Montag, Oktober 17, 2016

Ich will nicht schuld sein an deinem Untergang von Christoph Grissemann und Rocko Schamoni

Briefwechsel 3.0


Moderner kann man sich einen Briefwechsel in Buchform zwischen zwei guten Freunden wohl nicht vorstellen. Denn die beiden Autoren Christoph Grissemann und Rocko Schamoni haben ihren regen SMS-Wechsel nun als Buch veröffentlicht, geordnet wurden die zahlreichen SMS von ihrem Herausgeber Thomas Edlinger. Die beiden schenken sich in ihren Dialogen nichts und diskutieren dabei über Gott und die Welt, Politik und Kultur. Der Ton ist rau, wie er nur bei wirklich guten Freunden erlaubt ist, wird nur hin und wieder durch den charmanten österreichischen Dialekt abgeschwächt. Humorvoll, sarkastisch oder ironisch sind die Texte jedoch immer zu verstehen. Eine völlig neue Art ein Buch zu schreiben und ebenso eine neue Art des Bücherlesens.



Christoph Grissemann und Rocko Schamoni können mich einfangen, festhalten und mitnehmen auf ihrer wilden Fahrt durch alle Bereiche des Lebens, am Ende bleibt ihnen wie mir festzustellen – es ist alles gesagt, es wurde über alles geredet. Aufgefrischt wird die Unterhaltung der beiden durch eingefügte lustige MMS, wir bleiben also treu im neuen Zeitalter. Die Dialoge entstanden in einem knapp 3 ½ jährigen Zeitraum.

Christoph Grissemann ist ein 1966 in Innsbruck geborener österreichischer Kabarettist und Radio-Moderator. Rocko Schamoni ist ebenfalls in 1966 jedoch in Lütjenburg geboren, er ist ein deutscher Entertainer, Musiker, Autor, Schauspieler, Clubbetreiber, festes Mitglied des Komik-Ensembles Studio Braun. Beide Männer verbindet ein gewisser Kultstatus, den sie beide in ihrem jeweiligen Heimatland innehaben.

Dieses Buch hat mir unbeschwerte Unterhaltung bei der Lektüre geboten, hat mir viele Denkanstöße gebracht und mich oft zum Schmunzeln bringen können, von daher verdient es eine Bewertung meinerseits mit fünf von fünf möglichen Sternen und ich empfehle es absolut weiter. Leser werden sich sicher wie ich fühlen, nämlich als ob man einen geheimen Briefwechsel ausspioniert und dabei noch sehr viel Spaß hat. Die beiden Autoren haben auf jeden Fall eine neue Erzählart erschaffen, die ich mir gut als eine Alternative vorstellen kann und die sich gerne auch andere zum Vorbild nehmen könnten.

Herzlichen Dank an den Piper Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.




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