Mittwoch, Februar 01, 2023

Schottischer Honig von Pippa Arden

 


Pläne ändern sich


Der Tag verläuft überhaupt nicht wie ursprünglich geplant für Nikki Peters. Im Büro bekommt sie nicht den erhofften Auftrag, ein großes Krimi Festival zu organisieren und dann ertappt sie ihren Freund in flagranti mit einer anderen im Hotelbett. Kurzerhand ändert sie ihre Urlaubspläne und reist statt nach Irland, der Heimat ihres nunmehr Ex-Freundes, nach Schottland. Nicht ganz uneigennützig versucht sie dort die Bekanntschaft zu einem berühmten Autoren aufzunehmen. Kann Nikki sich endlich behaupten und ihr Leben in die richtige Bahn bringen?



 

In wunderschönem Stil erzählt die Autorin die Geschichte der Nikki Peters. Eine Frau, die offen und charmant ist, aber beim Umsetzen ihrer Ziele schnell mal einknickt, weil ihre Freundlichkeit siegt. Herrlich ist ihre Entwicklung zu sehen. Die Figuren sind perfekt ausgefeilt und sie fügen sich harmonisch zu einem Ganzen zusammen. Ist das Buch ein Pageturner? - Unbedingt, denn ich mochte es gar nicht mehr aus den Händen legen! Die Ecken und Kanten der Protagonisten verbinden sich im Roman mit ganz viel Herz. Der Twist, den es zu bewältigen gilt, ist unsagbar gut dargestellt. Die sprachlich gezeichneten Landschaftsbilder Schottlands sind einzigartig. Die Farben, Gerüche, die Charaktereigenschaften der Menschen, kann ich nahezu fühlen. Pippa Ardens Schreibstil gefällt mir sofort, hier stimmt einfach alles und begeistert mich total. Sie schafft es, mich in den Sog der Geschichte zu ziehen. Die Sprache, die die Autorin verwendet, ist frisch, ansprechend und modern. Mein heimlicher Star ist der Golden Retriever 'Watson', der ein extrem gutes Näschen für ehrliche, gute Menschen beweist.

Meine Bewertung sind unbedingt fünf von fünf möglichen Sternen, dieses Buch hat mich begeistert und in seine Faszination gezogen und deshalb erhält es meine absolute Leseempfehlung. Ein gemütliches Lesewochenende ist hier garantiert: Große Gefühle, herrliches Ambiente, mitreißende Geschichte. Was kann einem Leserherzen mehr geboten werden!

Fazit:
Liebevolle Charaktere vereint in einem wunderbaren Plot, der das Herz tief bewegt.

 

Über die Autorin:

Pippa Arden schreibt Herzgeschichten fürs Kopfkino. Die Berlinerin ist gelernte Buchhändlerin, hat englische Literatur studiert, liebt britische Teatime (Scones mit Erdbeermarmelade!) und hat eine Schwäche für Männer im Schottenrock.

Bei dotbooks veröffentlicht sie »Der kleine Laden der großen Träume« und »Schottischer Honig«.

Mehr über die Autorin und ihre aktuellen Projekte im Internet:
Website/Blog: pippaarden.net/
Instagram: instagram.com/pippaarden/
Pinterest: pinterest.de/PippaArden/

(Quelle: dotbooks)

Original-Klappentext:

Herzklopfen an einem der schönsten Orte der Welt: Der gefühlvolle Liebesroman »Schottischer Honig« von Pippa Arden jetzt als eBook bei dotbooks.

Warum geht eigentlich immer alles schief? Nikki hat die Nase voll: Erst fällt ihre Beförderung flach, und dann stellt sich auch noch heraus, dass ihr Freund es mit der Treue nicht so ernst nimmt … Was sie jetzt braucht, ist eine Auszeit – also bucht Nikki kurzentschlossen einen Flug nach Schottland. Zu ihrer eigenen Überraschung verliebt sie sich dort Hals über Kopf in den kleinen Küstenort Pipsby, die herzliche Dorfgemeinschaft, die etwas verstaubte, aber traumhafte kleine Buchhandlung … und vielleicht auch in den charmanten Bestsellerautor, der hier zurückgezogen lebt? Nikki ahnt, dass es wahrscheinlich besser für sie wäre, dem melancholisch wirkenden Duncan nicht zu nahe zu kommen – denn aus einem Urlaubsflirt kann wohl kaum die große Liebe werden. Oder darf sie es wagen, ihrem Herzen zu folgen?

Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der romantische Roman »Schottischer Honig« von Pippa Arden ist ein turbulentes Lesevergnügen für alle Fans von Mina Teichert und Julie Caplin. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks – der eBook-Verlag.

 

 

 

 

 

 

Herzlichen Dank an dotbooks für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares. Eine Lektüre, die ich sehr genossen habe! 

 

 

 

 

Sonntag, Oktober 09, 2022

Drachenbanner. Ein Waringham-Roman von Rebecca Gablé

 

Freiheit zählt

 

Die blutjunge Adela of Waringham ist eine eigenständig denkende und freiheitsliebende Frau. Nichts möchte sie lieber, als ihrem dominanten und herrschsüchtigen Bruder zu entgehen. Der Rat ihres Großvaters an den Hof des Königs Henry zu gehen, um als Hofdame der Prinzessin Eleanor Plantagenet zu dienen, erscheint Adela als ein perfekter Plan, schon allein um nicht durch ihren Bruder Raymond zwangsverheiratet zu werden. Doch da gibt es auch noch Bedric Archer, der Sohn einer Bauernfamilie, die Leibeigene sind. Mit Bedric hat Adela eine tiefe und aufrichtige Freundschaft aufgebaut. Soll sie ihn einfach im Stich lassen? Doch einer Ehe mit einem Leibeigenen würde ihre Familie niemals zustimmen...

 

 

Mit diesem siebten Band der Reihe feiert die Warinham-Serie ihr 25 jähriges Jubiläum und ich bin von Anfang an dabei. Die Autorin Rebecca Gablé schafft es jedes mal aufs Neue mich in ihren Bann zu ziehen; ihre Geschichten sind fabelhaft, hervorragend historisch recherchiert und unheimlich gut in der Handlung selbst strukturiert. Der Schreibstil der Autorin fasziniert mich und ich lese ihre Bücher mit riesengroßem Vergnügen. Die Sprache ist äußerst anspruchsvoll und der Zeit angepasst und lässt sich trotzdem fließend und angenehm lesen. Die Figuren sind außerordentlich vielschichtig, sie stecken voller Leben und sind authentisch. Die Dialoge sind ansprechend und mitreißend. Die Hauptfigur konnte ich gleich in mein Leser-Herz schließen und bin ich nur zu gern durch die Geschichte gefolgt. Übrigens war ich schon nach der Lektüre der Leseprobe verzaubert und hätte am aller liebsten sofort weiter lesen mögen.


Selbstverständlich vergebe ich diesem historischen Roman seine mehr als wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle ihn vollen Herzens weiter. Auch wenn meine Emotionen als Fangirl bei diesem Buch überschwappen, so kann ich es trotzdem guten Gewissens anpreisen. Buch-Liebhaber mit geschichtlichem Interesse und Vorlieben für Familien-Sagas liegen hiermit goldrichtig. Ich wurde zu jedem Zeitpunkt hervorragend unterhalten und habe mich mit enormen Interesse durch die 928 Seiten gelesen. Welch ein Lese-Genuß, der nicht nur für Fans der Waringham-Serie ein absolutes Must-Read ist, ein wahres Kult-Buch eben! Auch wer die Serie noch nicht kennt, kann hier problemlos mitlesen!

