Donnerstag, September 01, 2016

Istanbul von Anna Herzig

Das Leben schreibt Geschichten


Wien. Zwei fremde Männer begegnen sich zufällig in einer warmen Sommernacht an einer verlassenen Bushaltestelle und warten auf den Nachtbus. Was als eine harmlose Unterhaltung zwischen dem in die Jahre gekommenen Albert „Bertl“ einem Außendienstmitarbeiter für Druckerpatronen und Pawel, dem jungen, hippen, weltoffenen Fotografen beginnt, ufert nach ein paar verpassten Bussen, Alkohol und gerauchtem Marihuana in heftige Diskussionen aus.
Albert, Pawel und der randvoll gefüllte Flachmann mit Jägermeister kämpfen sich zu dritt durch eine immer skurriler werdende Nacht.
Ein Wien – Roman. Oder so. (Original-Klappentext)




Mit ihrem neuesten Werk legt die Autorin Anna Herzig etwas vor, das nicht so einfach in eine Schublade passen möchte - ist das Buch eine Kurzgeschichte oder ein kurzer Roman? Bitte nicht falsch verstehen, ich mag Schubladendenken nicht und finde die Idee, die die Autorin in ihrem Buch verwendet, grandios. Zudem ist es eine Geschichte in der Geschichte, Fiktion und "Realität" werden von Anna Herzig hervorragend miteinander verwoben. Die Story selbst besitzt einen feinen Humor, ist emotional stark und wird von der Autorin wunderbar erzählt. Die Charaktere sind erstklassig angelegt, gut durchdacht und beweisen Tiefe. Die Autorin verwendet eine wunderschöne und klare Sprache, wie ich sie bereits aus ihrem Vorgänger-Buch kenne. Die Geschichte konnte mich einfangen und mitnehmen, ich habe das Buch an einem Stück durchgelesen.


Von Herzen gerne vergebe ich dem Buch seine wohlverdienten fünf Sterne von fünf möglichen Sternen. Mit dem Buch habe ich wieder einmal schöne Lesestunden verbracht und fühle mich erstklassig unterhalten von einer berührenden Geschichte. Natürlich empfehle ich es absolut weiter, an Leser, die sich einlassen, auf eine andere Art der Erzählweise und Geschichte, die wir gewöhnlich kennen, belohnt wird der Leser mit exquisiter Erzählkunst.


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