Montag, Dezember 26, 2016

Raumpatrouille von Matthias Brandt

Eine Kindheit in den 60ern


Der kleine Matthias könnte in den 60er Jahren eine ganz normale Kindheit durchleben, wäre da nicht der Umstand, dass sein Vater der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland ist. So lebt die Familie Garten an Garten mit dem Präsidenten im noblen Bonner Stadtteil Venusberg. Matthias wird hin und wieder eben dort zu einem heißen Kakao eingeladen. Außerdem freundet er sich mit einigen der Personenschützer an, nur um sich diebisch zu freuen, wenn er ihnen später entwischen kann um mit seinem Bonazarad den angrenzenden Wald zu durchforsten. In der Schule lebt er nach dem Motto, nur nicht aufzufallen, denn er möchte nicht im Mittelpunkt stehen und auch nicht zeigen, dass er über gewisse Privilegien verfügt.

Samstag, Dezember 24, 2016

Weihnachts-Grüße


Mein Leben mal eben von Nikola Huppertz

Folge nicht dem Strom, sei du selbst!


Die 13jährige Anouk Vogelsang empfindet sich als unnormal, ist sie doch so ganz anders als ihre Klassenkameraden. Sie liebt es sich in ihr Zimmer zurückzuziehen, ihre Bücher zu lesen und Metal zu hören. Sie beschließt, sich zu ändern, besser sich den anderen anzupassen. Sie würde gerne bei den Klassenschönen Frederike und Mia punkten und von ihnen anerkannt werden. Dafür wäre sie sogar bereit, wie diese Klamotten zu shoppen und sich zu schminken und Popmusik zu hören. Aber Anouks Anläufe, sich zu ändern scheitern, dabei stünden die Zeichen gerade gut, so ist eine neue, unvoreingenommene Mitschülerin zum Klassenverband gestoßen, Lore Pfeifer; Anouk hätte diese gerne zur neuen Freundin. Ebenfalls neu in der Klasse ist Moritz Spiekmann, neben ihm sitzt Anouk nun, leider gehört auch er zu den Außenseitern. Wird Anouks Familie, nämlich ihre Mütter Beatrix, eine Landschaftsarchitektin, und Miriam, eine Kostümbildnerin, sowie Anouks biologischer Vater Philipp Trapper, also ihr Erzeuger, ein Sänger und Leadgitarrist, Anouk bei ihrer Selbstfindung helfen können? Gerade mit Philipp bahnt sich bereits der nächste Konflikt an, denn er stellt den Dreien seine Verlobte Kathrin vor ...

Freitag, Dezember 23, 2016

Das Mädchen im Fleet von Christiane Fux

Zwischen Tradition und Neuzeit

Der Hamburger Bestatter Theo Matthies muss dieses Mal einen sehr persönlichen Kunden betreuen, kennt er die betroffene Familie doch bereits aus Jugendjahren. Familie Munk lebt seit Generationen im Raum Hamburg und gehört der größten Sinti-Familie der Stadt. Mit Manusch Munk verband Theo einst eine enge Freundschaft. Nun ist die junge Jenay Munk tot, ertrunken im Veringkanal, die Gerichtsmedizin findet keine Anzeichen für einen gewaltsamen Tod. Bei Theo sitzen jetzt ihre Mutter Rubina und ihr Vater Manusch und planen deren Beerdigung. Die Eltern sind gramgebeugt und gerade Rubina glaubt nicht an einen tragischen Unfall. Nach dem Gespräch kehrt sie noch einmal allein zu Theo zurück und bittet ihn, den Mord an ihrer jüngsten Tochter aufzuklären. Aus alter Freundschaft heraus beginnt Theo, zwar mit Zweifeln behaftet, aber dennoch zu ermitteln und stößt sehr schnell auf Hindernisse und Widerstände auch von Seiten des Clans.

Mittwoch, Dezember 21, 2016

Der einzige Brief von Judith Lennox

Schicksalsschläge


Es ist das Jahr 1915 als Elizabeth „Bess“ Ravenhart durch einen tragischen Reitunfall zur Witwe wird und ihren kleinen Sohn Frazer in Indien bei der ungeliebten Schwiegermutter Cora zurücklassen muss. Zunächst möchte sie sich in ihrer alten Heimat Schottland eine neue Existenz aufbauen und dann natürlich ihr Baby nachholen. Doch das Schicksal will es anders, Bess begibt sich auf die Suche nach einem neuen Ehemann, denn ihr ist klar, als mittellose Witwe kann sie ihren Lebensunterhalt nicht allein bestreiten und tatsächlich verliebt sie sich erneut. Unterdessen schreibt sie zwar Briefe nach Indien, aber sie bleiben unbeantwortet. Als es dann nach Jahren zu einem Wiedersehen zwischen Mutter und Sohn kommt, verläuft das nicht so wie Bess es sich in ihren Träumen vorgestellt hat.

Mittlere Reife von Isabel Varell

Was ist wichtig im Leben

 Dass wir Leser das Vergnügen haben, Isabel Varells Autobiographie „Mittlere Reife – Aus meinem Leben“ lesen zu dürfen, hat unter anderem ihr bester Freund Hape Kerkeling mitzuverantworten, denn er hat sie immer wieder ermuntert, ihre Geschichten aufzuschreiben, bevor sie vergessen werden. Herausgekommen ist ein einfühlsames, berührendes Buch über den Menschen Isabel Varell. Über ihre Kindheit, darüber dass ihre heile Welt mit neun Jahren durch die Scheidung zerstört wurde, das schwierige Verhältnis zu ihrer alles und jeden dominierenden Mutter, die auch vor Schlägen nicht zurückschreckte, über ihre Ehe mit Drafi Deutscher, den sie so jung kennenlernte, über Katastrophen in ihrem Leben aber auch immer wieder Positives. Denn Isabels Leitsatz heißt, erst einmal an das Gute in einem Menschen zu glauben.


Freitag, Dezember 09, 2016

... in fünf Minuten - Mirjam Müntefering


Geburtsort:
das Sauerland, genauer gesagt Neheim-Hüsten
Morgenmensch oder Langschläfer:
Eindeutig Morgenmensch, da bin ich am kreativsten. Im Winter liebe ich die Zeit bevor es hell wird und ich schon schreiben kann.
Lieblings-TV-Serie/ oder -Film:
Oh jeee, sooo viele … Larkrise to Candlefort, Doc Martin, Downton Abbey, Holidays, die Verfilmungen der Austen-Bücher …
Dein Idol:
Jane Goodall
Seit wann schreibst Du?:
Seit der Zeit bevor ich schreiben konnte. Denn da habe ich schon Geschichten erfunden und erzählt. Bücher wollte ich schon als Kind schreiben. Oder besser gesagt, ich dachte EINS würde ausreichen – mit dem Verbreitungsgrad der Bibel. (lach)
Lieblingsessen/-getränk:
Kartoffelklöße mit Rotkohl und brauner Soße. Und süß: „Herrencreme“ und Schokolade.
Wer oder was inspiriert Dich?:
Menschen und Tiere, die aufmerksam durchs Leben gehen. Die wunderschöne Natur.
Gibt es etwas, das Du gerne erlernen möchtest?:
Klavierspielen – habe letztes Jahr eines zu Weihnachten bekommen und übe fleißig. Aber es dauert …. Soooifz … Und so RICHTIG GUT reiten würde ich auch gerne können – auch da bin ich dran.
Lieblingsplatz:  
Waldlichtung in einem Laubwald. Ein Bach plätschert. Vögel zwitschern. Insekten surren.
Welche ist Deine bevorzugte Musikrichtung? :
Ich höre sehr vieles. Sehr gern irische Musik (Corrs) oder Indigo Girls oder Barbra Streisand – eine echt bunte Mischung also, aber auch aktuellen Pop.
Ist Dein Schreibtisch aufgeräumt oder herrscht dort Chaos?
– Mein Arbeitsschreibtisch im Büro ist immer gefüllt mit Sachen, die in geordnetem Chaos „abgeheftet“ werden müssen. Mein Schreib-Eckchen an der alten Nähmaschine meiner Oma, direkt neben der Terrasse, über die Singvögel schwirren, ist immer super aufgeräumt und hübsch dekoriert. Nur mein Laptop und die Notizen zum aktuellen Buch.
Hast Du Haustiere?:
zwei Cockerspanielmädels, Hühner und in einem großen Außengehege eine Sippe Meerschweinchen, die aus Kinderzimmern oder Kellerhaltung gerettet wurden.
Hast Du ein Laster?:
Hm, nix rauche, nix trinken – aber SCHOKOLADE!
Lieblingsstadt oder Lieblingsland:
Sark (so schöne Natur und keine Autos!) und Glastonbury in Südengland
Neben dem Schreiben, welcher andere wäre Dein Traumberuf?:
Ich hab ja noch einen tollen Beruf, indem ich seit 2000 meine eigene Hundeschule betreibe. Aber wenn das auch nicht ginge: Soziobiologin
Mit wem würdest Du gerne einmal zu Abend essen (lebend oder verstorben / reale oder fiktive Person)?
Jane Goodall, die Queen, Hermine Granger und Elisabeth Bennet.
Was ist Dein Sternzeichen?
Wasserfrauchen
Hast Du ein Lieblingswort?
- neuerdings: SCHOCKVERLIEBT ;o))))
Lieblingsfarbe?
Helles Lindgrün mit Goldsprenkeln
Welches Buch liest Du gerade?
„Anton hat kein Glück“ von Lars Vasa Johansson.
Welche drei Dinge würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?
Lebendiges: Meine Lebensgefährtin und unsere drei Hunde. Dinge: 1. Meinen vollgeladenen eBook-reader mit ewig-Akku, 2. Meinen Glückbringer-Stoffhund Hannibald (das D ist kein Fehler!), 3. Etwas zum Schreiben.

Hat Spaß gemacht!!!! Liebe Grüße Mirjam


Die Autorin findet Ihr im Netz auf ihrer eigenen Homepage oder bei Facebook!

Von Mirjam Müntefering wurden bisher folgende Bücher veröffentlicht (eine Auswahl
von über 30 Büchern!):

Donnerstag, Dezember 08, 2016

Kalle & Kasimir – Die rätselhafte Wahrsagerin von Mirjam Müntefering

Kalle und Kasimir ermitteln in einem privaten Fall


Kater Kasimir und Mops Kalle sind etwas geknickt, Linna und Mads, Herrchen und Frauchen der beiden haben sich getrennt. Das heißt für die beiden Vierbeiner, dass sie jetzt nicht mehr zusammen wohnen. Doch, beide schmieden Pläne, um ihre Menschen wieder zusammen zu bringen. Aber den beiden Hobbydetektiven kommt ein neuer Fall in die Quere, den es aufzulösen gilt. Keine leichte Aufgabe bei getrennten Wohnungen, doch zum Glück fungiert Dobermannhündin Amanda als Botin zwischen den beiden. Wird es ihnen gelingen, die Diebesbande zu schnappen und Linna und Max wieder zu vereinen?

Montag, Dezember 05, 2016

Im Sommer wieder Fahrrad von Lea Streisand

Familiengeschichten


Lea ist 15 Jahre alt, als sie zusammen mit Ihrer Großmutter Ellis Heiden, Jahrgang 1912, liebevoll Mütterchen genannt, beschließt, dass sie es sein wird, die die Lebensgeschichte von Ellis, die eine Schauspielerin war, aufschreiben und veröffentlichen wird. Zu diesem Zeitpunkt kann Lea noch nicht ahnen, wie sehr sich ihr eigenes Leben verändern wird. Mit 30 Jahren erfährt Lea, dass sie an einer schlimmen Form des Krebses erkrankt ist. Nun beginnt ein ganz anderer Kampf, den die junge Frau bestehen muss. Als sie als geheilt gilt, entschließt sie sich Ellis Geschichte niederzuschreiben und auch ihre eigene Geschichte zu erzählen. So ist das Buch „Im Sommer wieder Fahrrad“ von Lea Streisand entstanden, die Autorin berichtet aus dem Leben zweier willensstarker und kämpferischer Frauen. Dies tut sie mit ganz viel Herz und auch mit Tränen …

Freitag, Dezember 02, 2016

Todschreiber von Maren Graf

Die Macht der Worte


Die Mordkommission K1 von der Kieler Kriminalpolizei muss einen Selbstmord bearbeiten. Die Kriminalkommissarin Lena Baumann hat als einzige eine Ahnung, dass es sich nicht um einen herkömmlichen Freitod handeln könnte. Als es kurz darauf erneut zu einem Suizid kommt, erhärten sich die Beweise. Es wird ein mysteriöser Brief entdeckt, es erscheint, als wolle jemand die Menschen dazu bringen, sich selbst das Leben zu nehmen. Doch ist das überhaupt möglich? Wird Lena es schaffen, dem Täter auf die Spur zu kommen? Hat sie doch selbst ein Problem mit sich selbst auszukämpfen. Auch ihr Kollege Mark Andersen scheint private Schwierigkeiten zu haben. Trotzdem gehen die beiden professionell an ihre Arbeit.

Montag, November 28, 2016

Anders geht immer von Mirjam Müntefering

Jung und alt geht immer


Da ihre Schwester gerade Drillinge bekommen hat und damit haltlos überfordert ist, muss Lottas Mutter Petra für mindestens ein halbes Jahr zu ihrer älteren Tochter ziehen um sie zu unterstützen. Für Lotta bedeutet das, dass sie in dieser Zeit zu ihrer Großtante Charlotte ziehen muss, denn auch Lottas Vater ist beruflich so eingespannt, dass er sich nicht ausreichend um die jüngere Tochter kümmern könnte. Lotta sieht langweilige Zeiten auf sich zukommen und glaubt nicht daran, dass ihre Tante und sie genügend Gesprächsstoff haben werden. Charlotte wiederum hilft ihrer Nichte Petra zwar gerne aus mit der Betreuung Lottas, doch ist sie gerade eingespannt, in ihrer neuen Tätigkeit als Vorsitzende des Tierschutzvereines. Schnell bemerkt sie dann auch, dass es alles andere als einfach ist, von jetzt auf gleich mit einem Teenager zusammen zu leben. Werden die beiden zueinander finden?

Samstag, November 26, 2016

Der Wunschzettel


Sonja sitzt an ihrem kleinen Schreibtisch, vor sich einen leeren Zettel und einen Bleistift in der Hand. Nein, sie würde dieses Jahr nicht mehr mitspielen, sie glaubt nicht mehr an den Weihnachtsmann. Sie schreibt keinen Wunschzettel! Letztes Jahr hat Opa Martin den Weihnachtsmann dargestellt, Oma Elisabeth kam allein zu ihnen am Heiligabend und berichtete, dass der Opa keinen Parkplatz finden würde. Kurze Zeit später klingelte dann der „Weihnachtsmann“ an der Tür. Haha! Und im Jahr zuvor hatte ihn Opa Thomas gespielt. Da wurde ihr eine ähnliche Geschichte präsentiert, nur dieses Mal von Oma Annabell erzählt. Sie fühlt sich so erwachsen mit ihren fast sechs Jahren, sie können sie nicht mehr beschwindeln. Sie weiß, wer die Geschenke wirklich einkauft. Also hat sie diesen Plan gefasst, sie würde ihre Wünsche nicht aufschreiben. Dann müssen sie mit der Wahrheit herausrücken, müssen ihr sagen, dass es in Wirklichkeit keinen Weihnachtsmann gibt. Vielleicht sollte sie gar das ganze Weihnachtsfest boykottieren – mit allem drum und dran? Einen einzigen Haken hat ihr Konzept jedoch: es könnte passieren, dass es schief geht mit ihrem diesjährigen Weihnachtswunsch. Denn den hat sie allemal! Sie hat ihn nämlich in der letzten Woche gesehen, den ultimativen Teddybären. Im großen Kaufhaus in der Innenstadt, sitzt er in der Weihnachtsdekoration. Er ist der wunderhübscheste Teddybär, den man sich nur vorstellen kann. Wie sollte sie es anstellen, ihn zu bekommen, ohne diesen dummen Wunschzettel zu befüllen? Doch nun heißt es erst einmal, das Pläne-schmieden zu verschieben, es ist Zeit zum Aufbruch. Ihre Freundin Lotta wird gleich mit deren Mama vor der Haustür stehen und sie werden zum Altersheim aufbrechen. Pfarrer Heidenroth hatte die Idee, dass alle Kinder aus der Vorschulgruppe einen Partner aus dem Heim zugeordnet bekommen und sie etwas miteinander unternehmen werden. Also, fix in die warmen Wintersachen steigen und los kann es gehen.

Es ist recht kalt in Hamburg, sie waten durch den Schneematsch. Beide Mädchen mit hochroten Wangen, rot von der Kälte und der Vorfreude. Wer würde ihr „Paten-Opa“ oder ihre „Paten-Oma“ sein? Der Weg führt sie durch das vornehme Harvestehude, ein Stück an der Außenalter entlang, vorbei an den herrschaftlichen, stolzen Villen. Die Straßen hier sind nun fast menschenleer, ohne das geschäftige Treiben, das jetzt gerade in der Innenstadt herrschen muss.

Beim Altersheim angekommen spricht Lottas Mutter noch kurz mit dem Pfarrer, dann verabschiedet sie sich. Sonja bekommt ihren „Paten-Opa“ zugeteilt, es ist Herr Blaupfennig. Sonja mustert ihren neuen Opa etwas skeptisch. Herr Blaupfennig ist ein ausgesprochen kleiner, alter und feiner Herr. Er hat rötliche, gelockte Haare, einen Spitzbart am Kinn, nahezu listige Augen und bemerkenswert große Ohren. Doch mit seinem offenen, herzlichen Lächeln erobert er Sonjas Herz sofort. Binnen kurzer Zeit quatschen die beiden bereits über Gott und die Welt. Herr Blaupfennig möchte mit Sonja eine Krippe basteln, heute und an den kommenden Nachmittagen. Er hat sich vorgenommen, die Krippe, die Tiere und die Heilige Familie selbst zu schnitzen. Sonja ist für die Verzierungen und die Bemalungen zuständig. Die Stunden vergehen wie im Fluge, und auch die Tage vergehen wie im Fluge. Sie kommen beide gut mit ihrer Arbeit voran und nach zwei Wochen Werkeln in freudiger und vertrauter Atmosphäre ist sie getan – die Krippe ist fertig und wirklich wunderschön geworden. Bei Kaffee und Keksen beziehungsweise Kakao und Keksen feiern die beiden ihren Erfolg.

Ein paar Tage später ist Heiligabend gekommen. Sonja war so sehr mit ihrer Arbeit bei Herrn Blaupfennig beschäftigt, dass sie ihren Wunschzettel nun tatsächlich völlig vergessen hat. Ihre Eltern haben sie auch nicht mehr gefragt, nach der anfänglichen Diskussion wollten sie zwar nicht zugeben, dass es keinen Weihnachtsmann gibt, sie wollten Sonja in ihrem „Unglauben“ jedoch auch nicht bestätigen. So wurde das Thema einfach ausgespart. Geschenke wurden besorgt, von dem die Eltern annehmen, dass sie Sonja gefallen werden – wie schade, wie schnell die Zeit vergeht, wie schnell die Kleine erwachsen wird. Am Nachmittag macht sich die ganze Familie auf in die St. Johannis-Kirche. In der Vorhalle der Kirche sind alle Weihnachtsbasteleien der Kinder und Seniorenheimbewohner ausgestellt, so natürlich auch die Krippe von Herrn Blaupfennig und Sonja. Doch so sehr sich das Mädchen auch reckt und streckt und verbiegt, es kann ihren Paten-Opa nirgends entdecken. So gerne hätte es ihn heute begrüßt und ihrer gesamten Familie vorgestellt. Im Anschluss an den Gottesdienst begibt sich die komplette Familie mit beiden Großelternpaaren nach Hause. Da die Erwachsenen beschlossen haben, die Bescherung nicht mehr durch den Weihnachtsmann vornehmen zu lassen, wird in Ruhe und Vollständigkeit zu Abend gegessen, niemand fehlt. Jetzt ist die Zeit für die Bescherung gekommen. Doch was ist das dort für ein großes Paket? Niemand kann es sich erklären, ein Kärtchen mit Sonjas Namen ist an ihm befestigt. Neugierig und voll Vorfreude öffnet sie es. Zum Vorschein kommt – der ultimative Teddybär aus der Weihnachtsdekoration des Kaufhauses! Nein, wie kann das nur angehen, Sonja ist sprachlos. Hat sie doch mit niemandem über ihren Herzenswunsch gesprochen, nicht mit den Eltern, nicht mit den Großeltern, nicht mit Lotta und auch nicht mit ihrem Paten-Opa. Der Teddybär trägt eine goldene Schleife am Hals, daran ist eine kleine Karte befestigt, auf ihr steht geschrieben: "Für Sonja. Vom Weihnachtself." Außerdem ist die Karte mit einem Siegel versehen, in Form einer blauen Münze - einem blauen Pfennig.

Sonntag, November 20, 2016

Thymian und Blut von Anne Kuhlmeyer

Neo-noir oder einfach schon Kult


Ella ist rausgeflogen. Aus ihrem Job als Anästhesistin. Aus der Liebe zu John, der gestorben ist. Aus ihrem Leben. Nun wohnt sie in einem umgebauten Leichenwagen und verdingt sich als Freelancerin in Operationssälen und auf Intensivstationen. Sie sucht nach einem neuen Lebensinhalt und nach einem Haus am Meer und muss sich dabei mit Morphin betäuben. Auf ihrer Suche begegnet sie Anna, die ihr ähnelt wie ein Zwilling. Anna ist Berufssucherin und Inhaberin eines Erotik-Shops. Gemeinsam fahren die beiden Frauen durch Deutschland, Tschechien, Rumänien, durch Wald und Steppe. Und treffen von Zeit zu Zeit den Tod … (Dies ist der Originalklappentext, da ich es selbst nicht besser hätte formulieren können!)


Samstag, November 19, 2016

Leuchtturmtage von Anni Deckner

Mäßige Chick Lit


Nach 15 Jahren Ehe wird Stella von ihrem oberflächlichen und arroganten Ehemann, einem Rechtsanwalt, vor die Tür gesetzt. Sie war für ihn nicht mehr die vorzeigbare Schönheitskönigin, die er bei Empfängen vorzeigen könnte. Die Spuren ihrer Kochleidenschaft machte sich nämlich nur auf ihren Hüften bemerkbar und nicht auf den seinen.
Hals über Kopf packt Stella ihre Sachen und verlässt ihren Noch-Ehemann. Sie macht sich auf zum Hof ihrer Eltern, der inzwischen von ihrem Bruder Sam bewirtschaftet wird, findet dort ein neues Zuhause und stellt Pläne für ihr weiteres Leben auf.

Donnerstag, November 17, 2016

Wie aus dem Nichts von Sabine Kornbichler

Lügen haben kurze Beine ...


Für Dana Rosin startet der Tag mit einem mulmigen Gefühl. Ihr neuer Freund Alex Wagatha wird sich in einer Stunde mit seiner Noch-Freundin Biggi treffen, um ihr das Ende der Beziehung mitzuteilen. Als es verfrüht an der Tür klingelt, bittet Alex Dana, sich auf der Empore im Wohnzimmer zu verstecken, um Biggi nicht noch zusätzlich durch ihren bloßen Anblick zu verletzen. Von ihrem Versteck hört Dana erst eine Konversation, dann erneutes Klingeln, nicht zuzuordnende Geräusche und dann ist es unvermittelt still. Als dann ein Mann mit einer Fuchsmaske in das Wohnzimmer tritt, erleidet Dana unsagbare Ängste – ist das ein Einbrecher? Doch glücklicherweise entdeckt der Fuchsmann Dana nicht und sie wagt sich einige Minuten nachdem dieser die Wohnung verlassen hat aus ihrem Versteck. Sie macht eine unglaubliche Entdeckung: Alex und Biggi wurden vom Fuchsmann brutal ermordet, hingerichtet mit Schüssen.

Montag, November 07, 2016

Minusgefühle von Jana Seelig

Ein Leben mit der Depression


In ihrem Buch „Minusgefühle“ erzählt die Autorin Jana Seelig ihren Weg mit der Depression zu leben. Sie beginnt damit zu versuchen zu beschreiben, warum sie vor Jahren mit Twitter den Weg in die Öffentlichkeit suchte, um über ihre Erkrankung zu sprechen. Was mit einer Diskussion zwischen ihr und ihrem damaligen Freund begann, nahm quasi über Nacht immense Ausmaße an. Der Hashtagg #notjustsad wird noch immer ausgiebig genutzt und ist für viele eine erste Anlaufstelle.


Donnerstag, November 03, 2016

Das Nest von Cynthia D'Aprix Sweeney

Seifenblasen


Die vier Geschwister Jack, Leo, Melody und Bea, der Familie Plumb sollen ihr Erbe in einigen Monaten antreten, nämlich dann, wenn die Jüngste von ihnen ihren 40. Geburtstag feiert. Der Vater hatte einen Fond errichtet und ihn durch einen zur Familie gehörenden Anwalt verwalten lassen. Es hatte sich über die Jahre ein ordentliches Vermögen angehäuft. Das Erbe wird von den Geschwistern „Das Nest“ genannt, denn alle spekulieren seit Jahren darauf es zu erhalten und ihre Lebensziele damit erlangen und vervollständigen zu können. Es ist quasi ihr Sprungtuch in ein besseres Leben. Alle von ihnen haben das Geld verplant, ohne es bisher zu besitzen. Doch leichtsinnigerweise gerät Leo in große Schwierigkeiten. Er bittet die Mutter den Fond für ihn anzuzapfen. Getrieben von ihrem zweiten Ehemann, der sich um seinen guten Ruf ängstigt, lässt sie sich überreden. Doch wie gehen die anderen Geschwister damit um, dass ihr Erbe eventuell verloren ist und können die vier es vielleicht doch noch retten, wenn sie gemeinsam kämpfen?

Mittwoch, November 02, 2016

Im Wald von Nele Neuhaus

Von Bodensteins Vergangenheit holt ihn ein


Innerhalb kürzester Zeit hat es die K11 gleich mit zwei Mordfällen zu tun. Auf einem Campingplatz wird ein Mann durch Brandlegung ermordet und in einem Hospiz wird eine alte Dame, die bereits dem Tode geweiht war, brutal erstickt. Für das Team steht schnell fest, dass die beiden Taten zusammen hängen müssen. Bald gibt es Hinweise zu einem 40 Jahre zurück liegenden Fall... KHK von Bodenstein erlebt eine so noch nie für ihn dagewesene Mordermittlung, handelt es sich bei den toten sowie den Verdächtigen um Menschen, die er bereits sein Leben lang kennt. Kann er objektiv genug urteilen oder kann er sein Wissen um die Personen sogar für die Aufklärung des Falles nutzen? Klar ist zumindest, dass ihm die Fälle sehr nahe gehen. Pia Sander hat es in dieser Zeit nicht leicht mit ihrem Chef. Doch es soll noch weitere Tote geben …

Dienstag, November 01, 2016

Lovelybooks Leserpreis 2016


Lovelybooks sucht wieder die besten Bücher des Jahres. 


Ich habe bereits gewählt - und Ihr?

Nominiert auch Ihr jetzt Eure Favoriten von 2016 für den Leserpreis!

Die Abstimmung läuft noch bis zum 10. November.

Auf die Shortlist schaffen es die beliebtesten 35 Titel, die dann vom 14. bis 22.November für den DER LESERPREIS in Gold, Silber und Bronze zur Abstimmung stehen. DER LESERPREIS wird in 14 Kategorien verliehen: Romane, Krimi und Thriller, Fantasy und Science Fiction, Jugendbücher, Kinderbücher, Liebesromane, Erotische Romane, Historische Romane, Humor, Sachbuch und Ratgeber, bestes Hörbuch, bestes E-Book Only, bester Buchtitel sowie das beste Buchcover. Am 24.November gibt LovelyBooks.de die Preisträger bekannt.Was den DER LESERPREIS so besonders macht? Allein die Leser entscheiden,welche Neuerscheinungen des Jahres zu den besten Büchern 2016 gekürt werden und teilen so die Bücher, die sie wirklich lieben und empfehlen.

Einen Link zum Voting findet Ihr hier, klickt einfach auf den folgenden Button und gebt Eure Stimmen in den einzelnen Kategorien ab (drei mögliche pro Genre):

https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2016/nominierungen/

 

Monatsrückblick Oktober 2016


Mittwoch, Oktober 26, 2016

Die letzte Prinzessin von Martin Prinz

Kaiserin Elisabeths Enkelin


Im Alter von sechs Jahren sollte sich das Leben der kleinen Prinzessin Elisabeth entscheidend verändern, als ihr Vater der Kronprinz Rudolf von Österreich angeblich Selbstmord beging. Mit seinem Vater verlor das Kind eine wichtige Bezugsperson, beide liebten sich abgöttisch. Die Mutter hat das Mädchen immer auf Distanz gehalten, daran sollte auch der Tod des Vaters nichts bessern. Rudolf hatte testamentarisch festgelegt, dass sein Vater der Kaiser Franz Josef I. die Vormundschaft für seine Tochter Elisabeth übernehmen solle. Elisabeth selbst hat dies erst Jahre später erfahren. Unter dem Schutz ihres Großvaters wächst Elisabeth zu einer willensstarken, stolzen, kämpferischen Frau heran, die mit ihrer Sturheit nicht immer die richtigen Entscheidungen für sich selbst trifft und die durchaus von Wutausbrüchen und Launen getrieben ist. Nichtsdestotrotz erstreitet sie sich ihr eigenes Leben und konnte nach einer unglücklichen, gescheiterten Ehe noch einmal neu starten, dieses Mal als überzeugte Sozialdemokratin.
Für den ergebenen Bediensteten Elisabeths, Mesli, Portier und Gärtner von Schloss Schönau, dem Wohnsitz Elisabeths bis zu ihrem Tode 1963, endet eine Ära mit deren Tod. Ist er doch einer der wenigen, die sich an die Zeiten erinnern, als Österreich ein Kaiserreich war und welche Stellung die Mitglieder des Herrscherhauses im Land innehatten. Bis zuletzt hat er versucht, ihre Würde und ihre Geheimnisse zu wahren.


Der Autor Martin Prinz hat mit „Die letzte Prinzessin“ einen Roman über das Leben der Erzherzogin Elisabeth von Österreich, der Enkelin Kaisers Franz Josef I und der Kaiserin Elisabeth verfasst. Dabei hat er sich größtenteils an die Überlieferungen gehalten, doch dadurch, dass er einmal aus der Sicht Elisabeths und dann aus der Sicht des Gärtners Mesli schreibt, bringt er eine größere Nähe zu den Protagonisten zustande, als dies in einer Biographie möglich gewesen wäre. Der Autor wechselt nicht nur die Erzählstränge sondern auch in den Zeiten, das macht das Lesen noch spannender und interessanter. Die Charaktere der einzelnen Personen sind für meine Begriffe hervorragend herausgearbeitet und die Geschichte selbst ist wunderbar geheimnisvoll und fesselnd erzählt. Die Sprache und der Schreibstil Marin Prinz' gefällt mir ausnehmend gut.

Nur zu gerne vergebe ich diesem besonderen Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter. Für mich als „Sissi“ Fan, die ich noch immer jedes Jahr zu Weihnachten die Filme schaue war es besonders interessant über die Enkelin und ihr Leben, ihren Weg zu lesen. Eine herrliche Lektüre für alle historisch Interessierten.

Hier noch ein besonderes Bonbon, der Autor hat unter Logbuch Suhrkamp eine kleine, lesenswerte Episode über die Entstehung des Buches verfasst.



Freitag, Oktober 21, 2016

Das Pfingstwunder von Sibylle Lewitscharoff

Dantes Göttliche Komödie neu erzählt


Gelehrte aus der ganzen Welt treffen sich in Rom, sie diskutieren Dantes „Göttliche Komödie“. Inferno, Fegefeuer oder der Garten Eden darüber wird ausgiebig und voller Inbrunst spekuliert. Gottlieb Elsheimer, ein Frankfurter Romanist, der sich selbst eher im Fegefeuer sehen würde als im Paradies beginnt, das Verhalten seiner Gelehrten-Freunde als seltsam zu empfinden. Das Pfingstfest naht und als die Kirchenglocken ihr Spiel beginnen geschieht etwas Unglaubliches und Unfassbares.





Mittwoch, Oktober 19, 2016

Die Zwerge von Markus Heitz

Fantasy vom Feinsten


Die Zwerge leben im Geborgenen Land, es ist von Bergen umgeben. Ihre Gebirgspässe bewacht das Volk vor Eindringlingen, Schreckensgestalten wie Orks und Trolle versuchen immer wieder das Reich zu erobern. Tatsächlich schaffen diese es, den Nordpass zu erobern. Die Zwerge benötigen dringend Hilfe, sie naht durch Tungdil, der als Findelkind bei Menschen aufwuchs und bisher nichts über sein eigenes Volk weiß und nicht einmal damit gerechnet hatte, je auf Artverwandte zu stoßen. Tungdil trifft auf einer Reise auf Zwergen-Zwillinge, die ihn einweihen in die Geschehnisse um ihr Volk. Tungdil wird klar, dass er sein Volk unterstützen muss, nun beginnt seine eigentliche Reise, die in ein neues Leben.



Montag, Oktober 17, 2016

Ich will nicht schuld sein an deinem Untergang von Christoph Grissemann und Rocko Schamoni

Briefwechsel 3.0


Moderner kann man sich einen Briefwechsel in Buchform zwischen zwei guten Freunden wohl nicht vorstellen. Denn die beiden Autoren Christoph Grissemann und Rocko Schamoni haben ihren regen SMS-Wechsel nun als Buch veröffentlicht, geordnet wurden die zahlreichen SMS von ihrem Herausgeber Thomas Edlinger. Die beiden schenken sich in ihren Dialogen nichts und diskutieren dabei über Gott und die Welt, Politik und Kultur. Der Ton ist rau, wie er nur bei wirklich guten Freunden erlaubt ist, wird nur hin und wieder durch den charmanten österreichischen Dialekt abgeschwächt. Humorvoll, sarkastisch oder ironisch sind die Texte jedoch immer zu verstehen. Eine völlig neue Art ein Buch zu schreiben und ebenso eine neue Art des Bücherlesens.

Spinner von Benedict Wells

Angst in Berlin


Der Roman „Spinner“ ist ursprünglich Benedict Wells Erstlingswerk, er schrieb ihn mit 19 Jahren, das jetzt noch einmal in einer neuen Edition vom Diogenes Verlag herausgebracht wurde. Der Autor erzählt darin die Geschichte von dem 20-jährigen Jesper Lier. Jesper hat große Probleme mit sich selbst und seiner Umwelt, er bezeichnet sich selbst gar als Spinner, kurz er hat seinen Weg durch diese Welt noch nicht gefunden und lebt mehr oder weniger von der Unterstützung seiner Familie und vom Schreiben, denn das ist Jespers Traum, er möchte ein Schriftsteller werden. Seine Lebensumstände und ebenso die Großstadt an sich beginnen ihn zu zerfressen, er entwickelt Ängste und lässt sich fallen. Wird er Unterstützung erfahren oder muss sich Jesper allein daran machen, erwachsen zu werden? Kann er den Kampf mit der Welt aufnehmen? 

Donnerstag, Oktober 13, 2016

Die Feder eines Greifs von Cornelia Funke

Abenteuer mit Ben, dem Drachenreiter 2.0


Der inzwischen 14-jährige Ben Wiesengrund lebt mit seinen adoptierten Eltern, Barnabas und Vita, sowie seiner adoptierten Schwester Guinever an einem geheimen Ort in Norwegen. Die Familie betreibt dort sozusagen eine Auffangstation für die fabelhaften Geschöpfe dieser Welt. Ihre Aufgabe sehen sie darin, diese Wesen zu erforschen und zu schützen. Einige wenige Eingeweihte unterstützen die Wiesengrunds bei ihrer zum Teil sehr schwierigen Arbeit. Ein Anruf von Vita und Guineva aus Griechenland schreckt Ben und Barnabas auf. Das Pegasuspaar, eine Spezies, die eigentlich als ausgestorben galt, ist in fast ausweglosen Schwierigkeiten geraten. Die Stute kam zu Tode. Nun sind auch ihre drei ungeschlüpften Fohlen in großer Gefahr. Denn nur der Speichel der Mutter kann das Wachstum der Eier bewirken. Der Homunkulus Fliegenbein findet jedoch in der Bibliothek einen Hinweis darauf, was in dieser schlimmen Situation helfen könnte: die Feder eines Greifs. Wird es Ben und Barnabas gelingen, eine solche Feder aufzutreiben? Haben doch die Greife einen äußerst schlechten Ruf in der Fabelwelt. Erschwerend kommt hinzu, dass sie Drachen als ihre allergrößten Feinde betrachten. So muss Ben ihre Suche auch vor Lung, seinem Silberdrachen, dessen Reiter er ist, verheimlichen …

... in fünf Minuten - Peter Prange

Geburtsort
Altena im Sauerland. „Wo Misthaufen qualmen, da gibt’s keine Palmen“ (Sauerlandhymne von ZOFF)
Morgenmensch oder Langschläfer
Eigentlich Morgenmuffel, inzwischen gelernter Frühaufsteher.
Lieblings-TV-Serie/ oder -Film
Breaking Bad.
Dein Idol
Thomas Mann. Nicht nur wegen seiner grandiosen Romane, allen voran „Die Buddenbrooks“, sondern auch wegen seiner Verlagsverträge. Der hat als Autor 20 Prozent Tantieme bekommen – bis heute unerreicht.
Seit wann schreibst Du?
Erst seit dem ersten Schuljahr, war leider kein Wunderkind.
Lieblingsessen/-getränk
Essen: Alles, was dick macht. Getränk: Bier, geht als Sauerländer nicht anders.
Wer oder was inspiriert Dich?
Der menschliche Wahnsinn.
Gibt es etwas, das Du gerne erlernen möchtest?
Ein Instrument, am liebsten ein Blasinstrument.
Lieblingsplatz
Mitten im Leben.
Welche ist Deine bevorzugte Musikrichtung?
Ich habe einen sehr einfachen Musikgeschmack: Von allem das Beste – crossover.
Ist Dein Schreibtisch aufgeräumt oder herrscht dort Chaos?
Strukturiertes Chaos.
Hast Du Haustiere?
Hatte viele Jahre lang ein Pferd, aber nicht im Haus. Dort nur das Übliche: Fliegen, Spinnen, Mücken usw., je nach Jahreszeit.
Hast Du ein Laster?
Ja, aber das verrate ich nicht. Was wäre das denn sonst für ein Laster?!
Lieblingsstadt oder Lieblingsland
Deutschland, mitten in Europa.
Neben dem Schreiben, welcher andere wäre Dein Traumberuf?
Musiker. „Musik drückt aus, was Sprache nicht in Worte zu fassen vermag, doch worüber das Herz nicht schweigen kann.“ (Victor Hugo)
Mit wem würdest Du gerne einmal zu Abend essen (lebend oder verstorben / reale oder fiktive Person)?
Joseph Goebbels. Um zu sehen, ob ich dem Dämon widerstehen könnte.
Was ist Dein Sternzeichen?
Jungfrau. Hat praktische Vorteile. Bleibe dies ein ganzes Leben lang, egal, was ich treibe.
Hast Du ein Lieblingswort?
„Plästern“, für regnen. Weil – Regen wurde im Sauerland erfunden.
Lieblingsfarbe?
Blau. Gelegentlich auch als Zustand.
Welches Buch liest Du gerade?
„Geschichte des politischen Denkens“, von dem Tübinger Philosophen Otfried Höffe.
Welche drei Dinge würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?
Eine einsame Insel wäre definitiv nichts für mich. Also eine Pistole, eine Patrone – und eine Flasche Schnaps, damit ich mich traue.


Da dieses Kurzinterview am Erscheinungstag von Peter Pranges neuestem Werk "Unsere wunderbaren Jahre" online geht, hier noch ein ganz besonderes Highlight - der Trailer zum Buch:


 

Von Peter Prange sind folgende Bücher bisher erschienen (eine Auswahl):

Montag, Oktober 10, 2016

… und ganz, ganz viele Doofe! von Ninia LaGrande

Kurzgeschichten für Herz und Verstand


In diesem Buch veröffentlicht Ninia LaGrande Kurzgeschichten und Texte, die sie über 10 Jahre angesammelt hat. Erzählt werden Geschichten, die das Leben schreiben könnte, Fiktives und Erlebtes. Z.B. wie die Großstadtpflanze Ninia einen Ausflug ins Landleben unternimmt und welche Unterschiede sie selbst zwischen ihrem und dem dortigen Leben sieht – köstlich! Meine Lieblingsgeschichte ist allerdings „Ma Petite“ - warum? Das wird verstehen, wer die Geschichte selber liest. ☺


Mittwoch, Oktober 05, 2016

Das Leben ist gut von Alex Capus

Was macht uns glücklich?


Max, ein Barbesitzer in einem schweizerischen Städtchen ist Strohwitwer und das für ein ganzes Jahr, da seine Frau, mit der er bereits seit 25 Jahren glücklich zusammen ist, eine Gastprofessur in Paris angenommen hat. Sie, die als junge Frau in den Ort kam und blieb – der Liebe zu ihm wegen, musste einfach mal wieder raus aus dem Trott, hinein in die Großstadt. Schon am Morgen nach der Abreise bereut Max seinen Entschluss, seine Frau nicht begleitet zu haben. Nicht, dass er es nicht aushalten könnte in dem kleinen Städtchen, er kennt es ja schon sein ganzes Leben lang, nein, er vermisst sie bereits jetzt. Nun ist Max allein mit seinen drei Jungen und bezwingt den Alltag ohne seine Liebe. 

Montag, Oktober 03, 2016

Liebe, Zimt und Zucker von Julia Hanel

Kleinstadtleben


Marit hat es aus Hamburg kommend in eine Kleinstadt verschlagen – der Liebe wegen. Unglücklicherweise ist ihr Objekt der Begierde nun seiner Liebe zu ihr nicht mehr so sicher und verlässt sie. Notgedrungen nimmt sie den erstbesten Job an und kellnert von nun an in dem Coffeeshop ihrer Vermieterin. Eine Arbeit, die sie bereits in Hamburg neben ihrem Studium ausgeführt hatte, die sie jedoch nicht ausfüllt. So gehen ihr manche der Kunden aber auch ihr anstrengender Kollege Moritz extrem auf die Nerven, doch angewiesen auf diese Arbeit hat sie sich ein Zahnpasta-Lächeln angewöhnt, mit dem sie missliche Kunden besänftigt. Eines Tages findet sie beim Aufräumen des Cafés einen USB-Stick. Sie nimmt ihn an sich und findet in detektivischer Kleinarbeit die E-Mail-Adresse des Besitzers heraus. Neugierig studiert sie zudem den Inhalt des Sticks und stöbert damit ganz ungeniert im Privatleben eines ihr völlig Unbekannten herum. Ein reger Austausch von E-Mails beginnt und in Marit entwickelt sich eine Sehnsucht  ... 

Mittwoch, September 28, 2016

Hool von Philipp Winkler

Brüder!?


In seinem Buch „Hool“ beschreibt Philipp Winkler das Leben des Hooligans Heiko Kolbe. Die Story beginnt mit einem arrangierten Match zwischen den Hannoveranern und einer Kölner Gruppe. Es war ausgemacht, dass Heiko Kolbe dieses Mal die Organisation übernimmt, doch wie immer reißt sein Onkel diese Aufgabe an sich. Heiko akzeptiert dies, ohne zu murren. Zur besseren Übersicht tragen die Hannoveraner rote T-Shirts, damit sie nicht aus Versehen auf ihre eigenen Leute einprügeln. Eine Regel ist dennoch klar, wer am Boden liegt, darf nicht weiter attackiert werden. 





Donnerstag, September 22, 2016

Unterwerfung von Michel Houellebecq

Reine Fiktion oder doch möglich?


François ist Literaturprofessor an der Pariser Universität, Sorbonne II. Was er in seinen eigenen Studienzeiten begann, hält er noch immer aufrecht, nämlich Beziehungen zu Studentinnen, erst waren es seine Kommilitoninnen nun sind es seine eigenen Studentinnen. Die Beziehung dauert meistens nur knapp ein Jahr, dann wird sie von „ihr“ beendet. François lebt ansonsten zurückgezogen und versuche Menschen zu meiden. Die Wahl zum nächsten Präsidenten steht in Frankreich kurz bevor. Während François einzig darüber nachdenkt, welche Vorteile ein Wahlergebnis für seine Universität haben könnte, verändert sich die Stimmung im Land. Er selbst nimmt die aufkommende Bedrohung nur langsam wahr, wie Schießereien von Arabern, das Verbot von Juden an der Universität – alles ein schleichender Prozess. Doch auch François beginnt sich zu fragen, ob die Familien seiner moslemischen Studentinnen eigentlich wissen, was er so unterrichtet und auch er beginnt sich zu sorgen.

Dienstag, September 20, 2016

Ich und du und Müllers Kuh von Ariadne von Schirach

Mich selbst und andere besser verstehen

In ihrem Buch „Ich und du und Müllers Kuh“ verbindet die Autorin Ariadne von Schirach die Lehren Fritz Riemanns und Karl Königs. Sie teilt uns Menschen in sechs Charaktertypen. Jeder Typ kommt in einem eigenen Kapitel zu seinem Recht. Da finden wir Leser den Narzissten, den schizoiden, depressiven, zwanghaften, phobischen Charakter sowie den Hysteriker. Die Autorin erklärt zu den jeweiligen Typen, wie sie entstehen. 





Montag, September 19, 2016

... in fünf Minuten - Hermien Stellmacher


Geburtsort
Leiden, Niederlande
Morgenmensch oder Langschläfer
Morgenmensch
Lieblings-TV-Serie/ oder -Film Serie:
u.a. DA, Breaking Bad, Broadchurch, Peaky Blinders Film: u.a. What about Bob?, Vier Hochzeiten und einen Todesfall
Seit wann schreibst Du?
Seit mehr als 20 Jahren
Lieblingsessen/-getränk
U.a. das Bœuf bourguignon meines Mannes, Salade Niçoise und Bordeaux
Wer oder was inspiriert Dich?
So ziemlich alles
Gibt es etwas, das Du gerne erlernen möchtest?
Ich würde gern Bach-Kantaten singen können
Lieblingsplatz
Im Frühling der Garten, vor allem am frühen Morgen. Mein Schreibtisch und mein Lesesessel zu jeder Jahreszeit
Welche ist Deine bevorzugte Musikrichtung?
Jazz und Klassik
Ist Dein Schreibtisch aufgeräumt oder herrscht dort Chaos?
Je nachdem, in welcher Phase ein Projekt sich befindet, mal so, mal so.
Hast Du Haustiere?
Ja, einen Kater
Hast Du ein Laster?
Salzige Lakritze, dunkle Schokolade mit Meersalz, Bordeaux und Single Mal
Lieblingsstadt oder Lieblingsland
U.a. Amsterdam und Cadgwith, Frankreich und England
Neben dem Schreiben, welcher andere wäre Dein Traumberuf?
(Landschafts)Gärtnerin
Mit wem würdest Du gerne einmal zu Abend essen (lebend oder verstorben / reale oder fiktive Person)?
Mit Val McDermid, Jan Garbarek, David Bowie und Doris Lessing
Was ist Dein Sternzeichen?
Stier
Hast Du ein Lieblingswort?
„Metzgereifachverkäuferin“
Lieblingsfarbe?
Türkis und Rot
Welches Buch liest Du gerade?
„Die Ehefrau“ von Meg Wolitzer


Von Hermien Stellmacher sind folgende Bücher erschienen (Auswahl):
 

Donnerstag, September 15, 2016

Das Debüt - Bloggerpreis für Literatur - Jurymitglied








Zum ersten Mal wird der Literaturpreis "Das Debüt 2016" vergeben. Wie der Name schon sagt, wird das beste Romandebüt des Jahres gesucht. Die Jury besteht aus Literaturbloggern. Ziel des Preises ist es, die Akzeptanz bei den Lesern für Erstlingswerke zu stärken.

Bis zum 31.10.2016 können noch Vorschläge eingereicht werden, dies geschieht über den Verlag mit der Einverständniserklärung des Autoren/der Autorin.

Einzelheiten bitte hier nachlesen.

Da ich dieses schöne Projekt mit meiner Stimme unterstützen möchte, habe ich mich als Jurymitglied registrieren lassen. Nun bin ich ganz gespannt auf die Kostproben der eingereichten Debüts.

Folgen kann man "Das Debüt 2016 - Bloggerpreis für Literatur" bei Facebook und bei Twitter, sowie auf dem offiziellen Blog.

Mittwoch, September 14, 2016

Ein Zimmer über dem Meer von Dana Paul

Wenn man seine Seele verliert


Drei Monate nachdem ihr Verlobter auf dem Weg zu einem World Surf Cup mit dem Flugzeug abstürzte und tödlich verletzt wurde, beschließt Kim, dass auch sie ihrem Leben ein Ende setzen möchte. Für sie fühlt es sich an, als habe Jake ihr mit seiner und ihrer Liebe eine Seele gegeben und die hat er nun mit in seinen Tod genommen. So reist sie nach Cornwall, dem Platz, der der Absturzstelle am nächsten liegt. Sie geht zu den Klippen und will sich gerade hinunter stürzen, als die 86jährige Janet, von den Dorfbewohnern liebevoll Wächterin der Klippen genannt, sie davon abhalten kann. Janet bewegt Kim dazu, ihr in ihr Haus zu folgen. Auch wenn sie es zunächst nicht sagt, so ist Janet jedoch klar, was hier gerade geschehen sollte. Als Kim in der Nacht noch einmal einen Ausbruch zu den Klippen unternehmen will, sitzt Janet Wache und kann sie noch einmal davon abhalten zu den Klippen zu gehen. Janet beschließt, das ein 200 Jahre altes Buch, das sich seit Ewigkeiten im Familienbesitz befindet, genau die richtige Lektüre für Kim ist. Es handelt sich um die Geschichte, des Mädchens Leandra, die sich ebenfalls das Leben nehmen wollte, aber von dem Leuchtturmwärter Christian gerettet wurde. Doch kann diese Geschichte Kims Leben retten und ihr Herz heilen?

Dienstag, September 13, 2016

SIEBEN MINUS EINS von Arne Dahl

Erbitterte Jagd nach einem Serienmörder


Die fünfzehnjährig Ellen Savinger wird seit drei Wochen vermisst. Aufgrund eines anonymen Hinweises hin, findet die Polizei den Aufenthaltsort, wo das Mädchen gefangen gehalten wurde. Doch das Versteck ist inzwischen leer. Anhand der Spuren ist ersichtlich, dass das Mädchen Höllenqualen ausgesetzt gewesen sein muss. Ist sie überhaupt noch am Leben? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Kriminalkommissar (KK) Sam Berger sieht Verbindungen zu anderen Fällen und ist davon überzeugt, einen Serientäter zu jagen, aber sein Vorgesetzter KK Allan Gudmundsson verbietet Ermittlungen in diese Richtung, da er eine mögliche Verbindung ausschließt und Bergers Erkenntnisse als reines Bauchgefühl abtut. Sam Berger, der stur und wie ein einsamer Wolf an diesem Fall arbeitet, braucht sein Team um einer Lösung näher zu kommen. Kann er seine Emotionen und seine eigenen dunklen Dämonen besiegen und mit seinem Team zusammen arbeiten? Eine hochspannende Jagd beginnt.

Montag, September 12, 2016

... in fünf Minuten - Manuela Obermeier


Geburtsort:   
München
Morgenmensch oder Langschläfer:   
Morgenmensch
Lieblings-TV-Serie/Film:   
Die Brücke (Serie) - Das Leben des Brian
Mein Idol:   
Stephen King
Seit wann schreibst du:   
etwa seit der fünften Klasse
Lieblingsessen/-getränk:   
Butterbreze und Cappuccino
Wer oder was inspiriert dich:   
alles mögliche
Gibt es etwas, das du gerne erlernen möchtest:   
Harfe (ich nehme ab kommender Woche Stunden ...)
Lieblingsplatz:   
die Stufe vor unserer Haustür
bevorzugte Musikrichtung:   
Alternative Metal
Ist dein Schreibtisch aufgeräumt oder herrscht Chaos:
aufgeräumtes Chaos
Haustiere:   
fünf Katzen, zwölf Hühner, einen Hahn
Laster:   
Schokolade
Lieblingsstadt/-land:   
München und Schottland
Traumberuf neben dem Schreiben:   
töpfernde und malende Steinbildhauerin
Mit wem würdest du gerne einmal zu Abend essen:   
Angela Merkel
Sternzeichen:     
Schütze
Lieblingswort:   
fei (kleines, aber feines bayrisches Wort, das unübersetzbar und gleichzeitig unverzichtbar ist)
Lieblingsfarbe:   
Apfelgrün
Welches Buch liest du gerade:   
Judith Rossner: "Auf der Suche nach Mr. Goodbar"
Drei Dinge für die einsame Insel:   
Radio, Nutella, meine Harfe 

Von Manuela Obermeier ist bisher folgendes Buch erschienen: