Mittwoch, Juni 01, 2016

Autoren - Interview mit Tanja Litschel

Am 17.06.2016 erscheint von der Autorin Tanja Litschel der Kriminalroman „Traubenblut“ im Ullstein Midnight Verlag. Vorab hat sich Tanja Litschel zu diesem Interview bereit erklärt.

Hier der Klappentext zum Buch:
Die Studentin Malena Norden verbringt im Rahmen ihrer Forschungen eine Nacht allein in den Gewölben des Bremer Ratskellers. In den frühen Morgenstunden wird sie leblos aufgefunden. Es scheint, als sei sie buchstäblich vor Schreck gestorben. Die Ursache hierfür bleibt rätselhaft. Als ihre Zwillingsschwester Tamara daraufhin nach Bremen zurückkehrt, hat die Polizei die Ermittlungen bereits eingestellt. Doch Malenas mysteriöser Tod lässt Tamara keine Ruhe. Sie beschließt, den Fall auf eigene Faust zu lösen. Lange Zeit tappt sie im wahrsten Sinne des Wortes völlig im Dunkeln. Bis sie herausfindet, dass nichts im Leben ihrer Schwester so war, wie es scheint … Von Tanja Litschel sind bei Midnight bisher erschienen: Warte, warte nur ein Weilchen Traubenblut.




Hallo Tanja, schön Dich als Gast bei Angis Bücherkiste begrüßen zu dürfen!
Ich freue mich riesig über Deine Einladung - Vielen Dank dafür!

Kennst Du Schreibblockaden und falls ja, wie hilfst Du Dir aus ihnen heraus?

Schreibblockade“ ist vor allem ein gut gepflegter Mythos. Niemand kann ununterbrochen schreiben; jeder braucht zuweilen die sprichwörtliche schöpferische Pause. Ich würde es lieber Erholungsphase nennen als Blockade.

Zum Schreiben brauche ich vor allem eine zündende Idee und einen einigermaßen freien Kopf. Wenn es an beidem mangelt, brauche ich mich gar nicht erst an den Computer zu setzen. Am besten erhole ich mich dann auf langen Spaziergängen. Irgendwann kommen die Ideen von ganz allein.
 

Schlummert etwas von Dir selbst in Deinen Figuren, in Tamara zum Beispiel?

Tamara ist nicht „Everybodys Darling“ - das bin ich sicherlich auch nicht ;-) Insgesamt sind meine Figuren aber sehr eigenständig. Die Charaktere müssen zur Geschichte passen, nicht zur Autorin.
 

Zu welcher Tageszeit schreibst du am liebsten? 

Am liebsten schreibe ich in den frühen Morgenstunden. Da ist mein Kopf ausgeruht und klar. Außerdem rücken sich Passagen, die ich tags zuvor als schwierig empfunden hatte, über Nacht meistens zurecht und fügen sich am nächsten Morgen brav in den Textfluss ein.
 

Wie sieht Dein Schreibplatz aus?

Dank Laptop wechselt mein Schreibplatz je nach Laune und Wetterlage, vom Schreibtisch auf den Balkon und zurück auf das Sofa. Ich kann an fast jedem Ort schreiben.
 

Fällt es Dir schwer, Deine Charaktere ziehen zu lassen, nachdem Du ein Werk abgeschlossen hast?

Nein, eigentlich kann ich ganz gut loslassen. Das ist wohl auch der Grund, warum ich bislang noch keine Serienfiguren erschaffen habe. Aber vielleicht ändert sich das demnächst.
 

Würde es Dir gefallen, wenn Deine Bücher verfilmt würden? 

Das wäre natürlich ein Traum!
 

Hättest Du eine Favoritin für die Hauptrolle?

Spezielle Darsteller habe ich nicht vor Augen. Mir gefallen aber Filme, in denen bislang eher unbekannte Schauspieler mit großem Spaß in den Rollen aufgehen.
 

Wenn Du irgendwann einmal nicht mehr Krimis schreiben solltest, welches Genre wäre es dann?

Ich mag es spooky. Irgendwann würde ich gern einen „echten“ Mystery-Thriller schreiben.
 

Wie bist Du dazu gekommen, den Schauplatz von „Traubenblut“ in den Bremer Ratskeller zu legen?

Lange Zeit wusste ich gar nicht, dass diese Gewölbe unter dem Bremer Domshof überhaupt existieren. Eher zufällig habe ich mich eines Tages einer Kellerführung angeschlossen und war von dem Ort sofort begeistert.
 

Hast Du für die Recherche tatsächlich im Keller übernachten dürfen, wie Malena?

Nein, das nicht :) Aber ich durfte mir die Gewölbe noch einmal in Begleitung einer Mitarbeiterin anschauen. Das hat meinen ersten Eindruck vom perfekten Schauplatz eines Krimis noch verstärkt.
 

In welchem Alter hast du mit dem Schreiben begonnen?

Längste Zeit habe ich immer nur davon geträumt, ein Buch zu schreiben. Den Mut, ernsthaft an einem Roman zu arbeiten, hatte ich erst so Ende dreißig.
 

Hast Du ein Idol unter den Schriftstellern?

Stephen King
 

Du liest selber gerne, wer sind Deine Favoriten?

Tana French, Tad Williams, Ken Follett, Philip Kerr, Dennis Lehane, Donna Tartt
 

Wie lange benötigst Du um ein Buch zu schreiben, von der Idee bis zu Veröffentlichung?

Mittlerweile etwa ein Jahr
 

Herzlichen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, meine Fragen zu beantworten! Viel Erfolg für Dein neuestes Buch „Traubenblut“.

Vielen herzlichen Dank an Dich!



Von Tanja Litschel sind bisher folgende Bücher erschienen:

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