Mittwoch, August 10, 2016

So wie die Hoffnung lebt von Susanna Ernst

Schicksal oder Vorsehung?


Jonah und Katie lernen sich im Kinderheim kennen. Sie ist 11 Jahre und er 13 Jahre alt. Sie hat drei Jahre zuvor ihre Familie auf bestialische Weise, durch ihres Vaters Hand, verloren und spricht seitdem kein Wort mehr. Jonah kommt gerade von einem dreimonatigen Krankenhausaufenthalt ins Heim, er hat seine Mutter und Großmutter in einem Feuer verloren, bei dem auch er schwer verletzt wurde. Der sensible Junge schafft, was allen anderen zuvor verwehrt wurde, Katie öffnet sich ihm und beginnt wieder zu sprechen. Nicht zuletzt wegen seiner besonderen Gabe, denn Jonah kann wunderschön zeichnen. Die beiden verbindet bald eine tiefe und aufrichtige Freundschaft. Nach Jahren beginnt sich gerade eine Liebe daraus zu entwickeln, als das Schicksal erneut zuschlägt.



Äußerst einfühlsam und voller Gefühle erzählt die Autorin Susanna Ernst in „So wie die Hoffnung lebt“ die Geschichte von Katie und Jonah. Die beiden, die in ihrem jungen Leben bereits so viel durchmachen mussten, entschließen sich, einander zu vertrauen und Gefühle sowie Freundschaft doch noch einmal zuzulassen. Die Autorin verwendet dafür eine ausgesucht und exquisite Sprache. Sie lässt uns Leser durch alle Arten der Emotionen gehen und sie mit den beiden Protagonisten durchleben. Die Charaktere sind Susanna Ernst hervorragend geglückt, sie haben Blut und sind lebendig. Die Geschichte selbst ist außerordentlich realitätsnah. Die abwechselnde Erzählung aus Katies und aus Jonahs Sicht machen das Lesen sehr kurzweilig.

Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch seine wie ich finde wohlverdienten fünf Sterne von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Leser von Schicksalsromanen und Liebhaber großer Emotionen werden es verschlingen und lieben. Dieses Buch hat alles, was ein Lieblingsbuch benötigt und es wird seine Leser so schnell nicht wieder loslassen. Mich hat das Buch gepackt und ich konnte es nicht mehr aus den Händen legen. Ein Buch wie für lange Leseabende auf dem Sofa geschaffen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen