Freitag, April 10, 2015

Wiener Totenlieder von Theresa Prammer

Mord in der Opernwelt 

Featured imageDer Tenor Wilhelm Neumann wird während der Premiere auf der Bühne ermordet, er kann gerade noch den Beginn der Rolle des Monostatos in Mozarts Zauberflöte schmettern und das auch noch besser als jemals zuvor, dann bricht er tot zusammen. Wollte jemand die Premiere des Stückes verhindern oder ist jemand anderes scharf auf die Rolle des Monostatos? Da es nicht bei diesem einen Mord an der Oper bleibt, zieht die Polizei die Privatdetektivin Lotta Fiore hinzu. Sie soll im Mordfall an der Oper undercover ermitteln, verfügt sie doch über eine abgebrochene Opernausbildung und ist zudem die Tochter der berühmten Sopranistin Maria Fiore. Ihr zur Seite gestellt wird der ehemalige Kriminalkommissar Konrad Fürst, der sich seit dem Verschwinden seiner Tochter als Clown über Wasser hält.


Donnerstag, April 02, 2015

Nachruf auf den Mond von Nathan Filer

Featured image Ein Stück Poesie


Matthew, damals neun Jahre alt, verbringt einen Camping-Urlaub zusammen mit seinen Eltern und seinem 3 Jahre älteren Bruder Simon, der an einer Muskelschwäche und wie wir Leser etwas später erfahren sollen zudem an dem Downsyndrom leidet. Neben anderen Geschichten von diesem Sommer erzählt uns Matthew, dass er mit seinem Bruder einen verbotenen Weg zum Strand herunter läuft und sich dabei am Knie verletzt. Der Bruder hilft ihm, trotz seiner eigenen Behinderung, zurück zum Camping-Platz. Beide Eltern zeigen sich erbost und schimpfen mit Matthew, da er ihr Verbot missachtet hatte. Dies soll symbolisch für das Verhalten der Eltern stehen, die dem älteren Bruder rückblickend stets mehr Aufmerksamkeit schenken, begründet liegt dies in seiner Erkrankung.
Im nächsten Kapitel erfahren wir dass Simon tot ist. Matthew erinnert sich nicht daran, wie es geschehen ist und ob er seines Bruders Tod verschuldet hat, doch insgeheim ist er von seiner Schuld überzeugt. Die Eltern bringen ihn zunächst bei den Großeltern unter.
Nach Hause zurückgekehrt, versucht die Mutter ihn abzuschirmen vom normalen Leben, schleift ihn wegen jeder Nichtigkeit zum Arzt, nahezu selbst Züge des Münchhausen Syndroms zeigend. Er selbst hält die Mutter für verrückt. Sie unterrichtet ihn zu Hause und blamiert ihn absichtlich vor den ehemaligen Mitschülern, um ihn noch näher an sich zu binden. Als der Zufall Matthew aus dieser schlimmen isolierten Situationen heraus lässt, ja er endlich einen Freund findet, schleicht sich ein neuer Feind in Gestalt einer schlimmen Erkrankung – der Schizophrenie – in sein Leben ein.
Mit seinen inzwischen 19 Jahren lebt Matthew als ein Patient in der Psychiatrischen Klinik Bristol. Er versucht seine Geschichte aufzuschreiben, dabei erinnert er Fragmente und springt in der Chronologie. Er möchte wissen, wie es zu dem Unfall kam, versucht sich zu erinnern. Für ihn ist Bruder nicht tot – nur verändert. Trotzdem sind da seine Schuldgefühle.


Dienstag, März 17, 2015

Zielgerade von Joachim Fuchsberger

Featured imageKurzer Leseeindruck von einem großen Fan: Dieses Buch zu lesen, war wie ein wunderbares, letztes Gespräch zu führen – danke der großen Fernsehlegende. Adé, Blacky! 5 Sterne von mir.























Der Junge muss an die frische Luft von Hape Kerkeling

Featured imageKurzer Leseeindruck von einem großen Fan: Einfach wunderbar dieses Buch zu lesen – offen und einfühlsam erzählt uns Hape Kerkeling seine Geschichte, sein Leben. Dankeschön für unvergessliche Lesestunden! 5 Sterne von mir.


























Donnerstag, Februar 05, 2015

Die rote Katze von Robert Brack als Virginia Doyle

Ein historischer St. Pauli Krimi


Featured imageDer Autor Robert Brack schreibt als Virginia Doyle und nimmt uns mit ins Hamburg des Jahres 1903, besser gesagt nach St. Pauli, das sich zu der Zeit bereits als Vergnügungsviertel etabliert hat. Gleich zu Beginn des Krimis geschieht der Mord an einer Tänzerin der Revue »Die rote Katze« und wird somit zum ersten Fall für den neu ernannten, verdeckten Ermittlers Heinrich Hansen. Dieser kehrt nach Jahren auf See gerade erst zurück in seine alte Heimatstadt. Kennt die Menschen und das Umwelt also nur zu gut. Doch ist er neu in seinem Job und muss von daher seinen Weg erst finden.


Die Erfindung der Flügel von Sue Monk Kidd

Featured imageZu ihrem 11. Geburtstag erhält Sarah, Tochter eines Richters am Obersten Gerichts und zudem Plantagenbesitzers, die Vormundschaft für die kleine Sklavin Handful/Hetty – so absurd es für unsere Ohren klingen mag, das war doch zu der Zeit in den Südstaaten der USA das normale Leben. Handful konnte aus Sicht ihrer Familie froh sein, dass sie nicht zur Arbeit auf einer anderen Plantage verkauft wurde, nein sie konnte in der Nähe der Familie bleiben und als Kammerzofe für die junge Miss Sarah arbeiten. Doch was dann geschah, konnte niemand ahnen. Sarah, die ihr Geschenk zunächst gar nicht annehmen wollte, versuchte das Beste aus der Situation zu machen. Sie und Handful freunden sich an, Sarah gibt der neuen Freundin Unterricht und öffnet ihr damit die Tür zu einem neuen Horizont. Doch die Umwelt versucht dies zu verhindern. Hinzu kommt, dass die Plantage der Familie Grimké äußerst streng geführt wird, auch kleinste Verfehlungen werden mit Peitschenhieben bestraft. Handfuls Mutter hingegen versucht Sarah psychologisch unter Druck zu setzen und damit die Freilassung ihrer Tochter zu erzwingen. So gerät Sarah in eine aussichtslos erscheinende Lage. Ferner hegt Sarah einen Berufswunsch, der für Mädchen zu der Zeit in den Südstaaten als völlig indiskutabel gilt, denn sie möchte Anwältin werden.


Mittwoch, Januar 14, 2015

Teufelsbrut: Die Kinderhexen von Bärenbrück von Kirsten Klein

Featured imageIm Jahre 1669 tritt die fünfjährige Marie eine regelrechte Lawine los, es ist ein äußerst phantasievolles Kind, das angeregt durch Erzählungen seiner Großmutter, Geschichten darüber erzählt, wie es des nachts auf Besen herumfliegt. Es entfacht damit eine Hexenjagd, der Teufel soll aus dem kleinen fiktiven Städtchen Bärenbrück vertrieben werden. Denn auch andere Kinder greifen diese Erzählungen auf und berichten ähnliche Dinge. Die eher menschlichen Hintergründe dieser Berichte sind den einfachen und schlichten Menschen zunächst nicht ersichtlich. Zu sehr sind sie mit den eigenen Kämpfen ums tägliche Überleben und das korrekte Ausleben ihrer Religion beschäftigt.