Montag, November 28, 2016

Anders geht immer von Mirjam Müntefering

Jung und alt geht immer


Da ihre Schwester gerade Drillinge bekommen hat und damit haltlos überfordert ist, muss Lottas Mutter Petra für mindestens ein halbes Jahr zu ihrer älteren Tochter ziehen um sie zu unterstützen. Für Lotta bedeutet das, dass sie in dieser Zeit zu ihrer Großtante Charlotte ziehen muss, denn auch Lottas Vater ist beruflich so eingespannt, dass er sich nicht ausreichend um die jüngere Tochter kümmern könnte. Lotta sieht langweilige Zeiten auf sich zukommen und glaubt nicht daran, dass ihre Tante und sie genügend Gesprächsstoff haben werden. Charlotte wiederum hilft ihrer Nichte Petra zwar gerne aus mit der Betreuung Lottas, doch ist sie gerade eingespannt, in ihrer neuen Tätigkeit als Vorsitzende des Tierschutzvereines. Schnell bemerkt sie dann auch, dass es alles andere als einfach ist, von jetzt auf gleich mit einem Teenager zusammen zu leben. Werden die beiden zueinander finden?

Samstag, November 26, 2016

Der Wunschzettel


Sonja sitzt an ihrem kleinen Schreibtisch, vor sich einen leeren Zettel und einen Bleistift in der Hand. Nein, sie würde dieses Jahr nicht mehr mitspielen, sie glaubt nicht mehr an den Weihnachtsmann. Sie schreibt keinen Wunschzettel! Letztes Jahr hat Opa Martin den Weihnachtsmann dargestellt, Oma Elisabeth kam allein zu ihnen am Heiligabend und berichtete, dass der Opa keinen Parkplatz finden würde. Kurze Zeit später klingelte dann der „Weihnachtsmann“ an der Tür. Haha! Und im Jahr zuvor hatte ihn Opa Thomas gespielt. Da wurde ihr eine ähnliche Geschichte präsentiert, nur dieses Mal von Oma Annabell erzählt. Sie fühlt sich so erwachsen mit ihren fast sechs Jahren, sie können sie nicht mehr beschwindeln. Sie weiß, wer die Geschenke wirklich einkauft. Also hat sie diesen Plan gefasst, sie würde ihre Wünsche nicht aufschreiben. Dann müssen sie mit der Wahrheit herausrücken, müssen ihr sagen, dass es in Wirklichkeit keinen Weihnachtsmann gibt. Vielleicht sollte sie gar das ganze Weihnachtsfest boykottieren – mit allem drum und dran? Einen einzigen Haken hat ihr Konzept jedoch: es könnte passieren, dass es schief geht mit ihrem diesjährigen Weihnachtswunsch. Denn den hat sie allemal! Sie hat ihn nämlich in der letzten Woche gesehen, den ultimativen Teddybären. Im großen Kaufhaus in der Innenstadt, sitzt er in der Weihnachtsdekoration. Er ist der wunderhübscheste Teddybär, den man sich nur vorstellen kann. Wie sollte sie es anstellen, ihn zu bekommen, ohne diesen dummen Wunschzettel zu befüllen? Doch nun heißt es erst einmal, das Pläne-schmieden zu verschieben, es ist Zeit zum Aufbruch. Ihre Freundin Lotta wird gleich mit deren Mama vor der Haustür stehen und sie werden zum Altersheim aufbrechen. Pfarrer Heidenroth hatte die Idee, dass alle Kinder aus der Vorschulgruppe einen Partner aus dem Heim zugeordnet bekommen und sie etwas miteinander unternehmen werden. Also, fix in die warmen Wintersachen steigen und los kann es gehen.

Es ist recht kalt in Hamburg, sie waten durch den Schneematsch. Beide Mädchen mit hochroten Wangen, rot von der Kälte und der Vorfreude. Wer würde ihr „Paten-Opa“ oder ihre „Paten-Oma“ sein? Der Weg führt sie durch das vornehme Harvestehude, ein Stück an der Außenalter entlang, vorbei an den herrschaftlichen, stolzen Villen. Die Straßen hier sind nun fast menschenleer, ohne das geschäftige Treiben, das jetzt gerade in der Innenstadt herrschen muss.

Beim Altersheim angekommen spricht Lottas Mutter noch kurz mit dem Pfarrer, dann verabschiedet sie sich. Sonja bekommt ihren „Paten-Opa“ zugeteilt, es ist Herr Blaupfennig. Sonja mustert ihren neuen Opa etwas skeptisch. Herr Blaupfennig ist ein ausgesprochen kleiner, alter und feiner Herr. Er hat rötliche, gelockte Haare, einen Spitzbart am Kinn, nahezu listige Augen und bemerkenswert große Ohren. Doch mit seinem offenen, herzlichen Lächeln erobert er Sonjas Herz sofort. Binnen kurzer Zeit quatschen die beiden bereits über Gott und die Welt. Herr Blaupfennig möchte mit Sonja eine Krippe basteln, heute und an den kommenden Nachmittagen. Er hat sich vorgenommen, die Krippe, die Tiere und die Heilige Familie selbst zu schnitzen. Sonja ist für die Verzierungen und die Bemalungen zuständig. Die Stunden vergehen wie im Fluge, und auch die Tage vergehen wie im Fluge. Sie kommen beide gut mit ihrer Arbeit voran und nach zwei Wochen Werkeln in freudiger und vertrauter Atmosphäre ist sie getan – die Krippe ist fertig und wirklich wunderschön geworden. Bei Kaffee und Keksen beziehungsweise Kakao und Keksen feiern die beiden ihren Erfolg.

Ein paar Tage später ist Heiligabend gekommen. Sonja war so sehr mit ihrer Arbeit bei Herrn Blaupfennig beschäftigt, dass sie ihren Wunschzettel nun tatsächlich völlig vergessen hat. Ihre Eltern haben sie auch nicht mehr gefragt, nach der anfänglichen Diskussion wollten sie zwar nicht zugeben, dass es keinen Weihnachtsmann gibt, sie wollten Sonja in ihrem „Unglauben“ jedoch auch nicht bestätigen. So wurde das Thema einfach ausgespart. Geschenke wurden besorgt, von dem die Eltern annehmen, dass sie Sonja gefallen werden – wie schade, wie schnell die Zeit vergeht, wie schnell die Kleine erwachsen wird. Am Nachmittag macht sich die ganze Familie auf in die St. Johannis-Kirche. In der Vorhalle der Kirche sind alle Weihnachtsbasteleien der Kinder und Seniorenheimbewohner ausgestellt, so natürlich auch die Krippe von Herrn Blaupfennig und Sonja. Doch so sehr sich das Mädchen auch reckt und streckt und verbiegt, es kann ihren Paten-Opa nirgends entdecken. So gerne hätte es ihn heute begrüßt und ihrer gesamten Familie vorgestellt. Im Anschluss an den Gottesdienst begibt sich die komplette Familie mit beiden Großelternpaaren nach Hause. Da die Erwachsenen beschlossen haben, die Bescherung nicht mehr durch den Weihnachtsmann vornehmen zu lassen, wird in Ruhe und Vollständigkeit zu Abend gegessen, niemand fehlt. Jetzt ist die Zeit für die Bescherung gekommen. Doch was ist das dort für ein großes Paket? Niemand kann es sich erklären, ein Kärtchen mit Sonjas Namen ist an ihm befestigt. Neugierig und voll Vorfreude öffnet sie es. Zum Vorschein kommt – der ultimative Teddybär aus der Weihnachtsdekoration des Kaufhauses! Nein, wie kann das nur angehen, Sonja ist sprachlos. Hat sie doch mit niemandem über ihren Herzenswunsch gesprochen, nicht mit den Eltern, nicht mit den Großeltern, nicht mit Lotta und auch nicht mit ihrem Paten-Opa. Der Teddybär trägt eine goldene Schleife am Hals, daran ist eine kleine Karte befestigt, auf ihr steht geschrieben: "Für Sonja. Vom Weihnachtself." Außerdem ist die Karte mit einem Siegel versehen, in Form einer blauen Münze - einem blauen Pfennig.

Sonntag, November 20, 2016

Thymian und Blut von Anne Kuhlmeyer

Neo-noir oder einfach schon Kult


Ella ist rausgeflogen. Aus ihrem Job als Anästhesistin. Aus der Liebe zu John, der gestorben ist. Aus ihrem Leben. Nun wohnt sie in einem umgebauten Leichenwagen und verdingt sich als Freelancerin in Operationssälen und auf Intensivstationen. Sie sucht nach einem neuen Lebensinhalt und nach einem Haus am Meer und muss sich dabei mit Morphin betäuben. Auf ihrer Suche begegnet sie Anna, die ihr ähnelt wie ein Zwilling. Anna ist Berufssucherin und Inhaberin eines Erotik-Shops. Gemeinsam fahren die beiden Frauen durch Deutschland, Tschechien, Rumänien, durch Wald und Steppe. Und treffen von Zeit zu Zeit den Tod … (Dies ist der Originalklappentext, da ich es selbst nicht besser hätte formulieren können!)


Samstag, November 19, 2016

Leuchtturmtage von Anni Deckner

Mäßige Chick Lit


Nach 15 Jahren Ehe wird Stella von ihrem oberflächlichen und arroganten Ehemann, einem Rechtsanwalt, vor die Tür gesetzt. Sie war für ihn nicht mehr die vorzeigbare Schönheitskönigin, die er bei Empfängen vorzeigen könnte. Die Spuren ihrer Kochleidenschaft machte sich nämlich nur auf ihren Hüften bemerkbar und nicht auf den seinen.
Hals über Kopf packt Stella ihre Sachen und verlässt ihren Noch-Ehemann. Sie macht sich auf zum Hof ihrer Eltern, der inzwischen von ihrem Bruder Sam bewirtschaftet wird, findet dort ein neues Zuhause und stellt Pläne für ihr weiteres Leben auf.

Donnerstag, November 17, 2016

Wie aus dem Nichts von Sabine Kornbichler

Lügen haben kurze Beine ...


Für Dana Rosin startet der Tag mit einem mulmigen Gefühl. Ihr neuer Freund Alex Wagatha wird sich in einer Stunde mit seiner Noch-Freundin Biggi treffen, um ihr das Ende der Beziehung mitzuteilen. Als es verfrüht an der Tür klingelt, bittet Alex Dana, sich auf der Empore im Wohnzimmer zu verstecken, um Biggi nicht noch zusätzlich durch ihren bloßen Anblick zu verletzen. Von ihrem Versteck hört Dana erst eine Konversation, dann erneutes Klingeln, nicht zuzuordnende Geräusche und dann ist es unvermittelt still. Als dann ein Mann mit einer Fuchsmaske in das Wohnzimmer tritt, erleidet Dana unsagbare Ängste – ist das ein Einbrecher? Doch glücklicherweise entdeckt der Fuchsmann Dana nicht und sie wagt sich einige Minuten nachdem dieser die Wohnung verlassen hat aus ihrem Versteck. Sie macht eine unglaubliche Entdeckung: Alex und Biggi wurden vom Fuchsmann brutal ermordet, hingerichtet mit Schüssen.

Montag, November 07, 2016

Minusgefühle von Jana Seelig

Ein Leben mit der Depression


In ihrem Buch „Minusgefühle“ erzählt die Autorin Jana Seelig ihren Weg mit der Depression zu leben. Sie beginnt damit zu versuchen zu beschreiben, warum sie vor Jahren mit Twitter den Weg in die Öffentlichkeit suchte, um über ihre Erkrankung zu sprechen. Was mit einer Diskussion zwischen ihr und ihrem damaligen Freund begann, nahm quasi über Nacht immense Ausmaße an. Der Hashtagg #notjustsad wird noch immer ausgiebig genutzt und ist für viele eine erste Anlaufstelle.


Donnerstag, November 03, 2016

Das Nest von Cynthia D'Aprix Sweeney

Seifenblasen


Die vier Geschwister Jack, Leo, Melody und Bea, der Familie Plumb sollen ihr Erbe in einigen Monaten antreten, nämlich dann, wenn die Jüngste von ihnen ihren 40. Geburtstag feiert. Der Vater hatte einen Fond errichtet und ihn durch einen zur Familie gehörenden Anwalt verwalten lassen. Es hatte sich über die Jahre ein ordentliches Vermögen angehäuft. Das Erbe wird von den Geschwistern „Das Nest“ genannt, denn alle spekulieren seit Jahren darauf es zu erhalten und ihre Lebensziele damit erlangen und vervollständigen zu können. Es ist quasi ihr Sprungtuch in ein besseres Leben. Alle von ihnen haben das Geld verplant, ohne es bisher zu besitzen. Doch leichtsinnigerweise gerät Leo in große Schwierigkeiten. Er bittet die Mutter den Fond für ihn anzuzapfen. Getrieben von ihrem zweiten Ehemann, der sich um seinen guten Ruf ängstigt, lässt sie sich überreden. Doch wie gehen die anderen Geschwister damit um, dass ihr Erbe eventuell verloren ist und können die vier es vielleicht doch noch retten, wenn sie gemeinsam kämpfen?

Mittwoch, November 02, 2016

Im Wald von Nele Neuhaus

Von Bodensteins Vergangenheit holt ihn ein


Innerhalb kürzester Zeit hat es die K11 gleich mit zwei Mordfällen zu tun. Auf einem Campingplatz wird ein Mann durch Brandlegung ermordet und in einem Hospiz wird eine alte Dame, die bereits dem Tode geweiht war, brutal erstickt. Für das Team steht schnell fest, dass die beiden Taten zusammen hängen müssen. Bald gibt es Hinweise zu einem 40 Jahre zurück liegenden Fall... KHK von Bodenstein erlebt eine so noch nie für ihn dagewesene Mordermittlung, handelt es sich bei den toten sowie den Verdächtigen um Menschen, die er bereits sein Leben lang kennt. Kann er objektiv genug urteilen oder kann er sein Wissen um die Personen sogar für die Aufklärung des Falles nutzen? Klar ist zumindest, dass ihm die Fälle sehr nahe gehen. Pia Sander hat es in dieser Zeit nicht leicht mit ihrem Chef. Doch es soll noch weitere Tote geben …

Dienstag, November 01, 2016

Lovelybooks Leserpreis 2016


Lovelybooks sucht wieder die besten Bücher des Jahres. 


Ich habe bereits gewählt - und Ihr?

Nominiert auch Ihr jetzt Eure Favoriten von 2016 für den Leserpreis!

Die Abstimmung läuft noch bis zum 10. November.

Auf die Shortlist schaffen es die beliebtesten 35 Titel, die dann vom 14. bis 22.November für den DER LESERPREIS in Gold, Silber und Bronze zur Abstimmung stehen. DER LESERPREIS wird in 14 Kategorien verliehen: Romane, Krimi und Thriller, Fantasy und Science Fiction, Jugendbücher, Kinderbücher, Liebesromane, Erotische Romane, Historische Romane, Humor, Sachbuch und Ratgeber, bestes Hörbuch, bestes E-Book Only, bester Buchtitel sowie das beste Buchcover. Am 24.November gibt LovelyBooks.de die Preisträger bekannt.Was den DER LESERPREIS so besonders macht? Allein die Leser entscheiden,welche Neuerscheinungen des Jahres zu den besten Büchern 2016 gekürt werden und teilen so die Bücher, die sie wirklich lieben und empfehlen.

Einen Link zum Voting findet Ihr hier, klickt einfach auf den folgenden Button und gebt Eure Stimmen in den einzelnen Kategorien ab (drei mögliche pro Genre):

https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2016/nominierungen/

 

Monatsrückblick Oktober 2016