Ein nie gefasster Serienkiller ist immer noch brandgefährlich

Der Autor Oliver Ménard legt mit Federspiel einen wahrhaft meisterhaften Debüt-Thriller vor. Ein großes Lob an den Schreibstil des Autoren, dieser zeugt nämlich von großem Können. Oliver Ménard kann eine sehr versierte Ausdrucksweise sein eigen nennen, das macht das Lesen wunderbar angenehm und man findet sich schnell in das Buch hinein. Der Plot ist stimmig und fast schon nerven zerreißend spannend. Diesen Spannungsbogen kann der Autor fabelhaft aufrecht erhalten, von der ersten Seite bis zum fulminanten Schluss des Buches. Am liebsten möchte man den Thriller gar nicht mehr aus den Händen legen. Oliver Ménard hat ganz außergewöhnliche Charaktere erschaffen, Figuren, mit denen man mitfiebert, und die sehr wirklichkeitsnah entworfen sind. Das trifft natürlich im speziellen auf die Hauptfiguren zu, allerdings sind die Nebencharaktere ebenso liebevoll gestaltet. Der Autor hat wunderbare Szenen kreiert, die den Thriller unsagbar dramatisch und fesselnd machen und die eine düstere, bedrohliche Atmosphäre schaffen, ja beängstigend sind.
Dem Thriller vergebe ich seine wohl verdienten fünf von fünf möglichen Sternen und verleihe ihm noch ein Extra-Sternchen für besonders gelungene Hochspannung auf erstklassigem Niveau. Ich wurde bei der Lektüre außerordentlich gut unterhalten. Federspiel ist ein Thriller, der sämtliche Superlative mit seiner Intensität locker übertrifft.