Zündstoff in der Kleinstadtidylle

Lucie Croon die Protagonistin des Schleswig-Krimis der Autorin Gea
Nicolaisen lebt noch nicht lange in der Stadt, als sich eine junge Frau
Fenja, mit der sie sich im Gitarrenunterricht angefreundet hatte, von
einer Brücke stürzt und tödliche Verletzungen davon trägt. Kurz darauf
erschüttern Bombendrohungen die kleine Stadt an der Schlei. Und Lucie
beginnt eigenhändig mit Ermittlungen zusammen mit Ragnar Calliesen und
Malte Stürmer, zwei Schulfreunden Fenjas. War es wirklich ein Selbstmord
und hängen die Bombendrohungen mit Fenjas Tod in irgendeiner Form
zusammen? Lucie kommt dabei nicht nur dem ermittelnden Kommissar
Bendixen in die Quere sondern ebenfalls dem Sohn ihres Chefs Calliesen
näher. Auch sie gerät in den Kreis der Verdächtigen der Polizei, denn
sie hält sich mehr als einmal in der Nähe der Schauplätze auf, wenn eine
der Drohungen eingeht. Steht sie selbst auf der Liste des Bombenlegers
oder hat es etwas mit den Machenschaften ihres Arbeitgebers zu tun, der
sich aufgrund seiner Geschäfte im Bauwesen in der kleinen Stadt nicht
nur Freunde macht?
Gea Nicolaisen versteht es eine unsagbare Spannung aufzubauen und
diese wird bis zum überraschenden Schluss des Buches aufrecht erhalten.
Die ganze Handlung öffnet sich uns Lesern erst mehr und mehr und die
Autorin verblüfft zudem mit Wendungen, die nicht gleich absehbar sind.
Zudem schreibt sie in einem frischen Stil, die Dialoge sind locker und
wirklichkeitsnah. Ganz nebenbei lässt uns Gea Nicolaisen ihre Liebe zu
der Stadt Schleswig spüren, wir Leser fühlen uns fast wie selbst vor
Ort.
Gerne vergebe ich dem Buch fünf von fünf Sternen und empfehle es von
Herzen gerne weiter, denn dieser Krimi hat mich richtiggehend gefesselt.