hochadel mit seinen Privilegien eher als Verschwendung an. Die Größe des Schlosses überwältigt dann sogar Kate, aber mehr deshalb, weil die Führung so lange dauert. Doch Kate muss dringend die Toilette aufsuchen, unbemerkt setzt sie sich von der geführten Gruppe ab. Prompt verirrt sie sich und Upstairs-Downstairs-Gefühle überkommen sie in dem riesigen Bau. Unvermittelt trifft Kate auf ihrem Irrweg auf eine alte Dame, die sie zum Tee einlädt. Und den Weg zur Toilette zeigt die Dame ihr freundlicherweise auch noch. Beim Tee möchte die alte Dame alles über Kate erfahren und ein tiefgründiges Gespräch entsteht. Es geht um Klassenunterschiede im Königreich, Kates turbulentes Leben in finanziellen Nöten. Die alte Dame möchte übrigens Betty genannt werden, nicht Ma'am ...

Seit meiner frühesten Kindheit bin ich ein Fangirl und verfolge die Ereignisse in der Adelswelt. Ich schaue jede königliche Hochzeit im Fernsehen an und interessiere mich für alle Neuigkeiten, die ich erhaschen kann. Ich besuche sogar, die für mich erreichbaren, Schauplätze. Also war es absolut für mich klar, dass diese Geschichte eine Pflichtlektüre für mich wird. Und was soll ich sagen: ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil, ich wurde mit einer außergewöhnlichen, einfühlsamen Story belohnt, die sogleich in mein Herz eingezogen ist.

In ausdrucksstarker wie feiner Sprache und gespickt mit vielen Lieblingssätzen hat die Autorin Claire Parker ihren Roman verfasst. Mit überzeugenden Charakteren, die wunderbar miteinander harmonieren und einer dezent dosierten Prise Humor ist ihr die Geschichte dabei hervorragend gelungen. Exakt gesetzte Überraschungsmomente verzaubern und können bei mir als Leserin eine Gänsehaut erzeugen.

Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch seine wohlverdienten fünf Sterne von fünf möglichen Sternen und spreche ihm meine uneingeschränkte Leseempfehlung aus. Unabhängig von dem königlichen Flair, der sie überzieht, ist die Geschichte zauberhaft und unbeschreiblich schön. Absolut lesenswert und für mich ein Herzensbuch!

 

Über die Autorin:

Claire Parker ist Journalistin und glühende Verfechterin der Demokratie. Und doch kann sie ein Faible fürs Aristokratische nicht verhehlen. Wie jede Lady, die etwas auf sich hält, ist sie stolz auf ihre Rosen und auf ihre selbst gepflanzten Bäume, besonders natürlich auf die Maulbeerbäume, die hoffentlich so alt werden wie Shakespeares in Stratford-upon-Avon. Sie versteht ein wenig von Tee und hat selbstverständlich alle öffentlich zugänglichen Schlösser des Vereinigten Königreichs besucht. Dank einer deutschen Mutter ist sie zweisprachig aufgewachsen. »Tee auf Windsor Castle« ist ihr erster Roman. (Quelle: Hoffmann und Campe)

Original-Klappentext: 

 

Vom Zauber des Zufalls – und den wahren Genüssen im Leben

Als Kate sich entgegen ihrer Überzeugung zu einer Führung durch Windsor Castle überreden lässt, verläuft sie sich im Labyrinth der Flure des Schlosses. Welch Glück, dass sie in der Küche auf eine liebenswerte alte Dame namens Betty trifft, die sich erstaunlich gut im Schloss auskennt – und ihr in royalem Porzellan einen gepflegten Beuteltee serviert. Einen Tag und eine Nacht lang werden Kate und Betty zu Freundinnen, die die Welt durch die Augen der jeweils anderen neu entdecken und gemeinsam herausfinden, was im Leben wirklich zählt.

»Wir haben es immer gewusst: Sie war nie wirklich weg!« The Times

 

 

 

 

Herzlichen Dank an netgalley DE und den Hoffmann und Campe Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplares!

 

 

 

Dienstag, April 30, 2024

Das Kurhotel auf Norderney - Stürmische Zeiten von Claudia Schirdewan

Ausspannen auf Norderney

Auf Norderney herrscht im Sommer 1885 ein buntes Treiben, die Urlauber mischen sich unter das Inselvolk. Mit gemischten Gefühlen lassen die Einheimischen dies zu. Einerseits sind sie auf das Geld der Reisenden angewiesen, auf der anderen Seite jedoch sind sie misstrauisch und fühlen sich überrannt.

Jella hilft in der Praxis ihres Vaters Reik Geert, dem Inselarzt, mit. Verlobt ist sie mit Carl, dem Sohn der Krämer Jan und Anna Fissen. Vater und Tochter sind ein eingespieltes Team, hat doch Reik seine Tochter nahezu allein großgezogen. Jella lernt die kleine Evi im von der Diakonissin Margret geführten Marienheim kennen und spürt mit ihrem Gespür für kleine Herzen deren Geheimnis auf. Im Marienheim werden Kinder nach einer Erkrankung wieder aufgepäppelt, die gute Seeluft unterstützt dabei.

Elisa und Ferdinand Petersen sind die Kinder des Fischers Gottfried. Elisa unterstützt ihre Mutter Wilma, zu Hause, eine kleine Pension zu betreiben, um damit den Familienunterhalt aufzubessern. Sie träumt jedoch davon, eines Tages ein eigenes Hotel zu besitzen. Elisa und Jella sind beste Freundinnen.

Julius Berlund ist ein 20 Jahre junger Baumeister aus Köln, er soll sich auf der Insel von einer schweren Lungenentzündung erholen. Für seine Zukunft ist geplant, dass er den väterlichen Betrieb übernimmt.

Begegnungen können die Menschen und ihre Zukunft verändern - was wird geschehen ... ?

Die Insel Norderney wird durch die Autorin in den schönsten Farben geschildert: die weiten Strände, die Dünenlandschaft, das Wattenmeer. All das hat einen besonderen Platz im Roman. Ich kann es vor mir sehen und auch fühlen. Herrlich! Die Figuren, die die Autorin erschaffen hat, sind vielschichtig und ihr prächtiges Zusammenspiel beeindruckt mich zutiefst, alles fließt zu einem wunderbaren Gesamtbild zusammen. Spannend wie interessant erzählt Claudia Schirdewan ihre Geschichte, sie hat sie zudem flüssig und in wunderschöner Sprache geschrieben. Der Schreibstil der Autorin ist versiert gut, die Recherche ausgezeichnet und glanzvoll umgesetzt. Dieses Buch liefert Unterhaltung pur und ist für mich ein wahrer Pageturner, einmal begonnen mag ich nicht mehr mit der Lektüre stoppen. Überraschend in den Wendungen ist der Plot selbst. Die Figuren machen einiges durch und halten doch fest zusammen. Die Zeit ist wundervoll eingefangen von Claudia Schirdewan und schön wiedergegeben. Sie hat wirklich den Finger am Puls der damaligen Zeit und bringt die Atmosphäre gut und glaubwürdig rüber. Starke Gefühle, die ans Herz gehen, sind inbegriffen. Dies ist ein exzellenter Einstieg in die neue Reihe und ich möchte unbedingt wissen, wie die Saga weiter geht.

Von Herzen gerne vergebe ich dem historischen Roman seine wohlverdienten fünf Sterne von fünf möglichen Sternen und spreche ihm meine absolute Leseempfehlung aus. Leserinnen und Leser, die sich in das historische Norderney entführen lassen wollen und Nordsee-Luft schnuppern mögen, werden hier sicher nicht enttäuscht. Sich einfach treiben lassen und die Lesezeit genießen, das funktioniert bei der Lektüre hervorragend. Definitiv ist dies ein Herzensbuch für mich, ich vergebe gerne das Prädikat „absolut lesenswert“.

Kurzmeinung:

Starke Gefühle, brillant gestaltetes Milieu, großartig erzählt. Ein prächtiger erster Band der neuen Norderney Saga!


Über die Autorin:

Claudia Schirdewan lebt mit ihrer Familie in Everswinkel im Münsterland. Nach dem Abitur absolvierte sie eine kaufmännische und eine fremdsprachliche Ausbildung, später studierte sie nebenberuflich Kulturmanagement. Sie schreibt Geschichten, seit sie alle Buchstaben kennt und liebt es, ihre Figuren auf abenteuerliche Reisen durch die Vergangenheit zu schicken. (Quelle: Bastei Lübbe)

Original-Klappentext:

Band 1 der Reihe "Die große Kurhotel-Saga"

Norderney, 1885: Jella und Elisa sind seit Kindestagen enge Freundinnen. Während Jella in einem Kinderheim aushilft, unterstützt Elisa ihre Mutter beim Betrieb der eigenen kleinen Pension, um das Familieneinkommen der Fischersleute aufzubessern.

Doch ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als eine Reihe mysteriöser Vorfälle die Insel erschüttert. Denn Elisa hegt den Verdacht, dass Jellas Verlobter Carl etwas damit zu tun hat. Die junge Fischerstochter setzt alles daran, die Wahrheit aufzudecken. Währenddessen wachsen in ihr und dem jungen Baumeister Julius Berlund Träume von einem eigenen Hotel und einer gemeinsamen Zukunft. Werden die beiden Frauen ihre Träume verwirklichen können? 

beHEARTBEAT – Herzklopfen garantiert.


 

 

 

 

Herzlichen Dank an die Autorin selbst und die Bastei Lübbe Buchverlage für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars!

 

 

 

 


Mittwoch, April 24, 2024

Das Echo der Gezeiten von Rebekka Frank

 

Auf dem Grund

Das Buch nimmt uns in zwei Strängen mit, zum einen nach St. Peter, Anfang der 60er Jahre und zum anderen auf die Insel Borkum, hier in die Mitte des 17. Jahrhunderts. An beiden Schauplätzen treffen wir auf starke Frauen und natürlich auf die heimliche Hauptdarstellerin - die Nordsee. 

In St. Peter lernen wir Tilla Puls kennen, deren Passion das Meer ist. Bereits als kleines Mädchen zog Tilla am Steand umher und sammelte angespülte Trophäen, zu denen ihre Großmutter immer wieder geheimnisvolle Geschichten zu erzählen hatte.

Auf Borkum begegnen wir Nes, die hier gerade ankommt. 1633 ist es wirklich nicht leicht für eine Frau, ist sie nicht verheiratet, so wird sie wie Freiwild gejagt. Nur mit Mühe kann Nes mit ihrer Mutter zusammen über das Meer flüchten. Doch was wird sie an diesem anderen Ort erwarten? Nun also Borkum ...

Beide Frauen, Tilla und Nes, verbindet die Liebe zum Meer und eine große Kraft, die tief in ihnen steckt und mit der sie versuchen, ihr Leben allen Widrigkeiten zum Trotz zu meistern - in verschiedenen Zeiten gibt es unterschiedliche Schwierigkeiten ...

Es ist nicht das erste wunderbare Buch, mit dem mich die Autorin begeistern kann und ich kehre immer gern zu ihr zurück. Wieder einmal erzählt die Autorin ihre Geschichte in prächtiger und feiner Sprache und mit eindrucksvollem Schreibstil. Das Lesen des Buches ist wunderschön fließend. Ich liebe dicke Schmöker und komme hier gut mit dem Lesen voran. Die Figuren sind liebenswert und sympathisch und können mich für sich einnehmen. Ich fühle mich hervorragend unterhalten und genieße die Lesezeit. In dieses Buch kann ich hervorragend hineintauchen und mich durch die Geschichte treiben lassen. Der Lokalkolorit ist beeindruckend, ich sehe die Landschaften bildlich vor mir. Die verschiedenen Zeitebenen werden jede für sich hervorragend vertreten und machen das Lesen nur noch einmal interessanter. Die Atmosphäre ist stark fühlbar und atemberaubend.

So klar vergebe ich fünf Sterne von fünf möglichen Sternen und empfehle den Roman absolut weiter. Wer (Nordsee-) Geschichten liebt, die Geheimnisse beinhalten, liegt mit dem Buch genau richtig. Für mich ist dies definitiv ein Herzensbuch! Eine Geschichte, die mich sofort in ihren Bann zieht.


Über die Autorin:

Für Rebekka Frank steckt das Meer voller Geschichten. Wenn sie nicht gerade selbst in seinen Tiefen taucht, schreibt sie darüber. Sie hat Theaterwissenschaft und Germanistik studiert und lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund auf dem Land in Nordhessen. Auf Instagram und TikTok ist sie unter @rebekka.mit.k zu finden. (Quelle: S. Fischer Buchverlage)

 

Original-Klappentext:

Die wilde Schönheit der Nordseeküste, ein geheimnisvolles Schiffswrack und zwei Frauen, verbunden durch das Meer

St. Peter, 1955: Tillas Welt ist das Meer. Sie will nicht heiraten, sondern tauchen. Nicht eingeengt werden, sondern die Freiheit der Wellen spüren. Dabei entdeckt sie in der Tiefe der Nordsee ein altes Schiffswrack, von dem sich die Fischer seit Generationen Legenden erzählen. In Tilla wächst der unbändige Wunsch, seine Geheimnisse zu lüften.

Auf einer Nordseeinsel, 1633: Die junge Nes sucht mit ihrer Mutter in einem Beginenkonvent Zuflucht vor ihrer Vergangenheit. Doch bald wenden sich die Inselbewohner gegen die Frauen und gefährliche Anschuldigungen machen die Runde. Zeitgleich taucht am Horizont ein geheimnisvolles Schiff auf, das Rettung oder Verderben bedeuten könnte ...

»Wie der Sog des Meeres zieht einen dieses Buch in seinen Bann – bis man staunend vor dem Ende steht wie vor einem gehobenen Schatz.« Miriam Georg, Bestsellerautorin von »Elbleuchten« und »Das Tor zur Welt«




Herzlichen Dank an netgalley DE und die S. Fischer Buchverlage für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars!






Freitag, April 12, 2024

Unter dem Moor von Tanja Weber

Wölfe und Hirsche

Nina ist Ende Zwanzig, sie ist Ärztin an der Charité; nach der Corona Pandemie ist sie völlig ausgebrannt und hat ihre Lebensfreude verloren. Nachdem man ihr ein Sabbatical verwehrt, kündigt sie und unternimmt eine Auszeit im Stettiner Haff. Ihr Freund Jan unterstützt sie in allem, was sie von nun an unternimmt. Er selbst geht beruflich für drei Monate nach Toronto in das Hauptquartier seiner Medienfirma. Nina adoptiert die rumänische Straßenhündin Ayla, ein Unterfangen, dass sich als schwierig erweist. Auf dem Land blüht Ayla zwar sofort zusehends auf, aber ihr Jagdinstinkt wird auch geweckt. Auch Nina vergisst im Fischerdorf ihre dunklen Gedanken, obwohl ihr die hier lebenden Menschen nicht geheuer sind. Im Wald stößt Ayla auf ein altes Grab und buddelt menschliche Knochen aus. Nina entscheidet sich, den Fund zu melden.

Schnitt, im nächsten Kapitel wechselt der Erzählstrang ins Jahr 1936 und wir lernen die 14jährige Gine kennen. Sie soll ein Landjahr absolvieren. Für sie ist das verständlicherweise eine Katastrophe. Sie muss für acht Monate in ein Lager für „Arbeit und Erholung“. So sehr die Eltern auch versuchen sich zu widersetzen, Gine wird daran teilnehmen. So kommt Gine von Berlin nach Pommern. Eine harte, folternde Zeit beginnt.

In einem dritten Strang reisen wir in das Jahr 1979 und treffen auf Sigrun. Sie lebt in der DDR und möchte fliehen.

Natürlich gibt es eine Verbindung durch die Zeiten, die es zu erfahren gilt.

In einem atmosphärisch starken wie dunklen Setting erzählt die Autorin Tanja Weber ihre Geschichte. Es wabert unterschwellig stets eine unsichtbare Gefahr über allem – psychologisch ist dies hervorragend durch die Autorin inszeniert. Sie liefert eindrucksvolle Bilder und schildert zudem auch liebevoll und manchmal erschreckend Details. Der Schreibstil ist einzigartig gut, die Erzählstränge sind perfekt miteinander verwoben. Tanja Weber schreibt in schöner, fließender Sprache, die das Lesen angenehm macht. Sie bringt dabei großartige Gefühle rüber, die unter die Haut gehen und mich tief bewegen. Sie hat im Roman lebensechte Charaktere erschaffen, in deren Emotionen und Handlungen ich mich wieder finden kann. Ihre Figuren liefern starke und aufwühlende Reaktionen. Der Plot selbst ist mitreißend, überraschend wie beeindruckend. Dieses Buch ist ein Pageturner, bei dem ich mit dem Lesen nicht aufhören kann.

Von Herzen gerne vergebe ich dem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und spreche ihm meine absolute Leseempfehlung aus. Ein Roman mit eindringlich guten Szenen, und einer Geschichte, die mitreißt und unvergesslich bleibt.


Lieblingssatz: ''Das ist der Preis der Freiheit. Wenn Freiheit nichts kosten würde, dann wär sie auch nichts wert.''


Über die Autorin:

Früher hatte Tanja Weber großen Respekt davor, ein Buch zu schreiben. Doch seit sie einmal damit angefangen hat, kann sie nicht mehr aufhören: Aus einem Roman entstehen immer wieder Ideen für weitere. Sie ist eine Wandlerin zwischen den Welten, mit einer unbändigen Sehnsucht nach Veränderung, deshalb wagt sie sich immer wieder an neue Stoffe. Ihre Bücher handeln von Menschen, die sich etwas trauen, obwohl sie Angst haben, und sie erzählen von all den Zumutungen, denen wir im Leben ausgesetzt sind. (Quelle: Ullstein Buchverlage)

Original-Klappentext:

Drei Frauen, drei Leben, eine stirbt, eine rächt sich und eine kann sich retten

1936 wird die 14-jährige Gine zum Landjahr ans Stettiner Haff geschickt, wo endlose Weite Hoffnung verspricht und salzige Böden die Geheimnisse der Menschen hüten. Als sich dort ein Mann an Gine vergeht, schwört das Mädchen Rache und ahnt nicht, wie sehr es damit den Lauf der Zeit beeinflussen wird. Jahrzehnte später zieht sich die überarbeitete Berliner Ärztin Nina in die endlosen Weiten Mecklenburg-Vorpommerns zurück und macht einen erschreckenden Fund. Im geteilten Deutschland träumt die zwanzigjährige Sigrun vom Ausbruch aus den eng gesteckten Grenzen des DDR-Systems. Ihre Geschichte sickert mit dem Wasser des Haffs in den torfigen Boden, bis sie von Nina aufgespürt wird.




Herzlichen Dank an Vorablesen und den Ullstein Buchverlagen für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars!

 

 

 

Donnerstag, Februar 01, 2024

Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge von Anja und Michael Tsokos

 

Ostalgie


Eine Nachricht aus seiner Vergangenheit schreckt Heinz Labensky aus seinem eintönigen Leben im Altersheim auf, so sehr, dass er sich auf eine Reise begibt. Es ist seine erste Reise seit nun wohl zehn Jahren und es wird, wie er zumindest annimmt, auch die letzte seines Lebens werden. Er macht sich auf, um etwas über den Verbleib seiner Jugendliebe Rita zu erfahren, damals war sie urplötzlich verschwunden. Wird es ihm gelingen, Antworten zu finden?


Dieser Roman ist wie eine literarische Reise in die Vergangenheit. Die Reise, auf die wir Leserinnen und Leser uns begeben, steckt voller Nostalgie oder besser formuliert voller Ostalgie. Der Protagonist Heinz reist an die Ostsee, um schlussendlich auch seine eigene Vergangenheit aufzuarbeiten. Dabei trifft er auf viele Zufallsbekannschaften, die ihm helfen, die Reise zu bewältigen.

Voller Herzenswärme, mit gut pointiertem Witz ist dieses Buch geschrieben. Ich bin sofort bei Heinz und möchte mehr über ihn und sein Leben erfahren. Er ist ein vielleicht etwas sonderbarer und verschrobener Kauz, der sich in der modernen Welt nicht so gut auskennt, doch der das Herz auf dem rechten Fleck hat.

Der Schreibstil des Autoren-Ehepaares Anja und Michael Tsokos gefällt mir unglaublich gut. Es gibt, zu Heinz eigener Geschichte, einen tiefen, ehrlichen Einblick in die dunkle Seite der Historie der DDR. Wahre Stories um das Netz der Agenten und die Machenschaften der Stasi, spurlos verschwundene Menschen, verborgene Geheimnisse. Heinz' Weg ist auch der Versuch, einer Bewältigung eines Stücks ostdeutscher Geschichte. Sie können mich von der ersten bis zur letzten Zeile einfangen und mitnehmen. Die verwendete Sprache ist dabei angenehm wie anspruchsvoll. Das Buch sprüht vor Retro-Begriffen, an die sich nicht nur Heinz Labensky gerne erinnert. Seine Sehnsucht nach Erklärungen sowie seine Gefühlswelt sind hervorragend deutlich beschrieben. Ich fühle mich bei der Lektüre des Romans exzellent unterhalten, hier tauche ich gerne ein.


Von Herzen gerne vergebe ich dem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und spreche ihm meine absolute Leseempfehlung aus. Heinz Labensky auf seinem Weg ein Stück weit zu begleiten, macht einfach nur Freude. Die Welt aus seiner Sicht zu erlesen ist melancholisch und heiter zugleich.

Über die Autoren:

Anja Tsokos wurde in einem Land geboren, das es nicht mehr gibt. Zumindest gibt sie diese Antwort ihren Kindern, wenn die sie danach fragen. Sie kam im Jahr 1973 in Oschatz, Sachsen, zur Welt. Im Alter von sechs Jahren siedelte ihre Familie nach Moskau um, da ihre Eltern im diplomatischen Dienst der DDR tätig waren. Kurz vor der Wende kehrte die Familie in den ostdeutschen Teil Deutschlands zurück. Seit den 1990ern lebt Anja Tsokos in Berlin, wo sie den Rechtsmediziner Michael Tsokos kennenlernte, den sie 2010 heiratete. (Quelle: Droemer Knaur)

Prof. Dr. Michael Tsokos, 1967 in Kiel geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 ist er Direktor eines renommierten Berliner rechtsmedizinischen Instituts. Seine Bücher sind allesamt Bestseller und wurden bereits mit hochkarätiger Besetzung verfilmt. Mit dem Schauspieler Jan Josef Liefers ist er in der Doku-Reihe »Obduktion« bei RTL+ zu sehen. Weitere TV-Produktionen sind in Arbeit. (Quelle: Droemer Knaur)

Folgen Sie Michael Tsokos auf Instagram: @dr.tsokos

Webpage des Autoren: http://www.tsokos.de

 

Original-Klappentext

Ein kauziger älterer Herr, Geschichten über ein Land, das es nicht mehr gibt, und die Frage, ob ein Leben eher durch Wahrheit oder durch Fantasie gelingt. 

Gemeinsam mit seiner Frau Anja Tsokos erzählt Bestsellerautor Michael Tsokos in dem Roman »Heinz Labensky – und seine Sicht auf die Dinge« von der ehemaligen DDR. Wir tauchen ein in das Leben des liebenswerten Einzelgängers Heinz Labensky und begeben uns auf eine verschmitzte Reise durch die deutsch-deutsche Geschichte.

Heinz Labensky hat auch nach der Wende den Osten Deutschlands nie verlassen und sitzt in einem Seniorenheim die Zeit ab. Bis eines Tages ein Brief die Tristesse unterbricht und Licht ins Dunkel des größten Rätsels seines Lebens bringt: Das Verschwinden seiner Jugendliebe Rita. Er steigt in den Flixbus nach Warnemünde, um der Sache auf den Grund zu gehen. Auf der Fahrt animieren den mit blühender Fantasie gesegneten Labensky die verschiedensten Mitfahrenden zu einer Reise durch die eigene Vergangenheit und er erzählt eine haarsträubende Geschichte nach der anderen. Doch am Meer angekommen, muss Labensky eine Entscheidung treffen. Will er die Wahrheit erfahren und die Realität so akzeptieren, wie sie ist? Oder will er weiter in seiner selbst geschaffenen Fantasiewelt leben? 

»Vielleicht, dachte Labensky, war die Wahrheit überschätzt. Vielleicht war er ja doch nicht der einzige, der sich gelegentlich in Einbildungen oder Geschichten rettete. Vielleicht hatte ja jeder so seine Erzählungen auf Lager, um sich die Welt, die nicht leicht auszuhalten war, zurechtzubiegen. Luftschlösser brauchten keine Baugenehmigung, aber sie halfen einem, nicht die Hoffnung zu verlieren.«

SPIEGEL-Bestsellerautor Michael Tsokos hat sich für den Roman »Heinz Labensky – und seine Sicht auf die Dinge« erstmals mit seiner Frau Anja Tsokos zusammengetan. Gemeinsam erzählen sie eine Geschichte über die DDR – ein Land, das längst Geschichte ist: originell, warmherzig und mit einem Humor, der Menschen liebt!





Herzlichen Dank an Vorablesen und den Droemer Knaur Buchverlag für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

 

 

 

 


Montag, September 25, 2023

Die Hoffnung der Nebelkinder von Stefanie Gregg

 

Angstbewältigung für die Liebe


In ansprechendem Tempo erzählt die Autorin ihre Geschichte. Hauptfiguren sind dabei Lilith, ihre Mutter Ana und ihre ehemalige große Liebe Robert und dessen Sohn Aaron. Unfassbar brillant ist der Schreibstil der Autorin, sie kann mich mitreißen und ich versinke im Leben der Figuren.

Nachkriegsenkel, die ja Thema dieses Romans sind, sind „Personen, die durch während der NS-, Kriegs- und frühen Nachkriegszeit von ihren Eltern erlittene, unverarbeitete psychische Traumata indirekt traumatisiert wurden“. (Erklärung von Wikipedia). Diese Angst, die auch durch die Gene weiter vererbt werden kann, wird jedoch logischerweise erst verstanden, wenn die jüngere Generation erfährt, was in der Vergangenheit geschah und was die Eltern und Großeltern durchleben mussten. Eine gute Beziehung zwischen Mutter und Tochter, wird meiner Meinung nach, positiv beeinflusst, wenn beide Interesse am Leben der anderen haben. Doch dafür ist es notwendig, das Leben des anderen zu kennen. Für Lilith und Ana ist dies nicht so leicht, denn die Vergangenheit muss erst bewältigt werden. Lilith muss erst lernen, was Mutterliebe bedeutet nur dann kann auch sie selbst lieben.

Eindringlich und mit großen Gefühlen und ganz viel Herz schildert Stefanie Gregg die Annäherung der Hauptfiguren und die Bewältigung der Vergangenheit. Die Atmosphäre ist fühlbar und die Charaktere sind total authentisch und ich kann mich prima in sie hinein versetzen.

So gerne vergebe ich hier die wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und spreche dem Buch meine uneingeschränkte Leseempfehlung aus. Die Autorin kann mich mit jeder ihrer Geschichten beeindrucken und mitnehmen, auf eine Reise in die Welt der Figuren. Sie gehört für mich längst zu meinen Lieblings-Geschichtenerzählerinnen. Dieses Mal bin ich noch einmal mehr berührt, denn meine Großeltern und Eltern haben die Zeit des Krieges ebenfalls durchlebt. Meine Eltern sind Jahrgang 1925 bzw. 1930. Somit bin auch ich ein Nebelkind.

 

Über die Autorin:

Stefanie Gregg, geboren 1970 in Erlangen, studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften, worin sie auch promovierte. Nach Stationen in Medienunternehmen und als Unternehmensberaterin widmet sich die Autorin dem Schreiben. Mit ihrer Familie wohnt sie in der Nähe von München.

Im Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Mein schlimmster schöner Sommer“, „Der Sommer der blauen Nächte“ sowie „Nebelkinder“ und "Die Stunde der Nebelkinder" erschienen. (Quelle: Aufbau Taschenbuch Verlag)

 

Original-Klappentext:

Morgen sind wir uns wieder nah 

München, 1985: Als Lilith Robert kennenlernt, weiß sie: Er ist die Liebe ihres Lebens. Doch gezeichnet von den Traumata seiner Kindheit, entgleitet er Lilith immer mehr. Über Jahre verlieren sie sich aus den Augen, bis Robert plötzlich wieder vor ihrer Tür steht. Und mit ihm sein Sohn Aaron. Auch wenn Lilith nie Mutter werden wollte, sieht sie sich plötzlich mit Roberts Bitte konfrontiert, den 13-jährigen Jungen bei sich aufzunehmen. Doch kann sie überhaupt für ein Kind sorgen? Erst als Lilith gemeinsam mit Aaron und Robert eine Reise antritt, versteht sie ihre eigene Vergangenheit. 

Die berührende Geschichte einer Kriegsenkelin, die aus den Schatten der Vergangenheit heraustritt.

 

 

 

 

Herzlichen Dank an den Aufbau Taschenbuch Verlag und die Autorin persönlich für die freundliche wie überraschende Bereitstellung eines Rezensions-Exemplares!

 

 

 

 

Freitag, August 11, 2023

Koffer voller Briefe von Stefanie Gregg

 

Geheimnisvolle Briefe

Behutsam und gefühlvoll erzählt die Autorin Stefanie Gregg uns Lesern und Leserinnen die Geschichte von Elias. Die Charaktere sind dabei glaubwürdig und intensiv aufgebaut, nach und nach lernen wir sie alle kennen: da ist zuerst einmal Elias, er ist inzwischen 48 Jahre alt, er hat zwei Kinder Anna, 15 Jahre alt, und Leo, 11 Jahre alt. Die Mutter der kleinen Familie, Sabrina ist vor drei Jahren an schwerer Krankheit verstorben. Vor 30 Jahren hatte Elias eine kurze wie intensive Beziehung zu Isabella, die nun ebenfalls verstorben ist. Sie hinterlässt Koffer voller Briefe, alle sind an Elias adressiert und wurden doch nie abgeschickt. Diese Tatsache wirft Elias nun völlig aus der Bahn; sie lässt ihn darüber grübeln, ob er an Isabellas Tod eine Mitschuld trägt. Zumal Die Polizei ebenfalls versucht, sich ein Bild zu machen und Elias verhört hat. Normales Alltagsleben fällt zunächst schwer. Er droht weg zu driften. Warum hat Isabella all die Briefe geschrieben? Wie ist ihr Leben verlaufen? Was werden die Briefe über Isabella preisgeben? Fragen, die ich mir bei der Lektüre des Buches sofort stelle. Sogleich stecke ich mitten in der Geschichte und fiebere danach, das Geheimnis zu erfahren.


Der Schreibstil der Autorin ist ansprechend und beeindruckend. Die verwendete Sprache ist wunderschön und harmonisch. Gerne lese ich den Roman und lasse mich mitnehmen auf eine Reise in die Vergangenheit und sehe, wie Elias versucht, die Gegenwart zu erkennen und vor allem zu akzeptieren.

Von Herzen gerne vergebe ich hier wohlverdiente fünf von fünf möglichen Sternen und spreche dem Roman natürlich meine absolute Leseempfehlung aus. Das Buch ist die perfekte Lektüre für ein entspanntes Lese-Wochenende. Ich wurde prächtig unterhalten und habe die Figuren gerne in mein Herz gelassen. Dieser Roman basiert übrigens, wie die Autorin verrät, auf einer wahren Geschichte. Ich bin schon seit dem Buch ''Duft nach Weiß'' ein großer Fan und liebe den Schreibstil der Autorin, sie kann mich jedes Mal aufs Neue begeistern und mitnehmen und lässt mich fort träumen! 

 

Über die Autorin:

Stefanie Gregg, geboren 1970 in Erlangen, studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften. Sie promovierte über „Das Lachen“.

Nach Stationen bei Bertelsmann und A.T.Kearney ist sie heute Autorin und freie Lehrbeauftragte.

Stefanie Gregg schreibt Romane, Kriminalromane und Kurzgeschichten, die mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet wurden.

Mit ihrer Familie wohnt die Autorin in der Nähe von München.

Sie ist Mitglied im PEN Berlin. (Quelle: amazon)

Original-Klappentext:

Eine Frau und eine große Liebe.
Ein Tod und ein Neuanfang.

Koffer voller Briefe haben sie gefunden, erklären zwei Polizisten dem erstaunten Elias.
Alle an ihn gerichtet. Geschrieben jeden Tag seit dreißig Jahren von einer Frau, die ihn liebte. Und die gestorben ist, ohne ihn je wiedergesehen zu haben, nachdem er sie als Achtzehnjähriger nach einer kurzen Beziehung verlassen hatte.

Elias begibt sich auf die Suche nach dem Leben dieser Frau, und damit auch auf die Suche nach sich selbst.

 

 

Weitere (gerade aktuelle) Bücher der Autorin:


 

Nebelkinder - der dritte Teil der Trilogie erscheint demnächst (19. September 2023).












Herzlichen Dank an die Autorin persönlich für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.






Mittwoch, Februar 01, 2023

Schottischer Honig von Pippa Arden

 


Pläne ändern sich


Der Tag verläuft überhaupt nicht wie ursprünglich geplant für Nikki Peters. Im Büro bekommt sie nicht den erhofften Auftrag, ein großes Krimi Festival zu organisieren und dann ertappt sie ihren Freund in flagranti mit einer anderen im Hotelbett. Kurzerhand ändert sie ihre Urlaubspläne und reist statt nach Irland, der Heimat ihres nunmehr Ex-Freundes, nach Schottland. Nicht ganz uneigennützig versucht sie dort die Bekanntschaft zu einem berühmten Autoren aufzunehmen. Kann Nikki sich endlich behaupten und ihr Leben in die richtige Bahn bringen?



 

In wunderschönem Stil erzählt die Autorin die Geschichte der Nikki Peters. Eine Frau, die offen und charmant ist, aber beim Umsetzen ihrer Ziele schnell mal einknickt, weil ihre Freundlichkeit siegt. Herrlich ist ihre Entwicklung zu sehen. Die Figuren sind perfekt ausgefeilt und sie fügen sich harmonisch zu einem Ganzen zusammen. Ist das Buch ein Pageturner? - Unbedingt, denn ich mochte es gar nicht mehr aus den Händen legen! Die Ecken und Kanten der Protagonisten verbinden sich im Roman mit ganz viel Herz. Der Twist, den es zu bewältigen gilt, ist unsagbar gut dargestellt. Die sprachlich gezeichneten Landschaftsbilder Schottlands sind einzigartig. Die Farben, Gerüche, die Charaktereigenschaften der Menschen, kann ich nahezu fühlen. Pippa Ardens Schreibstil gefällt mir sofort, hier stimmt einfach alles und begeistert mich total. Sie schafft es, mich in den Sog der Geschichte zu ziehen. Die Sprache, die die Autorin verwendet, ist frisch, ansprechend und modern. Mein heimlicher Star ist der Golden Retriever 'Watson', der ein extrem gutes Näschen für ehrliche, gute Menschen beweist.

Meine Bewertung sind unbedingt fünf von fünf möglichen Sternen, dieses Buch hat mich begeistert und in seine Faszination gezogen und deshalb erhält es meine absolute Leseempfehlung. Ein gemütliches Lesewochenende ist hier garantiert: Große Gefühle, herrliches Ambiente, mitreißende Geschichte. Was kann einem Leserherzen mehr geboten werden!

Fazit:
Liebevolle Charaktere vereint in einem wunderbaren Plot, der das Herz tief bewegt.

 

Über die Autorin:

Pippa Arden schreibt Herzgeschichten fürs Kopfkino. Die Berlinerin ist gelernte Buchhändlerin, hat englische Literatur studiert, liebt britische Teatime (Scones mit Erdbeermarmelade!) und hat eine Schwäche für Männer im Schottenrock.

Bei dotbooks veröffentlicht sie »Der kleine Laden der großen Träume« und »Schottischer Honig«.

Mehr über die Autorin und ihre aktuellen Projekte im Internet:
Website/Blog: pippaarden.net/
Instagram: instagram.com/pippaarden/
Pinterest: pinterest.de/PippaArden/

(Quelle: dotbooks)

Original-Klappentext:

Herzklopfen an einem der schönsten Orte der Welt: Der gefühlvolle Liebesroman »Schottischer Honig« von Pippa Arden jetzt als eBook bei dotbooks.

Warum geht eigentlich immer alles schief? Nikki hat die Nase voll: Erst fällt ihre Beförderung flach, und dann stellt sich auch noch heraus, dass ihr Freund es mit der Treue nicht so ernst nimmt … Was sie jetzt braucht, ist eine Auszeit – also bucht Nikki kurzentschlossen einen Flug nach Schottland. Zu ihrer eigenen Überraschung verliebt sie sich dort Hals über Kopf in den kleinen Küstenort Pipsby, die herzliche Dorfgemeinschaft, die etwas verstaubte, aber traumhafte kleine Buchhandlung … und vielleicht auch in den charmanten Bestsellerautor, der hier zurückgezogen lebt? Nikki ahnt, dass es wahrscheinlich besser für sie wäre, dem melancholisch wirkenden Duncan nicht zu nahe zu kommen – denn aus einem Urlaubsflirt kann wohl kaum die große Liebe werden. Oder darf sie es wagen, ihrem Herzen zu folgen?

Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der romantische Roman »Schottischer Honig« von Pippa Arden ist ein turbulentes Lesevergnügen für alle Fans von Mina Teichert und Julie Caplin. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks – der eBook-Verlag.

 

 

 

 

 

 

Herzlichen Dank an dotbooks für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares. Eine Lektüre, die ich sehr genossen habe! 

 

 

 

 

Samstag, Oktober 01, 2022

Klaus muss raus von Maiken Brathe

 

Pläne schmieden und in die Tat umsetzen


Die knapp 60jährige Edith ist seit etwas über einem Jahr verwitwet. Ihr fast 40jähriger Sohn Klaus lebt noch bei ihr im Haus, im Hotel „Mama“ sozusagen. Klaus versucht mehr und mehr in die Rolle des Vaters zu schlüpfen. Wie kann Edith ihn loswerden? Nach dem Tod ihres Mannes Heinz hat sich Edith zunächst einmal einen Herzenswunsch erfüllt und sich einen Hund angeschafft, den Pudel Paulchen. Mit ihm unternimmt sie Ausflüge in den städtischen Wald und lernt Hund und Leute kennen. Sie freundet sich mit Kim an, die ihr mit Rat und Tat zur Seite steht und Lebenshilfe in wichtigen Fragen leistet. Doch von sich selbst gibt Kim nur wenig preis. Sie schmieden gemeinsam Pläne, Klaus loszuwerden!


Schon nach den ersten gelesenen Seiten stecke ich total in der Geschichte drin und mein Leserinnen-Herz öffnet sich weit für die Protagonistin Edith. Ich muss sie einfach lieben und dabei auch den kleinen Pudel Paulchen. Die Charakteristik dieser Figur ist der Autorin Maiken Brathe wunderbar gelungen. Eine Frau, alles anderer als verwöhnt von ihrem bisherigen Leben, nabelt sich ab und will neu starten, dabei ist sie offen für alles Neue. Die Zufallsbekanntschaften, auf die Edith trifft, sind herrliche Randfiguren, die Geschichten zu ihnen mal lustig, mal skurril, tiefgründig und vor allem nie langatmig. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ausnehmend gut, sie packt wichtige Informationen auch mal gerne in Nebensätze versteckt. Das gefällt mir! Die Sprache ist modern, frisch und lebendig. Die Figur der Kim ist geheimnisvoll, eine patente Frau, die immer Rat weiß, liebenswert und gleichzeitig mysteriös, sie ist pfiffig und charmant. Einfach nur perfekt geschrieben! Das Tempo der Autorin ist rasant und wir LeserInnen erfahren unheimlich viel, doch die Geschichte ist ebenfalls tiefgründig und steckt voller Symbolik, weshalb ich mir beim Lesen Zeit genommen habe, so dass ich nichts verpasse.


Von Herzen gerne vergebe ich diesem kurzweiligen Roman fünf wohlverdiente Sterne von fünf möglichen Sternen und spreche ihm meine absolute Leseempfehlung aus. LeserInnen erwarten vielschichtige Figuren und ein wunderbar arrangierter Plot. Eine bezaubernde Geschichte, die sich für ein Lese-Wochenende auf dem Sofa anbietet.

 

Über die Autorin:

Maiken Brathe ist 1970 in Hamburg geboren und wuchs auf dem platten Land auf. Sie studierte Germanistik, Journalistik und Politische Wissenschaften. »Life can be a b witch« – der Weg zur Schriftstellerei war ver­­­hext, aber inspirierend für erste Essays und Glossen für die Zeitschrift »mobil« der Deutschen Rheumaliga sowie Kurzgeschichten in Literaturzeitschriften und Anthologien. Neben Maiken Brathes Debütroman »Tilda« erscheint 2021 ein Sachbuch über die Sterbebegleitung ihrer Mutter (»Leg schon mal die Handtücher auf die schönsten Wolken«, Adakia). Als bekennendes Nordlicht lebt sie in der Nähe von Marsch und Elbe in Elmshorn und fotografiert Menschen und Schafe »op’n Diek«.

 Gewinnerin u.a. des Uli-Horn-Preises 2008, Preisträgerin des Edgar-Stene-Prize 2018.

 Website: http://maikenbrathe.com/

 (Quelle: Ulrike Helmer Verlag)


Original-Klappentext:

Edith (59) ist frisch verwitwet – und glücklich. Endlich Zeit, ihre Träume zu erfüllen: einen Führerschein machen, ein eigenes Konto eröffnen, ans Meer fahren mit Pudel Paulchen – ohne dass ihr Mann sie maßregeln und bevormunden kann. Doch da ist noch … 

… Ediths Sohn Klaus (39). Der macht ihr das Leben schwer, weil er die Attitüden seines Vaters nahtlos übernimmt, und das Schlimmste: Klaus denkt nicht im Traum daran, das mütterliche Nest zu verlassen.

Bei einem Spaziergang mit ihrem Hund lernt Edith die Eigenbrötlerin Kim kennen. Gemeinsam schmieden die beiden Frauen Pläne, den späten Vogel aus dem Nest zu scheuchen. Hilfe kommt auch von weiteren Hundemenschen, denn Hundemenschen halten zusammen. Je kurioser der Plan, desto vielversprechender erscheinen die Erfolgschancen: Von Hausarbeitsstreik über Verkupplungsversuche bis hin zu Kidnapping wird alles versucht. Leicht fällt das Edith nicht, die hin- und hergerissen ist zwischen Freiheitswunsch und Mutterliebe. Als wäre das alles nicht genug, stellt Kim ihre Welt auch noch auf den Kopf, denn eigentlich steht Edith, so dachte sie, doch gar nicht auf Frauen.

 

 

 

 

 

 

 

Herzlichen Dank an den Ulrike-Helmer-Verlag und an Lovelybooks für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars, im Rahmen einer Lese-Runde!

 

 

 

Dienstag, September 06, 2022

Die Stewardessen. Eine neue Freiheit von Svea Lenz

 

Der Traum vom Fliegen

Hamburg im Jahre 1954. Nachdem der Krieg vorüber ist, erwarten die Männer ihre gewohnten Positionen zurück, so wie es vor der Kriegszeit war. Die Wünsche und Träume der Frauen haben keine Priorität. Doch die junge fast 21jährige Margot Frei erwartet sich mehr von ihrem jungen Lebens, sie will andere Länder sehen, sich behaupten, einen Beruf haben, der sie erfüllt. Und nicht als Sekretärin in einer Werft versauern und schon gar nicht von angetrunkenen Männern im Alsterpavillon als Freiwild betrachtet werden. Als sie im Frauenmagazin "Constanze" eine Stellen-Anzeige der Lufthansa entdeckt, die Fluggesellschaft befindet sich gerade im Aufbau, ist ihr Plan ausgeheckt. Sie bewirbt sich und wird eingestellt! Margots persönlicher Traum kann beginnen.

 

 

 

Der Autorin ist es sogleich glückt mich einzufangen und mit zu nehmen in eine beschwingte Zeit, die abwechslungsreicher nicht sein könnte. Der Schreibstil ist modern und anregend spritzig, damit beeindruckt mich die Autorin Svea Lenz unmittelbar. Die Sprache im Roman ist frisch und zeitgemäß, vor allem aber sind die Dialoge lebendig und glaubwürdig. Die Geschichte um die Hauptperson Margot ist genial gesponnen. Margot ist mir sofort sympathisch und ich möchte, dass sie ihre Ziele erreichen kann, dass sie dabei durchaus auch mal unkonventionelle Wege einschlägt, macht die Story nur noch anregender und spannender für mich als Leserin. Gefühle werden natürlich auch prima in Szene gesetzt und die junge Frau Margot geht damit hervorragend und bestimmt um.

 

So klar vergebe ich hier die mehr als wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und spreche dem Roman meine uneingeschränkte Leseempfehlung aus. Locker und leicht erzählt von der Autorin finde ich mich schnell im Hamburg der 50er Jahre ein. Der jungen Protagonistin Margot Frei folge ich nur zu gern und erlebe mit ihr eine aufregende Zeit, voller Turbulenzen und Geheimnissen, die es zu wahren gilt. Ein hervorragendes Buch über das Frauenbild der damaligen Zeit, über Selbstverwirklichung und die Durchsetzungskraft einer fabelhaften jungen Person. 

Am 09.11.2022 wird der zweite Teil „Die Stewardessen. Bis zum Horizont“ erscheinen und darauf freue ich mich bereits jetzt riesig!

 

Über die Autorin:

Svea Lenz ist ein Pseudonym der erfolgreichen Autorin Nicole C. Vosseler, die ihre Leser*innen gerne in fremde Welten und vergangene Zeiten entführt. Sie hat Literaturwissenschaften und Psychologie studiert und lebt am Bodensee. Wenn sie nicht gerade an einem ihrer Romane arbeitet, reist sie am liebsten mit der Kamera um die Welt.

Weitere Infos unter: www.svea-lenz.de

 (Quelle: penguinrandomhouse)

 

Original-Klappentext:

Margot Frei will hoch hinaus – als Stewardess bei der neu gegründeten Lufthansa.

Hamburg 1954. Margot Frei träumt davon, die Welt zu entdecken und die kleinbürgerliche Enge im Nachkriegsdeutschland hinter sich zu lassen. Da liest sie eine Anzeige der neu gegründeten Lufthansa: Stewardessen gesucht! Margot ist fest entschlossen, diese Gelegenheit zu nutzen. Gemeinsam mit Hunderten anderer junger Frauen nimmt sie am Auswahlverfahren teil – und ergattert einen der heiß begehrten Plätze im allerersten Lehrgang für Flugbegleiterinnen. Schon bald erhebt sich Margot zusammen mit neuen Freundinnen und erbitterten Konkurrentinnen in die Lüfte. Immer an ihrer Seite: der junge Pilot Claus Sturm …

 

 

 

 

Herzlichen Dank an das Bloggerportal vom PenguinRandomhouse für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars!

 

 

 

Freitag, April 29, 2022

Mit dir ist alles schöner von Kristina Günak

 

 Lebens-Fragen

 

Für die 38jährige Franziska kommt es in nur 24 Stunden wirklich knüppeldick. Ein sicher geglaubter Werbeauftrag geht an eine andere renommiertere Firma als die ihre, obwohl sie die gesamte Vorarbeit bereits geleistet hat. Ihr Freund trennt sich von ihr, somit sitzt sie quasi auf der Straße. Am nächsten Morgen erreicht sie ein Anruf, der weitere schlechte Nachrichten parat hat: ihr Vater ist plötzlich und völlig überraschend verstorben. So macht sich Franziska auf den Weg von Hannover an die Ostsee, zu dem Campingplatz ihres Vaters. Eigentlich möchte sie schnellstmöglich wieder zurück in die Großstadt, doch das ist nicht so einfach, denn auf dem ?Platz gibt es enorm viel zu tun, so herunter gewirtschaftet ist er. Einfach verkaufen ist unmöglich. Für Franziska ändert sich alles im Leben und sie beginnt sich selbst Fragen zu stellen, was will sie, was ist wichtig für sie?


Einfühlsam, ungeheurer gefühlvoll, so erzählt die Autorin die Geschichte der Franziska. Die Charaktere sind brillant entworfen und gekonnt umgesetzt. Sie stecken allesamt voller Blut und Leben und ich leide und lache so gerne mit ihnen mit. Die Sprache der Autorin ist ansprechend und fließend, das macht das Lesen unterhaltsam und es geht mir so leicht von der Hand. Der Wohlfühlfaktor wird hier ganz groß geschrieben und Wendungen sind fein gesetzt.


Von Herzen gerne vergebe ich hier die Höchstpunktzahl, nämlich wohlverdiente fünf von fünf möglichen Sternen. So klar spreche ich dem Buch meine absolute Leseempfehlung aus. Die Autorin Kristina Günak gehört zu meinen absoluten Lieblingen und ich fiebere jedes mal einem neuen Buch, aus ihrer Feder stammt, entgegen.


Über die Autorin:

Kristina Günak wurde 1977 in Norddeutschland geboren. Nachdem sie jahrelang als Maklerin arbeitete, ist sie heute als Mediatorin und systemischer Coach tätig. 2011 erschien ihr erster Roman, und seither hat sie sich mit ihren humorvollen Büchern unter Liebesromanleserinnen einen Namen gemacht. Sie schreibt auch unter dem Pseudonym Kristina Steffan. (Quelle: Bastei Lübbe)


Original-Klappentext:

Nachdem Franziska vor vielen Jahren aus der Enge ihres kleinen Heimatdorfes in die Großstadt flüchtete, ist sie nicht einmal zurückgekehrt. Nun steht sie hier, an der Ostseeküste, auf dem Campingplatz, den sie nach dem Tod ihres Vaters geerbt hat. Eigentlich will sie so schnell wie möglich wieder weg, doch der Platz ist zwar idyllisch, aber völlig marode und damit unverkäuflich. Auch die Camper sorgen sich um ihr geliebtes zweites Zuhause. Da hilft nur eines: gemeinsam die Ärmel hochkrempeln – unterstützt von Erik, dem schweigsamen Elektriker, der Franziska immer wieder aus der Patsche hilft. Und plötzlich fragt sie sich: Wo gehöre ich hin? Und was will ich wirklich vom Leben?

 

 

 

 

 

 

Herzlichen Dank an NetGalley Deutschland und die Bastei Lübbe Buchverlage für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars!

 

 

 

Mittwoch, März 30, 2022

Wo die Wölfe sind von Charlotte McConaghy

Das Rudel


Inti Flynn ist eine Biologin, die sich sehr für das Wohl der Wölfe engagiert. Sie reist zusammen mit einem Team nach Schottland, um dort wieder Wölfe anzusiedeln. Seit ihrer Kindheit leidet Inti an einer Erkrankung, die sich Berührungs-Synästhesie nennt, es handelt sich bei ihr um eine neurologische Fehlbildung. Denn Inti kann den Schmerz anderer Lebewesen nachempfinden, auch von den Wölfen. Diese Störung ist für ihren Beruf jedoch auch eine große Hilfe, denn sie weiß genau, was die Wölfe brauchen.


 

Die Autorin hat mich überrascht mit ihrem Schreibstil und gleichzeitig zutiefst beeindruckt. Mit der Geschichte und ihren Figuren konnte sie mein Herz berühren, sie wird für immer in mir nachhallen. Dieses Buch ist voller starker Sätze, es ist nicht leicht geschrieben, sondern die Sprache ist erwählt und hoch anspruchsvoll. Die Hauptfigur Inti Flynn ist wunderbar gezeichnet und vor allem ist sie zu jedem Zeitpunkt glaubwürdig und lebensecht. Die Geschichte fasziniert mich auffallend und die Autorin kann mich von Zeile eins bis zum Ende mitnehmen. Der Plot ist hervorragend angelegt und mit guten Twists versehen, das Verhältnis der Zwillingsschwestern Inti und Aggie ist dabei wunderbar akzentuiert. Ich werde die gesamte Lektüre über ausgezeichnet unterhalten. Das Verhalten der Wölfe ist eindrucksvoll beschrieben und ich liebe die Szenen, Wölfe finde ich seit jeher atemberaubend und fesselnd. Wie schön muss es sein, mit ihnen arbeiten zu dürfen und sie aus der Nähe zu erfahren.


So klar bewerte ich das Buch mit fünf wohlverdienten von fünf möglichen Sternen, es erzielt also die volle Punktzahl.Selbstverständlich spreche ich dem Roman meine uneingeschränkte Leseempfehlung aus. Der Leser und die Leserin werden von einer wortgewaltigen Poesie erwartet, die Geschichte wird jeden beeindrucken und sprüht nur so vor Natur (Flora und Fauna) und deren benötigten Schutz, ganz besonders der gefährdeten Arten. Denn ein Nichtstun würde uns alle mit immensen Auswirkungen hart treffen.

 

Über die Autorin:

Charlotte McConaghy, Jahrgang 1988, hat irisch-schottische Wurzeln und wuchs in Australien auf. Ihre Passion für die Natur und Tierwelt und ihre Erschütterung über die Auswirkungen des Klimawandels inspirierten sie zu »Zugvögel«, ihrem literarischen Debütroman, mit dem sie den internationalen Durchbruch erreichte. Sie hat einen Abschluss als Drehbuchautorin der Australian Film Television and Radio School. McConaghy lebt heute in Sydney. (Quelle: Fischer Verlage)

 

Original-Klappentext:

Der neue New York Times-Bestseller von der Autorin von ›Zugvögel‹

Inti Flynn kommt nach Schottland, um Wölfe in den Highlands wiederanzusiedeln. Als Wissenschaftlerin weiß sie, dass die wilden Tiere die einzige Rettung für die zerstörte Landschaft sind. Als Frau hofft sie auf einen Neuanfang. Sie ist nicht mehr die, die sie einst war, hat sich von den Menschen zurückgezogen. Denn die Wolfsbiologin besitzt die seltene Fähigkeit, Gefühle von anderen Lebewesen körperlich nachzuempfinden. Als ein Farmer tot aufgefunden wird und eine Hetzjagd auf ihre Tiere beginnt, muss sie sich ihren Ängsten stellen: Ist der Wolf oder der Mensch die Bestie in den Wäldern? Und wird sie je wieder menschliche Nähe zulassen können – oder von der Wildnis verschlungen werden, die sie retten will?

»Wo die Wölfe sind« ist die fesselnde Geschichte über die bedrohten Orte und Geschöpfe unserer Erde und die Macht der Empathie.

»Ein Buch mit tiefer Liebe zur Natur, sehr spannend und bewegend!« Elke Heidenreich über ›Zugvögel‹ 

»Eine kraftvolle Meditation über Menschlichkeit, Natur und die tierischen Instinkte, die in uns allen lauern. Nach Zugvögel ist Wo die Wölfe sind ein weiterer Triumph für einen neuen Romanstar, der uns eine Welt erschafft, in der wir uns verlieren wollen.« BookPage

»Weit mehr als ein altes Wolfsmärchen. Wo die Wölfe sind veranschaulicht, wie es ist, ein Außenseiter zu sein – aus menschlicher wie aus tierischer Sicht – und wie viel Heilung und Akzeptanz es von innen heraus braucht, um angenommen zu werden und sich selbst anzunehmen.« Electric Literature

»Absolut fesselnd! Charlotte McConaghy hat wieder einmal eine Welt geschaffen, in der wir Vertrauen und Angst, Menschlichkeit und Natur in Einklang bringen müssen.« Washington Independent Review of Books

»Ein mitreißender Roman, der die komplexen Beziehungen zwischen Menschen und den Geschöpfen erforscht, mit denen wir die natürliche Welt teilen.« Newsweek


 

 

 

 

Herzlichen Dank an NetGalley Deutschland und die Fischer Verlage für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars!

 

 

 



Samstag, März 19, 2022

Die wundersame Reise der Bienen von Katja Keweritsch

Bienenstiche


An ihrem letzten Abend eines wundervollen Urlaubs in Nizza macht Christopher Anna einen Heiratsantrag. Die beiden hatten eigentlich vor, ohne Trauschein auszukommen. Das Ambiente ist herrlich, romantisch und exklusiv,  Christophers Worte allerdings klingen eher pragmatisch. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Anna die Antwort erst einmal schuldig bleibt. Morgen ist auch noch ein Tag. Die Rückreise verläuft dann allerdings alles andere als es geplant war. Anna bekommt eine Panikattacke als sie bereits in der Maschine ist. Sie beschließt,  wieder auszusteigen, an einen Rückflug ist jetzt nicht zu denken. Christopher muss jedoch dringend aus geschäftlichen Gründen zurück nach Deutschland. Wie kommt Anna nun zurück? Über eine Mitfahrzentrale findet sie den Imker Harm, mit ihm fährt sie zu ihrer nächsten Station einer langen Reise (auch auch sich selbst).


 

Die Journalistin und Autorin Katja Keweritsch legt einen unglaublichen schönen Debütroman vor. "Die wundersame Reise der Bienen" sprüht nur so vor positiven Gedankengängen und liefert einen Einblick in die Seele und ihre Reaktionen auf die gesamte Gesundheit des Menschen. Zwar vorrangig hier aus dem Leben der Hauptperson Anna, doch lassen sich Erkenntnisse auf uns alle übertragen. Was passiert, wenn wir unglücklich sind, hören wir genug in uns hinein? Anna durchläuft einen Prozess zu sich selbst- in dem malerischen Ambiente des sommerlichen Frankreichs. Die Figuren sind herrlich konstruiert und exzellent umgesetzt von der Autorin. Die Geschichte selbst ist wie ein Märchen, das doch genauso passieren kann. Ich fühle mich zu jedem Zeitpunkt des Romans brillant unterhalten. Gerne fiebere ich mich durch das Geschehen und leide und freue mich mit den Figuren mit. Eine literarische Reise, auf deren Tour mein Leserherz automatisch mit Sonne aufgefüllt wird.


Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch mehr als wohlverdiente fünf Sterne bei fünf möglichen Sternen und spreche ihm meine uneingeschränkte Leseempfehlung aus. Hier lernt der Leser und die Leserin fürs Leben und verbringt zudem eine bezaubernde Zeit im bildschönen Frankreich.

 

Über die Autorin:

Katja Keweritsch ist Ethnologin und Journalistin. Sie ist in einem friesischen Dorf aufgewachsen, von dem aus es sie schon früh in die Welt zog. Neben Köln und Hamburg studierte sie in Los Angeles und lebte zeitweise in Mumbai und auf Sansibar. Heute wohnt sie mit ihrer Familie an der Elbe. In ihrem Debütroman »Die wundersame Reise der Bienen« schreibt sie über die Liebe und darüber, wie wichtig es ist, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren. (Quelle: PenguinRandomhous) 

Webpage der Autorin: Link

 

Original-Klappentext:

Anna hat ihren Urlaub an der sonnigen Côte d’Azur gerade beendet und will zurück nach Hamburg reisen. Als sich die Türen des Flugzeugs schließen, hat sie eine Panikattacke und verlässt fluchtartig die Maschine. Wie soll sie jetzt nach Hause kommen? Bus und Bahn scheiden aus, denn auch dort wäre sie eingesperrt und könnte nicht jederzeit aussteigen. Schließlich registriert sie sich bei der Mitfahrzentrale - und lernt Harm kennen. Er ist auf dem Rückweg von Südfrankreich nach Kiel. In seinem Gepäck: Bienenköniginnen. Er nimmt Anna mit und gemeinsam machen sie sich auf zu einem emotionalen Roadtrip, der völlig anders endet als erwartet.

 

 

 

 

 

 

 Herzlichen Dank an das Bloggerportal vom PenguinRandomhouse für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars!

 

 

 

 




Sonntag, Februar 06, 2022

Unter dem Schnee von Katrin Burseg

 

Abgeschnitten

Wir befinden uns im Jahr 1978, Luise Emilia Katharina Gräfin von Schwan, Patriarchin des Guts sowie der Baumschule Schwanenholz, ist tot. Der Zeitpunkt ist zwar denkbar ungünstig, kurz vor Weihnachten, doch gibt es für einen Abschied überhaupt den richtigen Zeitpunkt? Luise ist friedlich beim Nachmittags-Tee entschlafen. Für sie sicher schön, nach einem erfüllten Leben, doch die Hinterbliebenen, sie leiden? Die 72jährige Isa, Köchin im Herrenhaus, trauert. Und ebenso Carl, der Neffe der Verstorbenen, ist zerwühlt. Was dann über die Trauergemeinde hereinbricht, ist unvorstellbar erschütternd, für alle Beteiligten. 



Die Idee ist an sich schon genial, eine Familie wird wetterbedingt von der Außenwelt ausgegrenzt und muss sich zwangsweise den aufkommenden Problemen stellen und sich mit ihnen auseinandersetzen. Die Autorin hat dies fulminant gelöst! Ausdrucksstark und in wunderschöner, prächtig gestalteter Sprache erzählt die Autorin diese eindringliche Familiengeschichte. Die einzelnen Sätze sind teilweise mit Poesie versetzt und das Lesen bringt mir ungeheuren Spaß. Dieses Buch sprüht nur so vor Lieblingssätzen. Auch wenn die Stimmung zu Beginn wegen des Trauerfalls gedämpft ist, so bietet der Text auch immer wieder Momente des Schmunzelns. Herrlich unterschiedlich sind die mitspielenden Charaktere und sie sind hervorragend dargestellt. Die aufmüpfige Großnichte Carolin ebenso wie die nach außen starke Isa. Probleme scheut die Autorin nicht und sie setzt sich in brillanter Weise mit der Problematik der Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg auseinander. Vertrauen, Misstrauen, Hintergehung, Liebe und Freundschaft werden intensiv von Katrin Burseg bearbeitet und hingebungsvoll in ihrer Geschichte und auf ihre Figuren umgesetzt. Eine wahre emotionale Berg- und Talfahrt bedeutet die Lektüre dieses Romans - unbeschreiblich schön!

Noch ein Volltreffer im noch frühen Lesejahr 2022, dieser Roman reiht sich ein in die Liste meiner Herzensbücher! So klar vergebe ich fünf sehr wohlverdiente Sterne von fünf möglichen Sternen und spreche dem Buch meine uneingeschränkte Leseempfehlung aus. Wer Familiengeschichten liebt, die historisch angehaucht sind und sich durchaus auch gesellschaftskritischen Fragen stellen, ist hier genau richtig. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und wurde prächtig durch das Lesen unterhalten. 

 

Über die Autorin:

Katrin Burseg, geboren 1971 in Hamburg, studierte Kunstgeschichte und Literatur in Kiel, bevor sie als Journalistin und Autorin arbeitete. Sie wuchs in einem mehr als hundert Jahre alten Bauernhaus in Schleswig-Holstein auf. Als Kind erlebte sie die Schneekatastrophe im Jahrhundertwinter 1978/1979, mit ihrer Familie war sie mehrere Tage lang eingeschneit. Diese Erinnerung inspirierte sie zu ihrem Roman »Unter dem Schnee«. (Quelle: RandomHouse)


Original-Klappentext:

Schloss Schwanenholz, Ende Dezember 1978: Fünfzig Jahre führte Luise von Schwan die Baumschule auf dem Gut an der Ostsee mit strenger Hand. Nun wird die Gräfin beerdigt. Doch als die Trauerfeier beginnt, fegt ein heftiger Schneesturm über das Land. Bevor das Familienanwesen von der Außenwelt abgeschnitten wird, trifft ein ungebetener Gast aus Frankreich ein. Wer ist die geheimnisvolle Frau, die behauptet, Luises Tochter zu sein? Und hat Luise tatsächlich während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter auf dem Gut ausgebeutet? Fünf Tage, in denen die Familie mit verborgenen Wahrheiten konfrontiert wird. Fünf Tage, die das Schweigen beenden, das sich jahrzehntelang über alles senkte wie Schnee.

 

 

 

Herzlichen Dank an das Bloggerportal der RandomHouse Gruppe für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars!

 

 

 

 

 


Montag, November 08, 2021

Sommersprossen - Nur zusammen ergeben wir Sinn von Cecelia Ahern

 

Wer wir sind

Allegra ist eine junge Frau auf den Spuren ihrer Wurzeln. Ihr Vater ist Ire, die Mutter, Carmencita Casanova, ist eine südländische Schönheit, die die Familie verließ.Im Alter von 12-18 Jahren hat Allegra im Internat gelebt. Vom Vater hat sie die Sommersprossen geerbt, von der Mutter die Haarfarbe und den Teint. Nach dem Schulabschluss geht Allegra ins 400km entfernte Dublin, um die Mutter zu suchen. Allegra wird Hilfspolizistin, arbeitet somit für die Kommune. Eigentlich war es ihr Berufswunsch, Polizistin zu werden, doch sie wurde dort abgelehnt. Sie wohnt in einem kleinen Appartement und muss nebenbei für die Vermieter deren Kinder babysitten. 



In wunderbar feinsinnigen sowie ausgefeilten Sätzen erzählt Cecelia Ahern ihre Geschichte der Allegra. Ihre Sätze sind wunderschöne Kompositionen, in prächtigen Worten, die sich zu einer Poesie zusammensetzen und nachklingen. Der Schreibstil der Autorin begeistert mich ohne Zweifel jedes Mal aufs Neue. Die Figuren verfügen über eine ungeheure Tiefe, die Charaktereigenschaften sind brillant beschrieben, ja fast schon fühlbar. Allegra ist eine starke Persönlichkeit, sie ist liebenswert, somit folge ich gerne ihrem Weg. Die Geschichte steckt voller Emotionen, teils deutlich, teils versteckt. Feine Twists sind in den Plot eingebaut, so bleibt die Spannung erhalten und ich fühle mich wunderbar unterhalten. Träumerisch kann ich Dublin besuchen und die Stadt einatmen. Die Landschaftsbeschreibungen sind fabelhaft und stecken voller Intensität, wie das Land Irland selbst auch.


Von Herzen gerne vergebe ich dem Buch verdiente fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es auf jeden Fall und absolut weiter. Leser und Leserinnen, die anspruchsvolle, romantische Literatur lieben, kommen hier voll auf ihre Kosten. Lesegenuss und stetige Unterhaltung sind in diesem Roman garantiert. Cecelia Ahern ist eine großartige Geschichtenerzählerin, ihre Stories sind stets voller starker Gefühle und Herz.


Über die Autorin:

Cecelia Ahern erzählt Geschichten, die unvergleichlich inspirieren und berühren. Sie ist eine der erfolgreichsten Autorinnen der Welt und vielseitig wie wenige andere, schreibt zeitgenössische Romane, Novellen, Storys, Jugendbücher, TV-Konzepte und Theaterstücke. Für ihre Werke wurde sie vielfach ausgezeichnet. Ihre Romane wurden fürs Kino oder fürs Fernsehen verfilmt, zum Beispiel »P.S. Ich liebe Dich« mit Hilary Swank und »Für immer vielleicht« mit Lily Collins. Cecelia Ahern ist Jahrgang 1981, hat Journalistik und Medienkommunikation studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im Norden von Dublin. (Quelle: S. Fischer Verlage)


Original-Klappentext:

Es heißt, du bist eine Mischung aus den fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst. Wer sind deine fünf?
Der neue Roman der international gefeierten Autorin: Cecelia Ahern erzählt von unserer Sehnsucht nach Verbundenheit und nach Menschen, die uns durchs Leben tragen.

»So klug und anregend! Cecelia Ahern ist eine unserer inspirierendsten Autor*innen überhaupt.« John Boyne 

Allegra hat ihre Sommersprossen von ihrem Vater geerbt. Für sich selbst hat sie die Verbindung zwischen den wichtigen Punkten im Leben noch nicht raus. Sie ist nach Dublin gezogen, um ihre Mutter zu finden. Hier arbeitet sie als Hilfspolizistin, verteilt auf ihren täglichen Runden Strafzettel. Allegra lebt ziemlich allein, lässt niemanden nah an sich heran. Bis ihr eines Tages ein arroganter Ferrari-Fahrer diese Fünf-Menschen-Weisheit an den Kopf wirft. Allegra geht die Frage nicht mehr aus dem Kopf: Wer sind eigentlich die wichtigsten Menschen in meinem Leben? Eine Geschichte, die uns auf unsere ganz persönliche Suche schickt und zeigt: Wir sind wie Sternbilder am Nachthimmel, nur in Verbindung miteinander ergibt unser Leben Sinn.

Humorvoll, phantasievoll, empathisch, unterhaltend und berührend. Von der vielfach ausgezeichneten Autorin von Bestsellern wie »Postscript, »Frauen, die ihre Stimme erheben - Roar!«, »Das Jahr, in dem ich dich traf« und vielen anderen. Funkelnd, witzig, leicht und tief.

 

 

 

Herzlichen Dank an NetGalley Deutschland und die S. Fischer Verlage für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars!