Posts mit dem Label Krimödie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Krimödie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, März 17, 2022

Tote tanzen keinen Walzer - Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs von Lotte Minck


 

Let's Dance


Frank macht seiner Bärbel endlich einen Heiratsantrag! Die Freunde sind ganz aus dem Häuschen vor Aufregung. Einzig Loretta hat eine bittere Pille zu schlucken: die beiden wünschen sich nämlich, dass die drei Paare gemeinsam einen Tanzkurs absolvieren. Klar willigt der Tanzmuffel Loretta ein, tatsächlich hat sie nach einigen Stunden sogar Spaß an der gemeinschaftlichen Aktion. Was dann passiert, ist allerdings ungeheuerlich, denn ein Tanzkurs-Teilnehmer wird während einer Tanzstunde erschossen! Selbstverständlich mischt Loretta wieder mit und ermittelt auf eigene Faust, niemand wird in ihrem Beisein einfach so ermordet! Also schlägt sich Loretta wieder einmal mit Kommissarin Küpper herum und alle sechs Freunde bringen sich ein, den Täter zu überführen.



Locker, leicht und fließend ist der Schreibstil der Autorin. Die Grundstimmung im Buch ist stets heiter. Das Zusammenspiel der Figuren ist perfekt und harmonisch. Überhaupt sind die Hauptfiguren durch die Bank sympathisch und überaus liebenswert. Loretta und ihre Freunde sind gestandene Persönlichkeiten mit einem festen Platz im Leben und vollkommenem Vertrauen zueinander - Freunde, wie man sich bessere nicht wünschen könnte. Gekonnt hat mich die Autorin während Lorettas Ermittlungen hinters Licht führen können; Verstrickungen und unvorhersehbare Wendungen in der Geschichte haben mich zutiefst beeindruckt. Es gibt viele Tatmotive und noch mehr Verdächtige, da hat das Mitraten enormen Spaß gebracht und mich prächtig unterhalten. Die Sprache der Autorin ist frisch, frech und jung und natürlich darf der Ruhrpott-Dialekt nicht fehlen und peppt so manche Szene erfrischend auf.


Von Herzen gerne vergebe ich hier wohlverdiente fünf von fünf möglichen Sternen und spreche dem Buch meine uneingeschränkte Leseempfehlung aus. Liebhaber von Krimödien und echter Schreibkunst liegen hiermit goldrichtig! Leider ist dies (vorerst) der letzte Fall von Loretta Luchs und ihren Freunden, denn der Droste Verlag ändert sein literarisches Angebot. Doch ich hoffe auf den Spruch vom Pink Panther: "Heute ist nicht alle Tage. Ich komm' wieder, keine Frage." Zumindest wünsche ich mir ein Wiedersehen!

 

Über die Autorin:

Lotte Minck hat die längste Zeit ihres Lebens im Ruhrgebiet gelebt, wo sie Popstars bekocht, Events organisiert und in einer Schauspielagentur Termine jongliert hat. Dabei hat sie einige Skurrilitäten erlebt und die Menschen des Reviers kennen und lieben gelernt. Ihre von tiefschwarzem Humor geprägten Krimödien um Loretta Luchs sind eine Huldigung an das Ruhrgebiet und die Menschen, die dort leben. Seit 2005 widmet Lotte Minck sich ganz dem Schreiben.(Quelle: Droste Verlag)

Original-Klappentext:

Das große Finale: Bärbel und Frank heiraten! Und weil laut Frank „auf ’ne ordentliche Hochzeit“ getanzt wird, muss Loretta mit ihren Freunden die Schulbank drücken – genauer: die Tanzschulbank. Wider Erwarten machen ihr die Tanzstunden Spaß – bis einer der Teilnehmer beim Foxtrott erschossen wird. Ehrensache, dass das Ermittlerdreamteam im Finale Grande noch einmal alles gibt, um zwischen eifersüchtigen Ex-Formationstänzern und vermeintlichen Erbschleicherinnen den wahren Täter zu finden …

 

 

 

Im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks wurde mir ein Rezensions-Exemplar zur Verfüng gestellt, dafür bedanke ich mich herzlich!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, Februar 24, 2022

Gärten, Gift und tote Männer von Klaudia Blasl

 

Kuschelkrimi im Gärtner-Milieu


Im österreichischen Örtchen Oberdistelbrunn sitzt gerade der heimische Buchzirkel beieinander und möchte eigentlich Jules Vernes 'In 80 Tagen um die Welt' debattieren, als unvermittelt Bauer Gustl auftaucht und eine Teufelsaustreibung an seinen Hühnern vom Dorfpfarrer Pater Ägydius verlangt, sie seien besessen und schon dabei zu sterben, nur er könne noch helfen. Dann bricht Gustl vorm Kränzchen zusammen. Der herbeigerufene Landarzt Dr. Seidenmatt macht wenig Hoffnung, dass Gustl überleben wird und äußert sich zweifelnd bezüglich eines Infarkts, nahezu kryptisch ... Grund genug, um misstrauisch zu werden, für eine Dame des Kränzchens. Nachdem dann auch noch der Herr Pfarrer unauffindbar ist, übernimmt besagte Dame Paula, die pensionierte Lehrerin und Kräuterwissende ist, und versucht die mysteriösen Dinge aufzuklären. Unerwartete Unterstützung erhält sie dabei von ihren treuen Freundinnen aus Oberdistelbrunn..


 

Kauzige, liebenswerte bis grantelige Charaktere machen diesen Krimi aus, die Mischung bringt hier einfach die Perfektion. Die Sprache ist herrlich, ein klein wenig angehaucht von Dialekt, was ich außerordentlich charmant finde. Das Lesen bringt unglaublich viel Spaß und ich fühle mich extrem gut unterhalten. Die Spannung und das Tempo sind wohldosiert und das Lesen geht fließend von der Hand. Einmal gestartet mochte ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. Dieser Cozy-Crime ist hervorragend angelegt; Stimmung, Plot samt Twist sind dabei wunderbar durchdacht von der Autorin. Humorvolle Szenen überwiegen und wechseln sich doch auch ab mit nachdenklichen Zeilen. Ein fabelhaftes Buch für gemütliche Lesestunden, man kann sich prima durch das Buch gleiten lassen. Das dörfliche Ambiente ist phantastisch festgehalten und außerordentlich glaubhaft dargestellt.

Auf jeden Fall vergebe ich hier wohlverdiente fünf von fünf möglichen Sternen und spreche dem Buch eine unbedingte Leseempfehlung aus. Ein Wohlfühl-Krimi mit dem Hang zur Krimödie, das Lesen wird mit Schmunzeln und schöner Atmosphäre belohnt. Auf jeden Fall habe ich sogleich Agatha-Christie-Feelings beim Lesen verspürt!


Über die Autorin:

Klaudia Blasl kocht gerne und gut, noch lieber befeuert sie allerdings ihre kriminelle Giftküche. Das Ergebnis dieser Leidenschaft sind spannende Kriminalromane mit schwarzem Humor, bösen Blumen und fiesen Gewächsen. Die Österreicherin lebt in der Steiermark und dem Südburgenland, wo sie auch einen Giftpflanzengarten hat. (Quelle: Emons Verlag)

 

 

Original-Klappentext:

Zwei Hobbygärtnerinnen auf der Jagd nach Maulwurfsgrillen, Meuchelmördern und dem Mann fürs Leben.

Im idyllischen Oberdistelbrunn geht ein Giftmischer um. Seine mörderische Bilanz: eine nüchterne Alkoholleiche, ein Pfarrer in Teufels Küche und zwei Tote auf der Gartenschau. Während die Polizei auf der Stelle tritt, verfolgen zwei Pensionistinnen mit grünem Daumen und schwelender Ehekrise eine gefährliche Spur – und legen sich statt mit Nacktschnecken und Wühlmäusen erstmals mit einem echten Mörder an...




Herzlichen Dank an NetGalley Deutschland und den Emons Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars!






Mord und Wischmopp von Mirjam Munter

 

Pamela Schlonski räumt auf



Pamela Schlonski ist die Inhaberin der Reinigungsfirma 'Sauberzauber', neben ihr arbeitet noch Ahsen im Betrieb. Die Frauen sind nicht nur Kolleginnen sondern auch Freundinnen. Pamela lebt nach der Scheidung von Mike allein mit der 14-jährigen Tochter. Leia ist begeisterte und ehrgeizige Buchbloggerin auf Instagram und ein typischer Teenager. Als Pamela planmäßig morgens in einem Fotoklub aufschlägt um klar Schiff zu machen, findet sie die Leiche des Vorsitzenden des Klubs, Peter Neumann, vor. Da alle Mitglieder des Fotoklubs die Räumlichkeiten und Ausrüstung benutzen dürfen, wimmelt es natürlich nur so von Fingerabdrücken und DNA-Spuren.
Kriminalhauptkommissar Lennard Vogt übernimmt den Fall mit seinem kleinen Team, bestehend neben ihm aus Kommissaranwärterin Tina Bruns und Kriminaloberkommissar Thilo Schmidt. Doch auch Pamela macht sich so ihre Gedanken.


Bei diesem Buch habe ich mich bereits nach dem Lesen des Klappentextes in die Hauptfiguren samt Geschichte schockverliebt- hier stimmt einfach wieder einmal die gesamte Bandbreite. Und das Beste ist: ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil, meine Erwartungen wurden sogar weit übertroffen. Da sind erst einmal die Hauptfiguren: Pamela, eine starke, taffe Frau, die ihr Leben voll im Griff hat, die sich perfekt um ihre Tochter kümmert, ihr kleines aber feines Unternehmen schmeißt; sie ist zudem patent und findet für alles eine Lösung. Leia, ihre Tochter im Teenager-Alter steckt selbstredend hormonell bedingt im Umbruch und widerspricht auch gerne mal dem, was die Mama plant. Klug und einfühlend ist ihr Charakter, genau wie der ihrer berühmten Namensgeberin Prinzessin Leia. Herrlich! Die beiden sind zutiefst liebenswert und bedingungslos authentisch. Sie haben sich sogleich einen Platz in meinem Leser-Herzen erobert. Hier gibt es Ecken und Kanten und es sprüht nur so vor Lebendigkeit. Die Dialoge reißen mich mit, sind ansprechend und echt gestaltet. Die Sprache, die die Autorin gewählt hat, beinhaltet neben ein wenig Ruhrpott-Dialekt, eine junge, moderne Note. Sie kann mich die gesamte Lesedauer über mitnehmen und bei der Stange halten. Dieser Cozy-Crime unterhält mich vorzüglich, der Humor ist dabei hervorragend an den richtigen Stellen gesetzt und wohl dosiert.


Von Herzen gerne vergebe ich diesem Cozy-Crime wohlverdiente fünf von fünf möglichen Sternen und spreche ihm meine absolute Lese-Empfehlung aus. Die Geschichte ist tatsächlich perfekt erzählt von der Autorin und ich bin ab sofort Pamela Schlonskis Fan! Bitte ganz schnell mehr davon!

 

Kurzmeinung:

Miss Marple meets Tatortreiniger meets Ruhrpott-Liebe


Über die Autorin:

Mirjam Munter ist das Pseudonym von Mirjam Müntefering. Obwohl sie Filmwissenschaftlerin ist und einige Jahre als Fernsehredakteurin arbeitete, wandte sie sich ihren beiden Leidenschaften zu: Dem Schreiben und den Tieren. Mehr als zwanzig Jahre betrieb sie ihre eigene Hundeschule, konzentriert sich inzwischen jedoch ganz aufs Schreiben - vielseitig, genrepolygam und für alle Altersklassen. Sie lebt mit ihrer Ehefrau, Hunden, Pferden, Katzen, Meerschweinchen und Hühnern am grünen Rand des Ruhrgebiets und treibt sich täglich in Hattingen, Sprockhövel und Witten herum - in direkter Nachbarschaft zu den Figuren ihres Krimis. (Quelle: Ullstein Buch Verlage)

 

Original-Klappentext:

Pamela Schlonskis erster Fall

Der erste Fall für Putzfrau Pamela Schlonski, die neue Ermittlerin im Ruhrpott

Pamela Schlonski betreibt am grünen Rand des Ruhrgebiets die Putzfirma Sauberzauber. Sie hat eine große Klappe, aber auch ein scharfes Auge. Bei ihrer wöchentlichen Arbeit in den Vereinsräumen eines Fotoklubs entdeckt sie eines Tages den toten Vorsitzenden. Die Leiche liegt zwischen Blitzlichtern und neben einem romantisch gedeckten Tisch. In dem Durcheinander findet Pamela einen verdächtigen Papierschnipsel.

Die Ermittlungen übernimmt der schweigsame Kommissar Lennard Vogt, der Pamelas Hinweisen nur widerwillig Aufmerksamkeit schenkt. Allerdings merkt er bald, dass die gewitzte Reinigungskraft über einen untrüglichen Instinkt verfügt. Und so schliddert Pamela tief in ihren ersten Mordfall hinein.

Ein charmanter cosy Krimi für alle Ruhpottfans, Nordlichter und Hobbyermittler:innen. 

 

 

 

Herzlichen Dank an NetGalley Deutschland und die Ullstein-Verlage für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars!  

 

 

 

 

 

Mittwoch, Juli 28, 2021

Ein Männlein liegt im Walde - Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs von Lotte Minck

 

Loretta Luchs in ihrem (bislang) schwierigsten Fall


Loretta Luchs und ihr Freund Dennis Karger durchleben gerade eine Extrem-Situation, ja einen Albtraum. Dennis wird verdächtigt, den Adoptiv-Vater seiner Tochter ermordet zu haben. Von seiner Tochter Miriam genannt Miri, hatte Dennis gerade erst ein paar Tage zuvor erfahren. Mit deren Mutter Angelika, genannt Angie, hatte Dennis vor 20 Jahren eine kurze Affäre auf Ibiza. Doch Angie hatte zu dem Zeitpunkt mehrere Sex-Partner, somit ist die Vaterschaft ohne Test noch gar nicht sicher bestätigt. Trotzdem hatte es erste, kurze Begegnungen gegeben. Auf einer kleinen Sommerparty in Dennis' Haus kam es dann zu einer Auseinandersetzung zwischen Dennis und dem Stiefvater Miriams. Besagter ist nun tot, aufgefunden neben dem bewusstlosen Dennis im Wald. - Eine Falle, wie Loretta sofort klar ist. Minipli-Man und Hornbrillen-Girl nehmen die Ermittlungen auf!


Der Schreibstil der Autorin Lotte Minck gefällt mir super gut. Ihr Tempo ist flott und ich werde die gesamte Zeit über hervorragend unterhalten. Die Spannung ist extrem hoch gehalten, schon allein weil Loretta selbst (bzw. ihr Liebster Dennis) im Fall involviert ist. Mit ihrer Sprache, nämlich dem Ruhrpott-Dialekt, schafft es Lotte Minck, Auflockerung in das düstere Szenario einfließen zu lassen, an vielen Stellen habe ich ein dickes Grinsen im Gesicht. Die Gefühle kommen gut zur Geltung, Loretta in ihrer Verzweiflung, die Liebe zu Dennis, die Tiefe Freundschaft zu den Freunden. Die Emotionen sind brillant dargestellt und vor allem, sie sind lebensecht. Die Charaktere sind allesamt glaubhaft und in ihren jeweiligen Eigenschaften tief verwurzelt. Die Gruppe um Loretta und Dennis und die beiden selbst sind liebenswert und es macht Spaß, mit ihnen mitzufiebern. Die Geschichte selbst ist unfassbar authentisch und könnte jedem von uns jeden Tag selbst passieren. Die Polizeiarbeit, Abläufe und Rechtsfragen werden interessant berichtet und sind informativ, nehmen aber nichts von der Intensität der Story weg. Die Dialoge sind göttlich und ich wäre an manchen Stellen gerne dabei gewesen!


Von Herzen gerne vergebe ich fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle die Krimödie uneingeschränkt weiter. Ich hoffe, das Buch findet viele, viele Leser und Leserinnen und ich bin sicher, sie werden das Buch lieben und es gar nicht aus der Hand legen wollen. Zu spannend und gefühlvoll ist die Geschichte angelegt, als dass man nicht sofort auch das Ende wissen möchte.


Kurzmeinung:

Eine Albtraum-Situation unwahrscheinlich authentisch, eine Ruhrpott-Krimödie absolut zum Mitfiebern, eine emotionale Achterbahnfahrt!

Über die Autorin:

Lotte Minck hat die längste Zeit ihres Lebens im Ruhrgebiet gelebt, wo sie Popstars bekocht, Events organisiert und in einer Schauspielagentur Termine jongliert hat. Dabei hat sie einige Skurrilitäten erlebt und die Menschen des Reviers kennen und lieben gelernt. Seit 2005 widmet Lotte Minck sich ganz dem Schreiben. (Quelle: Droste Verlag)

Original-Klappentext:

Eine fast zwanzig Jahre zurückliegende Affäre bringt Lorettas Universum ins Wanken: Dennis soll Vater einer erwachsenen Tochter sein und steht von einem Tag auf den anderen unter Verdacht, deren Stiefvater erstochen zu haben. Die Last der Beweise ist erdrückend, doch für Loretta aka Hornbrillen-Girl steht fest: Dennis ist in eine Falle gelockt worden. Davon muss jetzt nur noch die Polizei überzeugt werden – wie immer mit tatkräftiger Unterstützung von Minipli-Man und Co.

 

 

Herzlichen Dank an Lovelybooks und dem Droste-Verlag sowie an die Autorin selbst für die freundliche Bereitstellung eines Rezensions-Exemplars im Rahmen einer Lese-Runde.


Freitag, August 03, 2018

Meerjungfrauen morden besser von Tatjana Kruse

Die herumschnüffelnden K&K-Schwestern auf einem Road-Trip – eine göttlich gute Krimödie!


Skurrile Zufallsbekanntschaften, ein einzigartiger Plot, in rasantem Tempo erzählt dazu herrlicher Hamburger Charme in der Landschaft wie auch in den mitspielenden Menschen – die Fortsetzung von „Der Gärtner war's nicht!“ ist einfach genial köstlich. Die Schwestern Kriemhild und Konny schliddern von einer brenzligen Situation in die nächste und haben alle Hände voll zu tun, sich selbst und das Ansehen des Kommodore zu retten. Nacktkater Amenhotep ist natürlich jederzeit mit von der Partie und ist so grummelig und menschenfeindlich wie eh und jeh. Der Autorin Tatjana Kruse ist ein wundervoller, urkomischer Kriminalroman aus der Feder entsprungen, den es sich zu lesen mehr als lohnt. Krimödien-Liebhaber werden den Roman verschlingen; den ersten Teil muss man dafür übrigens nicht kennen, doch ich garantiere allen Lesern, sie werden Teil 1 ebenfalls kennenlernen wollen. Denn die beiden Schwestern sind Charaktere, die man einfach lieben muss. Meine Bewertung: klare fünf von fünf möglichen Sternen.


Freitag, August 11, 2017

Schampus, Küsschen, Räuberjagd – Ein rabenschwarzer Pauline-Miller-Krimi von Tatjana Kruse

Pauly, wie wir Leser sie lieben


Die Bretter, die die Welt bedeuten, bringen Pauline „Pauly“ Miller dieses Jahr nach Bayreuth. Für sie selbst das ganz große Kino, schließlich hat der Meister höchstpersönlich bereits auf diesem heiligen Boden gestanden und seine Opern inszeniert. Die Operndiva wird die Isolde aus „Tristan und Isolde“ darbieten. Doch so richtig kann sie ihren Bayreuth-Aufenthalt nicht genießen, gleich zu Beginn ist der Wurm drin und Katastrophen brechen über Pauly herein. Ausgerechnet beim Auftakt-Buffet im Steigenberger Festspielrestaurant erfährt Pauly, dass ihre Erzfeindin – das Hermännchen ebenfalls im Ensemble singt. Wieso hat ihre Agentin Bröcki sie denn nicht vorgewarnt? Als nächstes hat Paulys Lebenspartner Arnaldur unangenehme Neuigkeiten für sie. Doch die Krönung von allem: sie wird bezichtigt, eine Juwelendiebin zu sein! Wie wird das alles für unsere Pauly enden?

Mittwoch, Mai 10, 2017

Der Gärtner war's nicht von Tatjana Kruse

Cozy Crime vom Feinsten!


Seit gut einem Jahr führen die beiden über 60jährigen Zwillingsschwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, eine kleine aber feine Bed&Breakfast-Pension. Die Pension läuft leider noch nicht so gut. Da kommt der Anruf eines Konzertmanagements gerade richtig, eine fünfköpfige Band wird für sieben Nächte avisiert. Diskretion wird allerdings vorausgesetzt, die Anonymität der Band soll auf jeden Fall gewahrt werden. Da es außerdem noch einen anderen geheimnisvollen Gast gibt, ist die Pension somit ausgebucht und die Schwestern haben alle Hände voll zu tun mit ihren Gästen. Als dann ein Morde geschieht, bekommen Konny und Kriemhild noch mehr Arbeit. Können sie den Fall klären?




Donnerstag, Dezember 08, 2016

Kalle & Kasimir – Die rätselhafte Wahrsagerin von Mirjam Müntefering

Kalle und Kasimir ermitteln in einem privaten Fall


Kater Kasimir und Mops Kalle sind etwas geknickt, Linna und Mads, Herrchen und Frauchen der beiden haben sich getrennt. Das heißt für die beiden Vierbeiner, dass sie jetzt nicht mehr zusammen wohnen. Doch, beide schmieden Pläne, um ihre Menschen wieder zusammen zu bringen. Aber den beiden Hobbydetektiven kommt ein neuer Fall in die Quere, den es aufzulösen gilt. Keine leichte Aufgabe bei getrennten Wohnungen, doch zum Glück fungiert Dobermannhündin Amanda als Botin zwischen den beiden. Wird es ihnen gelingen, die Diebesbande zu schnappen und Linna und Max wieder zu vereinen?

Mittwoch, August 03, 2016

Glitzer Glamour Wasserleiche von Tatjana Kruse

Pauline Miller goes Bregenz


Pauline Miller verschlägt es dieses Mal mit Ramades zu den Bregenzer Festspielen, denn sie wird die Prinzessin Turandot singen. Eigentlich empfindet sie die Rolle bei ihrer Berühmtheit schon unter ihrer Würde, doch der Vertrag ist schon lange Zeit unterschrieben. Ihre von Bröcki (eigentlich Marie-Luise Bröckinger und Paulines Agentin) angemietete Villa ist wieder einmal proppenvoll mit den unterschiedlichsten Menschen. Vom ersten Band der Reihe kennen wir Leser bereits Bröcki, mit ihrem Verlobten Laurenz Pittertatscher, Kriminalkommissar, Yves DuBois, Paulys Privatsekretär aber eigentlich Countertenor doch ohne Vertrag. Neu hinzu gekommen sind Dr. Simian samt seiner Schwester, ein Hundeflüsterer, der Ramades Narkolepsie in den Griff bekommen soll. Gleich zu Beginn trifft auf den Mann der nach über einjähriger Abstinenz ihr Traummann sein könnte, doch wer Pauline weiß, dem Glück stellen sich heftige Turbulenzen in den Weg. Und dann gibt es da noch eine Wasserleiche und ein Dognapper macht die Gegend unsicher.

Montag, August 03, 2015

Bei Zugabe Mord! von Tatjana Kruse



Mord in Salzburg, kann eine Diva die Festspiele retten?

Featured imageDie Sopranistin Pauline Miller steht gerade vor den Proben in ihrem neuen Engagement bei den Salzburger Festspielen als „Konstanze“ in Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“. Die schwere Perücke, das wuchtige Kostüm und die Hitze, die in diesem Sommer über Salzburg liegt, komplizieren ihre Arbeit. Doch am schlimmsten ist ihr Liebeskummer, in dem sie zu ertrinken droht, hat sich gerade erst ihr Partner von ihr getrennt, um an der New Yorker Met zu singen. Sie schwört sich, nie wieder eine Beziehung zu einem Tenor einzugehen, nie wieder Arbeit und Privatleben zu mischen. Pauline hofft, dass sie wie gewohnt 110% in ihrer Rolle geben kann, doch ihr Selbstbewusstsein ist angeknackst. Vielleicht ist es von Vorteil, dass sie mit vier der anderen Besetzungsmitglieder gemeinsam an der Juilliard School studiert hat, man kennt sich und ist vertraut miteinander. Nach beendeter Probe begibt sie sich auf ihren Heimweg, zu Fuß, um wenigstens durch den Zuspruch von Touristen und Passanten ein wenig ihr Selbstvertrauen aufpolieren zu können. In ihrem vorläufigen Zuhause angekommen wartet eine unschöne Überraschung auf sie – eine tote Maus liegt auf ihrer Fußmatte, das erste Todesopfer, es sollen weitere folgen und Pauline beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, unterstützt von ihrem an Narkolepsie leidenden Boston-Terrier Radames.