 

Über die Autorin:

Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war.
Heute arbeitet sie als freie Autorin und lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca. Ihre historischen Romane und ihr Buch zur Geschichte des englischen Mittelalters wurden allesamt Bestseller und in viele Sprachen übersetzt. Besonders die Romane um das Schicksal der Familie Waringham genießen bei Historienfans mittlerweile Kultstatus.(Quelle: Bastei Lübbe Verlag)

 

Original-Klappentext:

England 1238: Die junge Adela of Waringham und Bedric, Sohn einer leibeigenen Bauernfamilie, sind zusammen aufgewachsen. Während Adela als Hofdame zur Schwester des Königs geschickt und später mit einem Ritter verheiratet wird, schuftet Bedric auf den Feldern von Waringham – dem Elend der Leibeigenschaft und der Willkür von Adelas Bruder ausgeliefert. Als die Situation unerträglich wird, flieht er, nicht ahnend, dass Adela von ihm schwanger ist. In London begegnet Bedric Simon de Montfort, dem charismatischen Schwager des Königs. Als 1258 Seuchen und Missernten über das Land ziehen, bricht ein Krieg aus, der eine neue Zeit einläutet. Doch Bedric und Adela haben einander nie vergessen …

 

 

 

 

 

 

Herzlichen Dank an den Bastei Lübbe Verlag und lovelybooks Deutschland für dieses Rezensions-Exemplar, das ich im Rahmen einer Verlosung gewonnen habe.

 

 

 

Samstag, Oktober 01, 2022

Klaus muss raus von Maiken Brathe

 

Pläne schmieden und in die Tat umsetzen


Die knapp 60jährige Edith ist seit etwas über einem Jahr verwitwet. Ihr fast 40jähriger Sohn Klaus lebt noch bei ihr im Haus, im Hotel „Mama“ sozusagen. Klaus versucht mehr und mehr in die Rolle des Vaters zu schlüpfen. Wie kann Edith ihn loswerden? Nach dem Tod ihres Mannes Heinz hat sich Edith zunächst einmal einen Herzenswunsch erfüllt und sich einen Hund angeschafft, den Pudel Paulchen. Mit ihm unternimmt sie Ausflüge in den städtischen Wald und lernt Hund und Leute kennen. Sie freundet sich mit Kim an, die ihr mit Rat und Tat zur Seite steht und Lebenshilfe in wichtigen Fragen leistet. Doch von sich selbst gibt Kim nur wenig preis. Sie schmieden gemeinsam Pläne, Klaus loszuwerden!


Schon nach den ersten gelesenen Seiten stecke ich total in der Geschichte drin und mein Leserinnen-Herz öffnet sich weit für die Protagonistin Edith. Ich muss sie einfach lieben und dabei auch den kleinen Pudel Paulchen. Die Charakteristik dieser Figur ist der Autorin Maiken Brathe wunderbar gelungen. Eine Frau, alles anderer als verwöhnt von ihrem bisherigen Leben, nabelt sich ab und will neu starten, dabei ist sie offen für alles Neue. Die Zufallsbekanntschaften, auf die Edith trifft, sind herrliche Randfiguren, die Geschichten zu ihnen mal lustig, mal skurril, tiefgründig und vor allem nie langatmig. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ausnehmend gut, sie packt wichtige Informationen auch mal gerne in Nebensätze versteckt. Das gefällt mir! Die Sprache ist modern, frisch und lebendig. Die Figur der Kim ist geheimnisvoll, eine patente Frau, die immer Rat weiß, liebenswert und gleichzeitig mysteriös, sie ist pfiffig und charmant. Einfach nur perfekt geschrieben! Das Tempo der Autorin ist rasant und wir LeserInnen erfahren unheimlich viel, doch die Geschichte ist ebenfalls tiefgründig und steckt voller Symbolik, weshalb ich mir beim Lesen Zeit genommen habe, so dass ich nichts verpasse.


Von Herzen gerne vergebe ich diesem kurzweiligen Roman fünf wohlverdiente Sterne von fünf möglichen Sternen und spreche ihm meine absolute Leseempfehlung aus. LeserInnen erwarten vielschichtige Figuren und ein wunderbar arrangierter Plot. Eine bezaubernde Geschichte, die sich für ein Lese-Wochenende auf dem Sofa anbietet.

 

Über die Autorin:

Maiken Brathe ist 1970 in Hamburg geboren und wuchs auf dem platten Land auf. Sie studierte Germanistik, Journalistik und Politische Wissenschaften. »Life can be a b witch« – der Weg zur Schriftstellerei war ver­­­hext, aber inspirierend für erste Essays und Glossen für die Zeitschrift »mobil« der Deutschen Rheumaliga sowie Kurzgeschichten in Literaturzeitschriften und Anthologien. Neben Maiken Brathes Debütroman »Tilda« erscheint 2021 ein Sachbuch über die Sterbebegleitung ihrer Mutter (»Leg schon mal die Handtücher auf die schönsten Wolken«, Adakia). Als bekennendes Nordlicht lebt sie in der Nähe von Marsch und Elbe in Elmshorn und fotografiert Menschen und Schafe »op’n Diek«.

 Gewinnerin u.a. des Uli-Horn-Preises 2008, Preisträgerin des Edgar-Stene-Prize 2018.

 Website: http://maikenbrathe.com/

 (Quelle: Ulrike Helmer Verlag)


Original-Klappentext:

Edith (59) ist frisch verwitwet – und glücklich. Endlich Zeit, ihre Träume zu erfüllen: einen Führerschein machen, ein eigenes Konto eröffnen, ans Meer fahren mit Pudel Paulchen – ohne dass ihr Mann sie maßregeln und bevormunden kann. Doch da ist noch … 

… Ediths Sohn Klaus (39). Der macht ihr das Leben schwer, weil er die Attitüden seines Vaters nahtlos übernimmt, und das Schlimmste: Klaus denkt nicht im Traum daran, das mütterliche Nest zu verlassen.

Bei einem Spaziergang mit ihrem Hund lernt Edith die Eigenbrötlerin Kim kennen. Gemeinsam schmieden die beiden Frauen Pläne, den späten Vogel aus dem Nest zu scheuchen. Hilfe kommt auch von weiteren Hundemenschen, denn Hundemenschen halten zusammen. Je kurioser der Plan, desto vielversprechender erscheinen die Erfolgschancen: Von Hausarbeitsstreik über Verkupplungsversuche bis hin zu Kidnapping wird alles versucht. Leicht fällt das Edith nicht, die hin- und hergerissen ist zwischen Freiheitswunsch und Mutterliebe. Als wäre das alles nicht genug, stellt Kim ihre Welt auch noch auf den Kopf, denn eigentlich steht Edith, so dachte sie, doch gar nicht auf Frauen.

 

 

 

 

 

 

 

Herzlichen Dank an den Ulrike-Helmer-Verlag und an Lovelybooks für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars, im Rahmen einer Lese-Runde!

 

 

 

Dienstag, September 06, 2022

Die Stewardessen. Eine neue Freiheit von Svea Lenz

 

Der Traum vom Fliegen

Hamburg im Jahre 1954. Nachdem der Krieg vorüber ist, erwarten die Männer ihre gewohnten Positionen zurück, so wie es vor der Kriegszeit war. Die Wünsche und Träume der Frauen haben keine Priorität. Doch die junge fast 21jährige Margot Frei erwartet sich mehr von ihrem jungen Lebens, sie will andere Länder sehen, sich behaupten, einen Beruf haben, der sie erfüllt. Und nicht als Sekretärin in einer Werft versauern und schon gar nicht von angetrunkenen Männern im Alsterpavillon als Freiwild betrachtet werden. Als sie im Frauenmagazin "Constanze" eine Stellen-Anzeige der Lufthansa entdeckt, die Fluggesellschaft befindet sich gerade im Aufbau, ist ihr Plan ausgeheckt. Sie bewirbt sich und wird eingestellt! Margots persönlicher Traum kann beginnen.

 

 

 

Der Autorin ist es sogleich glückt mich einzufangen und mit zu nehmen in eine beschwingte Zeit, die abwechslungsreicher nicht sein könnte. Der Schreibstil ist modern und anregend spritzig, damit beeindruckt mich die Autorin Svea Lenz unmittelbar. Die Sprache im Roman ist frisch und zeitgemäß, vor allem aber sind die Dialoge lebendig und glaubwürdig. Die Geschichte um die Hauptperson Margot ist genial gesponnen. Margot ist mir sofort sympathisch und ich möchte, dass sie ihre Ziele erreichen kann, dass sie dabei durchaus auch mal unkonventionelle Wege einschlägt, macht die Story nur noch anregender und spannender für mich als Leserin. Gefühle werden natürlich auch prima in Szene gesetzt und die junge Frau Margot geht damit hervorragend und bestimmt um.

 

So klar vergebe ich hier die mehr als wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und spreche dem Roman meine uneingeschränkte Leseempfehlung aus. Locker und leicht erzählt von der Autorin finde ich mich schnell im Hamburg der 50er Jahre ein. Der jungen Protagonistin Margot Frei folge ich nur zu gern und erlebe mit ihr eine aufregende Zeit, voller Turbulenzen und Geheimnissen, die es zu wahren gilt. Ein hervorragendes Buch über das Frauenbild der damaligen Zeit, über Selbstverwirklichung und die Durchsetzungskraft einer fabelhaften jungen Person. 

Am 09.11.2022 wird der zweite Teil „Die Stewardessen. Bis zum Horizont“ erscheinen und darauf freue ich mich bereits jetzt riesig!

 

Über die Autorin:

Svea Lenz ist ein Pseudonym der erfolgreichen Autorin Nicole C. Vosseler, die ihre Leser*innen gerne in fremde Welten und vergangene Zeiten entführt. Sie hat Literaturwissenschaften und Psychologie studiert und lebt am Bodensee. Wenn sie nicht gerade an einem ihrer Romane arbeitet, reist sie am liebsten mit der Kamera um die Welt.

Weitere Infos unter: www.svea-lenz.de

 (Quelle: penguinrandomhouse)

 

Original-Klappentext:

Margot Frei will hoch hinaus – als Stewardess bei der neu gegründeten Lufthansa.

Hamburg 1954. Margot Frei träumt davon, die Welt zu entdecken und die kleinbürgerliche Enge im Nachkriegsdeutschland hinter sich zu lassen. Da liest sie eine Anzeige der neu gegründeten Lufthansa: Stewardessen gesucht! Margot ist fest entschlossen, diese Gelegenheit zu nutzen. Gemeinsam mit Hunderten anderer junger Frauen nimmt sie am Auswahlverfahren teil – und ergattert einen der heiß begehrten Plätze im allerersten Lehrgang für Flugbegleiterinnen. Schon bald erhebt sich Margot zusammen mit neuen Freundinnen und erbitterten Konkurrentinnen in die Lüfte. Immer an ihrer Seite: der junge Pilot Claus Sturm …

 

 

 

 

Herzlichen Dank an das Bloggerportal vom PenguinRandomhouse für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars!

 

 

 

Sonntag, August 21, 2022

Lüttje Welt: Klusskamps 2. Fall (Klaas Klusskamp) von Lotte Minck


Klusskamp kann auch sich selbst überraschen!

 
Klaas Klusskamp hat es zwar finanziell nicht nötig, doch er nimmt den Neben-Job als Berater für Dreharbeiten in seinem Heimat-Ort Middelswarfersielan der Nordsee an. Schnell merkt er, dass die Hauptdarstellerin eine außerordentlich anstrengende Person ist und sein neuer Job alles andere als ein Honigschlecken. Doch als es zu einem Mord kommt, hat Klusskamp, der sich in seinem ehemaligen Dienst als Kommissar dieses immer gewünscht hatte, viel zu tun! Zumal die Schauspielerin wohl nicht die wahr, die sie vorgab zu sein.






Wieder einmal überzeugt mich die Autorin Lotte Minck mit ihren herausragend toll inszenierten Figuren, die Charaktere sind lebendig und glaubwürdig. Es ist schön wieder auf die Hauptfiguren Klaas, seine Tochter Ella und die herzliche Nachbarin Mimi mit ihrem Imbiss zu treffen. Das liebe ich an einer Serie - es ist wie ein literarisches Nachhausekommen. Auch Dorf-Nervensäge Will Harm ist natürlich wieder vertreten und sorgt für einige Geduldsproben für Klaas. Der Spannungsbogen ist hervorragend gesetzt und fest gezurrt. So dass ich in diesem Fall herrlich mitfiebern kann. Der Plot ist hervorragend aufgebaut, mit trickigen Wendungen, die mich überraschen können.

Das Team um Klaas Klusskamp schweißt sicher immer mehr zusammen und das Lesen macht einfach nur Spaß! Auf jeden Fall vergebe ich dem Buch verdiente fünf von fünf möglichen Sternen und spreche ihm eine unbedingte Leseempfehlung aus. Ich bin und bleibe ein Fangirl! Ich will mehr! Leser von Cozy-Crime und / oder Nordsee-Krimis liegen mit dieser Serie goldrichtig. Es wird hochwertige Unterhaltung geboten und die Lektüre ist ein wahrer Genuss für die Leser-Sinne.



Über die Autorin:

Ich bin Lotte Minck - aber ich schreibe auch als

* Stella Conrad

* Brenda Stumpf

* Frau Keller von Auerbach&Keller (Teil 1 bis 6)

Die erste Hälfte meines Lebens (nun, das ist ziemlich optimistisch kalkuliert) verbrachte ich im Ruhrpott; mittlerweile lebe ich an der schönen Nordseeküste.

Ich würde Sie gern ein wenig unterhalten - mit einem oder mehreren meiner Bücher!

www.roman-manufaktur.de

(Quelle: amazon

 

Original-Klappentext:

Endlich ist in Middelswarfersiel mal was los: In dem beschaulichen Küstenort werden die Außenaufnahmen für einen Friesenkrimi gedreht! Ausgerechnet Clarissa Gold, berühmter Star in Liebesschnulzen, spielt die Hauptrolle der Kommissarin. Das halbe Dorf reißt sich um Komparsenrollen, denn in Willi Harmsʼ Scheune soll ein großes Dorffest gedreht werden.
Klaas Klusskamp, Expolizist mit viel Tagesfreizeit, jobbt für die Produktion als Location Scout und Fachberater. Doch dann geht die öffentliche Probe für eine Verfolgungsjagd am nebligen Strand schrecklich schief: Die Diva liegt tot im Sand, denn jemand hat das ungefährliche Requisitenmesser mit einem echten vertauscht.
Aber wer? Und vor allem: Warum?
Hat die Vergangenheit der schillernden Schauspielerin etwas mit ihrem Tod zu tun? Oder hatte jemand aus der Filmcrew einen Grund, die Diva zu killen? In dichtem Novembernebel begibt Klaas Klusskamp sich auf Spurensuche …










Dienstag, Juni 28, 2022

Ravna – Die Tote in den Nachtbergen von Elisabeth Herrmann

 

Die Sommerweiden


Die junge Ravna ist eine norwegische Polizeischülerin, ihre Wurzeln sind samisch. Für die Kälbermarkierung der neugeborenen Rentiere des Sommers bekommt sie gesetzlichen Sonderurlaub, denn sie muss ihre Familie unterstützen. Ravna fühlt sich bereits bei ihrer Ankunft auf den Sommerweiden hin- und hergerissen zwischen ihren beiden Welten. Sie sitzt buchstäblich zwischen allen Stühlen. Die Samen sind nicht begeistert von ihrem Leben als Polizistin und auch und gerade Ravnas Mutter Hedda lässt sie dies deutlich spüren. Eine Auseinandersetzung innerhalb der Familie führt dazu, dass Ravna allein in den Bergen unterwegs ist und prompt abstürzt. Dabei macht sie eine unglaubliche wie erschütternde Entdeckung und die Kälbermarkierung wird anders ablaufen, als dies ursprünglich geplant war.



Die Autorin Elisabeth Herrmann konnte mich mit diesem zweiten Band um das Mädchen Ravna wieder sofort in ihren Bann ziehen. Das Leben der Samen, dem indigenen Volk in Nordeuropa wird wunderbar erzählt von Elisabeth Herrmann und die Zerrissenheit zwischen den Welten der jungen Ravna wieder nur allzu gut deutlich. Die Stimmung aller Figuren ist prächtig dargestellt. Der Vorgesetzte Ravnas, Rune Thor, Criminal Investigation Norway, der selbst unter den allergrößten Problemen leidet und sich trotzdem oder gerade deshalb hervorragend in die Charaktere der Menschen einfühlen kann. Hedda, Ravnas Mutter, die stolz und unnahbar erscheint und ihre Gefühle nicht zeigen mag, um keine Schwäche zuzulassen. Um nur einige der Hauptfiguren zu benennen. Das Miteinander beider Völker, der indigenen und der norwegischen Bevölkerung samt ihrer beidseitigen Vorurteile, all dies hat die Autorin wunderbar herausgearbeitet und in einen fesselnden Thriller gepackt.


Ein All-Age-Nordic-Thriller, in dem die Autorin erneut mit Hochspannung und einer fabelhaften Geschichte brilliert. Ein wahrer Pageturner, der mit excellent unterhalten hat und zwar von der ersten bis zu letzten Seite! Deshalb vergebe ich selbstverständlich fünf von fünf möglichen Sternen und spreche dem Buch meine absolute Leseempfehlung aus. Neben dem Thriller lernt der Leser und die Leserin auch viel über die Lebensweise, eines Volkes, das nicht gerne viel von sich preisgibt.

 

Über die Autorin:

Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin arbeitete sie beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman »Das Kindermädchen« ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Joachim Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin und im Spreewald. (Quelle: penguinrandomhouse)

Original-Klappentext:

Abgründig. Mystisch. Geheimnisvoll. Die großartige Fortsetzung des All Age-Romans von SPIEGEL-Bestsellerautorin Elisabeth Herrmann

Der Treck der Rentiere zu den Sommerweiden ist ein alljährliches Ritual, zu dem alle Samen der Renzüchterfamilien zusammenkommen. Auch für Ravna Persen, Studentin der Polizeihochschule in Oslo, sind die Wochen hoch im Norden über dem Polarkreis weit ab von der Zivilisation ein Pflichttermin. Doch unter den Clans herrschen große Spannungen und einige sind wenig begeistert davon, dass Ravna zur Polizei gegangen ist.

Als Ravna sich bei der Suche nach verirrten Rentieren verletzt, sitzt sie in der Bärenschlucht fest. Nur mit allerletzter Kraft kann sie sich durch einen schmalen Durchgang ins Freie kämpfen. Doch unterwegs macht sie eine schlimme Entdeckung: Eine Mädchenleiche liegt halb verschüttet im Geröll. Und Ravna ist sich sicher, dass sie das Mädchen wiedererkennt. Linnea Berger, ist die Tochter eines norwegischen Tierarzts und wird seit zehn Jahren vermisst. Ravna wittert ein Geheimnis und beginnt, unterstützt von Kommissar Rune Thor und zum großen Unwillen der Rentierzüchter zu ermitteln. Doch der Mörder ist mitten unter ihnen und er macht auch vor weiteren Opfern keinen Halt, um seine Tat zu vertuschen …

Elisabeth Herrmann fesselt mit ihren mitreißenden und atmosphärischen Thrillern ein großes Publikum. Leser*innen erwarten starke Heldinnen, dunkle und mystische Fälle und intelligente Hochspannung.

Alle Bände der RAVNA-Reihe:
Tod in der Arktis (Band 1)
Die Tote in den Nachtbergen (Band 2)












Dienstag, Mai 17, 2022

Betrug von Lilja Sigurdardóttir


 

Täuschungen


Úrsúla Aradóttir hat viele Jahre in den Krisengebieten unserer Welt gearbeitet. Nun ist sie gerade zurück nach Island gekommen. Ihre Ehe hat unter ihrer Arbeit gelitten, sie und ihr Mann benötigen eine Paartherapie. Er fühlt sich vernachlässigt, alleingelassen mit der Aufgabe, die Kinder zu erziehen. Genau in diese Situation kommt ein Vorschlag des Premierministers, sie soll für ein Jahr das Innenministerium als Ministerin übernehmen. Sie sagt zu und ihre Probleme, auf einem höheren Level als zuvor, beginnen.



 

Extrem faszinierende Charaktere, auch und gerade in den Nebenrollen, beherrschen die Story. Der Plot ist unglaublich in sich verschlungen und verwoben, dadurch ist der Spannungsfaktor riesig. Das Ambiente und die Geschichte selbst sind sind hoch anspruchsvoll. Mit der Hauptperson kann ich gut mitfühlen und mitleiden. Sie ist eine starke Frau, die sich durch zu setzen weiß, dabei aber sehr große Empathie für ihre Mitmenschen empfindet, diese Tatsache bringt sie dann selbst in Schwierigkeiten. Sehr gelungen geschrieben, ein starkes und mitreißendes Tempo. Auf jeden Fall ein Jahreshighlight in meiner Lesechronik und ein wahrer Pageturner. Der Schreibstil der Autorin LILJA SIGURDARDÓTTIR ist explizit gut, ich bin sofort gefangen von dem beeindruckenden psychologischen wie politischen Thriller. Die Sprache ist anregend, modern und hervorragend und gewählt übersetzt, mein Kompliment an die Übersetzung.

Auf jeden Fall vergebe ich dem Buch wohlverdiente fünf von fünf möglichen Sternen und spreche ihm meine uneingeschränkte Leseempfehlung aus. Der Thriller, ein konkreter Icelandic Noir, wird jeden Leser und jede Leserin fesseln und mitreißen.

 

Über die Autorin:

Lilja Sigurðardóttir wurde 1972 in der isländischen Kleinstadt Akranes geboren und wuchs in Mexiko, Spanien und Island auf. Bereits mehrfach ausgezeichnet für ihre Theaterstücke, wurde sie mit ihrer Reykjavík-Trilogie auch einem internationalen Publikum bekannt. Der erste Band der Reihe, ›Das Netz‹, erschien im Frühjahr 2020 bei DuMont, gefolgt von ›Die Schlinge‹ und ›Der Käfig‹ (2021). (Quelle: dumont Verlag)

 

Original-Klappentext:

Für die neue Innenministerin wird ihr Amt zur tödlichen Falle … Rasant, politisch, gegenwärtig

Jahrelang hat Úrsúla Aradóttir, Entwicklungshelferin und Mutter von zwei Kindern, für Hilfsorganisationen in den Krisenregionen der Welt gearbeitet – zuletzt in Syrien beim Aufbau eines Flüchtlingscamps. Als sie nach Island zurückkehrt, um endlich mehr Zeit für ihre Familie zu haben, fühlt sie sich ausgebrannt, leer und apathisch. Da kommt ihr das Angebot gerade recht, übergangsweise als Parteilose den Posten des erkrankten Innenministers zu übernehmen. In der Hoffnung, ihren inneren Dämonen zu entkommen und zugleich politisch etwas bewirken zu können, stürzt sie sich in die Arbeit – doch die Ernüchterung folgt auf dem Fuß. Schon an ihrem ersten Tag im Amt muss sie feststellen, dass das politische Machtpoker skrupellos, berechnend und mit toxischer Hinterlist gespielt wird.
Als eine Frau von einem Polizisten vergewaltigt wird, bittet man Úrsúla um Unterstützung. Sie verspricht zu helfen. Doch es gibt Kräfte, die um jeden Preis verhindern wollen, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

 

 

 

Herzlichen Dank an NetGalley Deutschland und den Dumont Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars!