Samstag, November 19, 2016

Leuchtturmtage von Anni Deckner

Mäßige Chick Lit


Nach 15 Jahren Ehe wird Stella von ihrem oberflächlichen und arroganten Ehemann, einem Rechtsanwalt, vor die Tür gesetzt. Sie war für ihn nicht mehr die vorzeigbare Schönheitskönigin, die er bei Empfängen vorzeigen könnte. Die Spuren ihrer Kochleidenschaft machte sich nämlich nur auf ihren Hüften bemerkbar und nicht auf den seinen.
Hals über Kopf packt Stella ihre Sachen und verlässt ihren Noch-Ehemann. Sie macht sich auf zum Hof ihrer Eltern, der inzwischen von ihrem Bruder Sam bewirtschaftet wird, findet dort ein neues Zuhause und stellt Pläne für ihr weiteres Leben auf.



Eine Chick-Lit Story, die leider mit so einigen Schönheitsfehlern versehen ist. Die Dialoge sind besonders im ersten Teil des Buches im Postkartenstil verfasst. Die Sprache wirkt zudem oft unbeholfen und zuweilen recht altmodisch. Die Übergänge der einzelnen Kapitel sind abrupt und ohne Harmonie. Das Buch wurde mit zu vielen Einzel-Geschichten vollgepackt ja geradezu überladen. Außerdem halte ich es nicht für notwendig, dass die Autorin auf fast jeder Seite die Übergewichtigkeit ihrer Protagonistin betont, ich hatte es bereits auf Seite 1 verstanden. Die Charaktere sind flach und verfügen über wenig Leben. Von Kapitel zu Kapitel verliert die Geschichte immer mehr an Glaubwürdigkeit. Ich hatte mir vom Klappentext samt Buchtitel weitaus mehr erhofft. Dem Verlag möchte ich außerdem anraten, mehr Wert auf das Lektorat zu legen, der Text ist voll von Rechtschreibfehlern.

Meine Bewertung: 2 schwache Sterne von 5 möglichen. Da ich mehr als enttäuscht bin, möchte ich dieses Mal keine Leseempfehlung aussprechen. Der Roman scheint mir mit heißer Nadel gestrickt zu sein, schade, denn die Idee an sich, der Plot, gefiel mir; doch um die von mir erhoffte Tiefe zu erlangen, müsste das Buch mindestens doppelte Länge haben. 



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