Montag, Januar 09, 2017

Geister von Nathan Hill

Die Geister, die ich rief


Es ist das Jahr 2011 als der Literaturprofessor Samuel Andresen-Anderson den Anruf einer Anwaltskanzlei entgegen nimmt. Die ausgesprochene Bitte überrascht ihn zutiefst, er soll einen Leumund für seine Mutter Faye aussprechen. Diese hat die Familie jedoch verlassen, als Samuel noch ein Junge war, seitdem hatte er keinen Kontakt mehr zu ihr. Samule ist hin- und hergerissen, soll er wirklich die Geister seiner Vergangenheit beschwören und Kontakt mit seiner Mutter aufnehmen? Zumindest erhofft er sich im Falle dessen, die Beantwortung all seiner aufgestauten Fragen ...


Den Leser erwartet eine perfekt abgestimmte Dramaturgie. Nathan Hill besticht mit seinem fesselnden Schreibstil. Die brillante und kluge Story ist mit ausfüllenden Figuren versehen. Der Autor entfaltet einen schönen Spannungsbogen, den er das ganze Buch über aufrecht erhalten kann. Hinzu kommen eine ausdrucksstarke Sprache sowie ein moderner Aufbau. Ein exzellenter Debüt Roman, der die jüngere amerikanische Geschichte und Popkultur widerspiegelt. Großartige Unterhaltung in einem ansprechenden Tempo.

Nur zu gerne vergebe ich diesem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es absolut weiter, an Leser, die sich an große Literatur herantrauen und sich von der Dicke des Buches nicht abschrecken lassen, es erwartet sie eine ausgezeichnete Unterhaltung. Es wurde bereits verkündet, dass der Stoff vom Star-Wars-Regisseur JJ Abrams fürs Fernsehen verfilmt wird und Meryl Streep die Hauptrolle in der TV-Serie übernehmen wird.

Herzlichen Dank an den Piper Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.



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