Montag, August 24, 2015

Blogger für Flüchtlinge – Menschen für Menschen





Europa schottet sich ab, schließt seine Grenzen. Verschließt somit seine Augen für das Elend und die Not der Menschen, die kommen, weil sie Hilfe benötigen. An der Grenze zu Mazedonien wird auf die Massen geschossen, wahllos. In den Gruppen befinden sich Frauen, Schwangere, Kinder, Babys. Das jeden Tag in den Nachrichten zu sehen, bricht mir das Herz.

Diese Menschen wachen nicht eines Morgens gelangweilt auf und beschließen eine freudige Reise nach Europa zu unternehmen. Das sind Verzweifelte, Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten. Sie kommen, weil sie uns vertrauen, auf unsere Hilfe zählen. Sie können sich nicht mehr alleine helfen, ihre Leben sind ausweglos.

Hand aufs Herz, würden wir in einer solchen brisanten Lage nicht ebenso fliehen? Auch in unserer eigenen Geschichte gab es Flüchtlingsströme und unser Land konnte sie bewältigen und das trotz schwieriger Zeiten.

Es ist an der Zeit, dass die Politiker Europas aufwachen und etwas tun. Die Menschen brauchen schnell verlässliche und kontinuierliche Hilfe. Doch das allein reicht nicht, denn die Flüchtlinge, die es nach Europa geschafft haben, stehen hier vor neuen, nicht zu bewältigenden Schwierigkeiten. Denn die Behörden sind eindeutig überfordert und überlastet, den Flüchtlingsmassen Herr zu werden, so wie z.B. den Asylsuchenden vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales zu helfen. Der Verein „Moabit hilft!“ hat hier ein Netzwerk aufgebaut, wo jeder sich, selbst mit kleinen Dingen, die dort fehlen, einbringen kann. Wer Geld spenden möchte und kann, tut dies bitte hier

Solche privat organisierten Hilfsaktionen finden sich bereits vielerorts und sind leicht unter dem Hashtag #WelcomeChallenge zu googeln. Desgleichen existiert eine Gruppe bei Facebook, wo man sich über Hilfsaktionen informieren kann.

Es ist wichtig, dass jeder von uns versucht zu helfen, schon allein deshalb, um die Akzeptanz für Flüchtlinge in der Bevölkerung zu stärken und somit Rassisten den Mund zu verschließen. Solche Vorkommnisse wie an diesem Wochenende in Heidenau sind kriminell, beschämend, unwürdig, verabscheuungswürdig und nicht hinnehmbar. Denn das zeigt eine Seite Deutschlands, die ich nicht will und für die ich nicht stehe.

Kommentare:

  1. Zu diesem Thema biete ich sehr gerne meine Bücher zur Rezension an. Ich versuche die Thematik Flucht / Asyl / Abschiebung auf leicht lesbare Art anzugehen. Den Menschen hinter "dem Flüchtling" zu zeigen. Die Honorare fließen teilweise in die Flüchtlingsarbeit - Rezensionsexemplare gibt es aber selbstverständlich kostenlos.
    www.maria-braig.de

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    1. Liebe Maria! Das war ein großes Thema unter uns Bloggern im letzten August. Ich hatte danach das Buch "Auf der Flucht: Reportagen von beiden Seiten des Mittelmeers" von Karim El-Gawhary rezensiert. Trotzdem danke für das Angebot, doch ich muss da im Moment passen. Liebe Grüße, Angi

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